BewegungsSensopathie
Haptische Ganganalyse — und die Veränderung im selben Moment
Wahre Analyse geht tiefer, als das Auge reicht. Nur durch Berührung in der Bewegung offenbaren sich die Zusammenhänge von Struktur, Emotionen und Organen.
- Dauer
- 2 Tage
- Voraussetzung
- Keine Vorkenntnisse nötig
- Preis
- 345 €
- Termine
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Dieser Baustein ist auch Teil der Ausbildung Sensopathie Pferd, in der du alle fünf Bausteine lernst.
Warum Ansehen nicht reicht
Nur ansehen und beurteilen reicht nicht — wir müssen berühren. Nur so kommen wir in die Tiefe. Und das während der Bewegung.
Ein „Standbild" im Stehen oder ein „Gangbild" in der Bewegung, das lediglich mit den Augen beobachtet wird, ist wenig hilfreich. Dabei wird nur die Oberfläche erfasst — eine tiefere Analyse oder gar die Ursache eines strukturellen Problems bleibt unerkannt.
Mit bloßem Auge lassen sich nur offensichtliche Auffälligkeiten feststellen, die bis an die Oberfläche dringen. Die tief liegenden strukturellen Bewegungen spüre ich mit den Fingern, den Fingerkuppen, dem Handballen — während der Bewegung, nicht im Stillstand.
Dadurch, dass ich während der Bewegung in die verschiedenen Muskelschichten eindringen kann, komme ich dem Problem genauer auf die Spur. Vor allem aber — und darauf kommt es an — kann ich dem Körper sofort Lösungsvorschläge machen. Diese können vielfältig sein.
Die Wirbelkette ist das Zentrum der Bewegung
Sie muss in jede Bewegung eines Gelenks einbezogen und darüber hinaus geleitet werden. Hier liegt der Bewegungsursprung für jedes Gelenk und jeden Muskel — jedenfalls im Idealfall. Die Frage ist: Ist das tatsächlich der Fall? Und wo ist es nicht der Fall?
Was für uns komplex erscheint, ist für das Pferd die Kunst, sich selbst in all seinen Schichten zu erkennen — seine Verbindungen zu spüren, zu verstehen und neu zu weben.
Der Körper wird das annehmen, was er gerade braucht, und den Rest wird er loslassen. So entwickelt sich das Bewegungsmuster immer weiter, und der Körper kann immer mehr Strukturen in seinen Bewegungsablauf integrieren.
↑ nach obenDie Methode: Bewegung in der Tiefe erspüren
Es sind viele verschiedene Techniken, die ich hier anwende. Einen Großteil davon habe ich von asiatischen Lehrern gelernt und anschließend auf meine Arbeit adaptiert und angepasst.
Bei meiner haptischen, tiefensensorischen Gang- und Bewegungsanalyse geht es nie nur um das Erkennen. Während des Gehens erfühle ich mit meinen Fingern den Status quo — was in den verschiedenen Tiefen und Schichten der Muskeln, der Gelenke, der Knochen passiert. Und in genau diesen Schichten biete ich sofort Lösungs- und Vernetzungsmöglichkeiten an.
„Angeboten" ist dabei ein essenzielles Stichwort: am Ende entscheidet der Körper selbst, was er annimmt und was nicht.
Jedes Element muss vom Pferd reproduzierbar sein.
Solange das nicht funktioniert, ist es im System des Körpers nicht angekommen.
Der Körper erhält eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und verfügt anschließend über ein wesentlich größeres Bewegungsrepertoire als zuvor. Doch er wählt eigenständig, was er an diesem Tag integriert. Das ist entscheidend, denn nur das, was der Körper selbst verinnerlicht, bleibt langfristig erhalten.
Entscheidend für die Lösung eines Problems ist außerdem, nicht ausschließlich direkt mit dem Problem zu arbeiten — damit macht man es oft nur größer. Ich kann mit anderen Bereichen arbeiten, die sich dann auf den Problembereich positiv und verbindend auswirken. So entsteht eine integre Bewegung und eine echte Vernetzung.
Es ist die Gesamtheit des Körpers, die funktioniert — nicht jede einzelne Struktur muss perfekt arbeiten. Jeder Körper hat seine eigenen Besonderheiten und Talente. Der Schlüssel liegt darin, nicht am Problem zu arbeiten, sondern am Talent. Dieses Talent zu erkennen ist nicht immer einfach, aber essenziell für den individuellen Erfolg. Dafür muss man das eigene Ego zurückstellen, lösen zu wollen.
↑ nach obenDie vier Ebenen der Vernetzung
Als Trainer solltest du das Folgende bei dir selbst beherrschen und weitergeben können. Als Kunde lässt du es einfach fließen.
- 01Körper & Strukturin der Bewegung
- 02Emotionenin der Bewegung
- 03Organein der Bewegung
- 04Intrinsische Eingliederungder Bewegung
Körper & Struktur in der Bewegung
Gelenke, Muskeln, Faszien — jedes Element wird einzeln angesprochen und zugleich in die Ganzheit eingebunden. Raum, Struktur und Vernetzung entstehen in der Bewegung: von innen nach außen, nicht umgekehrt.
Gelenke, Knochen, Muskeln, Wirbelkette, Muskelfasern und Faszien werden einzeln angesprochen — soweit das möglich ist — und dann auch in ihrer Gesamtheit in der Bewegung vernetzt. In all diesen Strukturen geben wir Raum, Vernetzung und Struktur, und zwar in der frontalen, medialen und transversalen Bewegung der Wirbelkette. Anschließend zentriere ich das Ganze gemeinsam in einer Bewegung, die im Oberkörper beginnt und über diese Struktur nach außen zu den Extremitäten geht — nicht umgekehrt, wie es oft der Fall ist.
Emotionen in der Bewegung
Was hat dich in deinem Leben bewegt? Was hat dich erstarren lassen? So geht es auch dem Pferd. Am Ende, aber auch am Beginn sind es die Emotionen, die uns bewegen oder erstarren lassen.
Viele Emotionen aus prägenden Zeiten oder belastende Ereignisse manifestieren sich in der Bewegung. Binden wir die Emotionen nicht mit in die Lösung ein — oder zumindest in die Beobachtung —, dann finden wir nur eine nicht haltbare Lösung, die an der Oberfläche kratzt. Die Lösung liegt in der Kombination. Und das ist leichter, als man denkt: Körper und Emotion unterstützen sich gegenseitig. Beide wollen, dass es dem Pferd gut geht — sie brauchen nur den einen oder anderen Schubs.
Organe in der Bewegung
Bewegung ist nicht nur äußere Dynamik — auch Organe brauchen Struktur und Raum. Nicht das Loslassen ist die Lösung, sondern die strukturierte, fließende Bewegung, die von innen wirkt.
Ein Bewegungsproblem kommt oft vom bestehenden Bewegungsablauf, das ist richtig. Es kann aber auch durch Emotionen bedingt sein — und Erlebnisse aus der Vergangenheit können ebenso eine organische Ursache haben. Das nimmt Raum im Körper, das nimmt Bewegung im Körper. Auch Über- oder Unterfunktionen von Organen spielen hinein: Eine Überfunktion der Leber beeinflusst den Körper massiv, und die Leber ist wiederum von anderen Organen abhängig. Hier schließt sich der Kreis.
Ich möchte das jedoch nicht als Kreis der Probleme sehen, bei dem auf ein Problem zwangsläufig weitere folgen, sondern den anderen Weg gehen: Es ist der Kreis der Lösungen. Wenn ich ein Problem erkannt habe, habe ich viele Lösungsmöglichkeiten. Die Organe brauchen ebenso eine strukturierte Bewegung wie der Bewegungsapparat. Gerade beim Pferd ist das für die Kolik-Prävention wichtig.
Die Lösung ist dabei nicht, einfach zu entspannen und Teile zum Loslassen zu bringen. Es braucht eine strukturelle, durchlaufende, Raum gebende Bewegung.
Die Analyse im Detail
Für eine Gang- und Bewegungsanalyse müssen wir im ersten Schritt mit unseren Fingern folgende Beobachtungen machen — den Status quo abfragen, als oberflächlichen Überblick.
- Die Gelenke und ihr Verhalten sowie die Koordination mit den anderen Gelenken: Zentrierung, Vernetzung und so weiter.
- Die Knochen. Sie liegen immer zwischen den Gelenken und sind dementsprechend verantwortlich für die Arbeit, die Ausrichtung und die Zusammenarbeit der Gelenke — oder davon beeinflusst.
- Die Muskeln. Gelenke und Knochen beeinflussen die Muskeln und umgekehrt. Wer bedingt wen, und warum? Wo ist der Ursprung, wo das Ergebnis?
- Die Wirbelkette als Zentrum der Bewegung: Hier sollte der Bewegungsursprung für jedes Gelenk und jeden Muskel liegen.
- Die Faszien als weiteres Bindeglied. Wir wollen mit unseren Fingern die Faszienbündel in den Muskeln beobachten, um festzustellen, wie der Muskel sich selbst koordiniert und wie mit den angrenzenden Muskeln.
Wie viele Muskelfasern pro Muskel arbeiten? Wenn zu wenige Fasern aktiv sind, muss der Muskel festhalten. Ein Festhalten während der Bewegung unterscheidet sich von einem Festhalten im Stand. Es künstlich zu lösen — also nicht durch die Bewegung selbst — ist nur eine kurzfristige Lösung, weil der Körper keine Alternative hat.
Verbindung der Gelenke
Die Gelenke arbeiten nicht einzeln — sie kommunizieren. In jeder Tiefe, in jeder Achse. Meine Aufgabe ist es, Raum zu geben, damit der Körper sich selbst sortieren kann.
Mit meinen Fingerkuppen erfühle ich während der Bewegung, ob sie in Harmonie sind — in verschiedenen Tiefen der Strukturen und Achsen. In der Tiefe eines Gelenks gibt es verschiedene Strukturen mit verschiedenen Aufgaben, darum ist es wichtig, sie einzeln in der Bewegung zu beobachten. So finde ich heraus, welche Strukturen hinderlich sind und welche dadurch Schaden genommen haben — denn selten sind die beschädigten Strukturen selbst für den Schaden verantwortlich.
Verbindung der Knochen
Die Knochen liegen zwischen den Gelenken und richten sich entsprechend deren Vorgaben aus. Doch wie genau sind sie ausgerichtet — und warum? Gelenke und Knochen bedingen einander. In den verschiedenen Bewegungsschichten finde ich heraus, wo der Ursprung des Themas liegt, und zeige dem Körper seine eigene Bewegung. Ich mache sie für den Körper erfahrbar, nicht für den Verstand — das würde wenig bringen.
Verbindung der Muskeln
Arbeiten sie als Einheit? Warum tun das manche Strukturen nicht? Wo liegt der Ursprung eines Bewegungsproblems oder einer Stagnation? Einzelbewegungen sollten sich durch den gesamten Körper fortsetzen. Doch in welcher Schicht stockt die Bewegung, wo gehen Strukturen und Vernetzungen nicht mit? Am Rücken beispielsweise gibt es sechs Hauptschichten an Muskeln, die idealerweise miteinander interagieren.
Mit meinen Fingerkuppen beobachte ich während der Bewegung die einzelnen Schichten und verknüpfe ihre Funktionen wieder miteinander. Am Ende nimmt der Körper sich selbst wesentlich detaillierter wahr: Das Pferd kann beim Gehen viel tiefer in seine eigene Bewegung hineinspüren, sich fühlen, Gelenke, Knochen, Muskeln, Sehnen und Faszien integrieren, verändern und bewusst einsetzen. Alles, was unbewusst und automatisch abläuft, ist nicht beeinflussbar — und das ist der Großteil aller Bewegungen, Gedanken und Emotionen.
Verbindung der Wirbelkette
Bewegung beginnt in der Tiefe der Wirbelkette — nicht dort, wo es schmerzt, sondern dort, wo alles zusammenläuft. Welche Teile der Wirbelkette bewegen sich, und welche nicht? Wo liegt der Ausgangspunkt der Bewegung?
Oft liegt das Problem an einem anderen Ende der Wirbelkette. Haben die Lendenwirbel ein Problem, schaue ich mir auch die sechs Hauptschichten der Brustwirbel an und analysiere, wie sie mit den Muskelschichten der Lendenwirbel zusammenarbeiten — und umgekehrt.
Wenn du ein Problem am Rücken lösen willst, brauchst du immer die gesamte Funktion der Wirbelkette: Halswirbel, Brustwirbel, Lendenwirbel — und das in allen sechs Hauptschichten der Muskulatur. Ebenso wichtig ist die Bewegung nach außen zu den Extremitäten und die Rückkopplung von den Extremitäten zurück zur Wirbelkette, dem Bewegungszentrum.
Klingt komplex? Das ist es auch. Aber das ist meine Aufgabe — und in den Kursen ist es meine Aufgabe, dich Schritt für Schritt dorthin zu führen. Ich lenke deine Aufmerksamkeit immer wieder auf bestimmte Beobachtungen. So kannst du das Wahrgenommene nach und nach integrieren.
Verbindung der Muskelfasern
Muskeln bewegen nicht allein — sie sind Teil eines vernetzten Systems. In der Tiefe liegen oft ungenutzte Fasern, die nur darauf warten, wieder in Bewegung integriert zu werden. Jeder Muskel hat eine direkte Verbindung zu seinen Bewegungsnachbarn und eine indirekte zu allen anderen Muskeln im Körper. So wäre es im Idealfall.
Jeder Muskel besteht zudem aus vielen Muskelfasern, die in seiner Tiefe liegen. Viele davon arbeiten nicht, weil sich das im individuellen Bewegungsmuster so entwickelt hat. Ich erkenne diese Muster und zeige dir, wie du die ungenutzten Fasern wieder in die Bewegung integrierst. Die Fasern sind in Bündel zusammengefasst, die jeweils spezifische Aufgaben übernehmen — und diese Bündel sind von Faszien umgeben.
Verbindung der Faszien
Faszien sind mehr als Hüllen — sie sind bewegte Verbindung. Wenn sie Raum bekommen, beginnt der Körper, sich neu zu organisieren. Wo arbeiten die Strukturen zusammen, und wo gibt es einen Bewegungsstau — und in welcher Tiefe?
In einigen fernöstlichen Bewegungsformen stehen die Faszienbewegungen im Vordergrund. Der Körper wird so lange geschult, bis er gelernt hat, sich über die Faszien zu bewegen. Dort habe ich gelernt, das auf meinen eigenen Körper anzuwenden — und zu verstehen, wie man diese Methode an einen anderen Körper weitergibt. So kann ich erfühlen, welche Faszien sich bewegen und welche nicht. Ich gebe ihnen Raum, damit sie sich mitbewegen können, und bringe sie dazu, mitzuarbeiten. Sehr vereinfacht gesagt.
Wichtig: Es geht nicht darum, dass die einzelnen Bereiche perfekt funktionieren. Es geht darum, dass sie so gut wie möglich zusammenarbeiten und wissen, was sie tun. Hier gibt es Vorschläge, aber keine Vorschriften.
↑ nach obenDie fünf Erweiterungen
Jeder einzelne Bereich aus Kapitel 4 wird durch die folgenden fünf Erweiterungen ergänzt. Ich beschreibe sie hier nacheinander, um einen besseren Überblick zu geben — in der Ausführung laufen sie immer gemeinsam.
- Öffnen — Raum geben Wo Enge ist, kann keine Bewegung entstehen. Darum geben wir den jeweiligen Bereichen — Gelenke, Muskeln, Faszien, Wirbel — Raum. So kann sich der Bereich besser bewegen, besser mit angrenzenden Strukturen vernetzen und koordinieren. Aber Raum allein ist zu wenig und würde dem Körper Unsicherheit bringen: Zum Raum braucht er immer eine Struktur.
- Zentrieren Gelenke, die auf die schiefe Bahn gekommen sind, werden wieder zentriert. Dabei achte ich darauf, warum sich das Gelenk neben der Spur bewegt. Einzelne Faktoren sind nie schuld — meist ist es eine Gesamtheit von Auslösern.
- Strukturieren: frontal, medial, transversal Die beschriebenen Bereiche soll der Körper in verschiedene Bewegungsrichtungen einsetzen und umsetzen können.
- In der Bewegung Neues behalten Die Achtsamkeit der Bewegung. Hier mache ich das Pferd darauf aufmerksam, wie sich sein Körper bewegt. Am Ende hat es zusätzliche Möglichkeiten: Es kann ändern, integrieren, ausbauen, loslassen — und mit schadhaften Bewegungsmustern aufhören.
- In der Wirbelkette einbinden Und vor allem: von hier ausgehend beginnen. Die verschiedenen Bereiche werden mit dem Zentrum der Bewegung verbunden — hier ist die Schaltzentrale. Eine Bewegung vom Fußgelenk kommt über das Bein zur Hüfte, über die gesamte Wirbelkette bis zur Schulter. Diese Bewegung ist dem Körper in seinen vielen Strukturen nicht bewusst, und so kann er sie weder überprüfen noch verändern. Darum ist es wichtig, jede Bewegung mit der Schaltzentrale zu verknüpfen.
Die Kombination daraus ist Schweben bei gleichzeitiger Bodenhaftung.
Emotionen in der Bewegung
Am Ende sind es die Emotionen, die uns bewegen — aber auch das Pferd. Was hat das Pferd bewegt? Was hat es erstarren lassen?
So bewegst du die Strukturen. Sie können sich miteinander bewegen und helfen — oder sie können sich gegenseitig schaden. Kommt die emotionale Unbeweglichkeit nicht über die Emotion selbst heraus, dann kann der Körper mit seiner Struktur helfen, indem er eine Leichtigkeit in seine Bewegung bekommt. Und umgekehrt. Man muss den beiden lediglich zeigen, wie es geht.
Viele emotionale Beweggründe manifestieren sich im Körper. Es ist wenig zielführend, die Brust- oder Lendenwirbel in Bewegung bringen zu wollen, wenn Erlebnisse aus der Vergangenheit die Strukturen festhalten — „verkörperter Schrecken" sozusagen. Darüber wurden hunderte Bücher geschrieben, doch die praktische Anwendung findet nur selten statt.
Darum setzen wir neben den strukturellen Gegebenheiten auch hier an. Wir integrieren diesen Aspekt in die Arbeit, und dabei kommen einige asiatische Techniken zum Einsatz. Insbesondere bei Emotionen weiß man oft nicht genau, was dahintersteckt — und wenn man es nicht erkennt, kann man es auch nicht loslassen. Du kannst so viele Übungen und Gymnastizierung machen, wie du möchtest: Das Erlebnis und das Unterbewusstsein mit der Emotion werden stärker sein.
↑ nach obenVon der extrinsischen zur intrinsischen Bewegung
„Intrinsisch" bedeutet im Allgemeinen „von innen heraus" oder „eigenständig". Auf Bewegung bezogen beschreibt es Bewegungen, die durch innere Faktoren gesteuert werden, ohne direkte äußere Einflüsse. Das kann zweierlei meinen:
- Intrinsische Motivation zur Bewegung: wenn jemand sich bewegt, weil er selbst Freude an der Aktivität hat.
- Intrinsische Muskeln: in der Anatomie jene Muskeln, die innerhalb eines Körperteils liegen und für feine Bewegungen sorgen — etwa die tief liegende Muskulatur an der Wirbelkette.
Die Entwicklung sollte idealerweise in die intrinsische Entwicklung übergehen: in eine Bewegung, die vor der Bewegung passiert. Die im Inneren entsteht, aus Freude und Freiwilligkeit heraus. Das innere Losschweben des Körpers ist in jedem Alter möglich — dafür muss niemand jung und maximal beweglich sein. Das geht auch als Schrotthaufen (zwinker).
Auch dies wieder in Struktur, Geist, Emotion und einigen anderen Intentionen, geprägt von einer inneren Dynamik und einem Gleichgewicht, das aus der Einheit von Struktur und Bewegung entsteht. Der Körper bewegt sich in voller Harmonie, wenn er sich selbst in sich bewegt und seinen Körper in eine Bewegungsrichtung bringt. Dafür braucht er die Voraussetzungen von Körper, Geist, Emotion und Raum in sich selbst. Durch diese Voraussetzungen ist die Wirkung potenziert. Die Motivation für die Bewegungsentwicklung wird schließlich die Bewegung selbst.
Du kannst nur verbinden, was du kennst. Was du nicht bewusst fokussieren kannst, ist nicht vorhanden und maximal ein Mitläufer — es kann aber nicht aktiv eingesetzt werden.
Durch diese Herangehensweise erhält der Körper nicht nur ein größeres Bewegungsrepertoire, sondern kann auch bestehende Einschränkungen nachhaltig lösen. Diese Methode verbindet wissenschaftliches Verständnis mit erfahrbarer Körperarbeit und schafft eine neue Perspektive auf Bewegung und Gesundheit.
↑ nach obenDie Einzelanwendung am Pferd
Was hier über viele Seiten beschrieben ist, dauert in der Anwendung am Pferd überraschend kurz. Der Ablauf im Einzeltermin:
- Die haptische Ganganalyse — rund 15 Minuten Das Pferd wird im Schritt geführt, während ich mit den Fingern die Strukturen in ihren verschiedenen Schichten erfühle. Am Ende steht kein Befund auf Papier, sondern ein Bild in der Tiefe der Bewegung.
- Die ersten Impulse — noch einmal rund 30 Minuten Aus der Analyse heraus biete ich dem Körper die ersten Veränderungen an und baue das Bewegungspotenzial aus. Der Körper entscheidet dabei selbst, was er annimmt.
- Die Kombination Die Ganganalyse steht selten allein. Sie greift ineinander mit der Zwerchfellintegration, der Neurokugel und der Arbeit an emotionalen Dysbalancen. Erst zusammen ergibt das ein rundes Bild.
Du willst das erst einmal an deinem eigenen Pferd erleben, bevor du ein Seminar buchst? Dann ist der Einzeltermin am Pferd der einfachere Einstieg.
↑ nach obenDas lernst du im Seminar
Als Trainer solltest du diese Möglichkeiten bei dir selbst beherrschen und weitergeben können. Die eigene Entwicklung ist entscheidend — und genau die wird in den Kursen vermittelt. Sie bildet dich für dein ganzes eigenes Leben.
Vorkenntnisse brauchst du keine. Zwei Tage, in denen du lernst, mit den Händen zu lesen, was das Auge nicht sieht.
- Mit den Fingerkuppen die Strukturen während der Bewegung erfühlen — Gelenke, Knochen, Muskeln, Faszien, Wirbelkette.
- Die einzelnen Schichten unterscheiden, beeinflussen und wieder ins System integrieren.
- Die fünf Erweiterungen anwenden: Raum geben, zentrieren, strukturieren, behalten, in der Wirbelkette einbinden.
- Emotionale und organische Zusammenhänge in die Beobachtung einbeziehen, statt nur an der Struktur zu arbeiten.
Du bist unsicher, ob dieses Seminar zu dir passt? Auch Erfahrungsberichte und Videos helfen weiter — oder du rufst einfach an.
Neurokugel
Die Kunst der Ausstrahlung
Für Hufpfleger
Reparier dich selbst