Ausbildung Sensopathie Pferd
Alle fünf Bausteine — Schritt für Schritt, in deinem Tempo
Du lernst nicht eine Technik, sondern eine Arbeitsweise: erkennen, was der Körper gerade braucht — und ihm zeigen, wie er es sich selbst gibt.
- Aufbau
- Modul 1 & 2
Modul 3 auf Anfrage - Dauer je Modul
- 2,5 Tage
- Voraussetzung
- Keine Vorkenntnisse nötig
- Termine & Preise
- Aktuelle Termine
Zuerst bei dir, dann am Pferd
Du kannst einem Pferd nur das beibringen, was du selbst spürst, fokussieren und regulieren kannst.
Deshalb beginnt jedes Modul beim Menschen. Du lernst, deinem eigenen Körper Raum zu geben und Struktur zu schaffen — und du merkst schnell, dass das zwei verschiedene Dinge sind. Raum geben ist kein Fallenlassen, sondern ein geführter Prozess innerhalb von Struktur. Ohne Struktur fällt Raum in sich zusammen.
Dafür nutzen wir Übungen aus dem Qi Gong, dem Kung Fu und anderen östlichen Bereichen. Sie helfen dir nicht nur am Pferd — sie helfen dir in vielen anderen Situationen deines Lebens. Erst wenn du das Gefühl in deinen eigenen Fingerkuppen und Handflächen hast, gehen wir in und an das Pferd.
Deine Intuition wird dabei ausgebaut. Je größer sie ist, desto mehr kannst du aus dem Vollen schöpfen. Das entsteht in dir, nicht im Pferd.
Alle fünf Bausteine
In der Ausbildung lernst du nicht einen Ausschnitt, sondern die ganze Arbeit — und vor allem, wie du zwischen den Bausteinen wechselst, je nachdem was das Pferd gerade braucht.
- 01BewegungsSensopathieHaptische Ganganalyse und Veränderung Mehr dazu →
- 02ZwerchfellintegrationDer Atem als Motor der Vernetzung Mehr dazu →
- 03NeurokugelWo die Intention hingeht, geht das Nervensystem Mehr dazu →
- 04Qi Gong EnergiearbeitDie richtige Frequenz finden Mehr dazu →
- 05KaZenKalibrieren und Zentrieren der Gelenke Mehr dazu →
Die Module
Die Module bauen aufeinander auf. Jedes vertieft, was du im vorherigen gelernt hast, und legt eine weitere Schicht dazu.
Schon mit Modul 1 kannst du deinem Pferd und dir selbst wesentlich weiterhelfen. Ob du danach Modul 2 machst, entscheidest du.
- Der Zugang
Du lernst, während des Gehens mit losgelassenen Fingern zu arbeiten, in die tiefen Muskelschichten vorzudringen und dem Pferd Raum und Struktur in der Wirbelkette zu geben. Dazu kommt die AtemSensopathie im Stand und die Arbeit an deiner eigenen Ruhe.
- Die Tiefe
Jetzt arbeitest du mit deinen eigenen Faszien, löst punktuelle Blockaden über Medical Qi Gong und gehst mit Griffen aus dem Yan Shou Gong bis zum Ursprung eines Themas. Neurokugel und KaZen kommen dazu — und das Ziel, dass sich dein Pferd allein durch seine Atmung ständig bewegt.
Modul 3 gibt es auf Anfrage. Dort geht es ins Detail des Fühlens: Struktur und Raum, innen und außen, vorne und hinten. Du lernst gewissermaßen, das System des Pferdes zu berühren.
Vormittag der Mensch, Nachmittag das Pferd
Diese Reihenfolge ist kein Zufall. Am Vormittag baust du die Fähigkeiten in deinem eigenen Körper auf. Am Nachmittag gehst du mit genau diesen neuen Möglichkeiten zum Pferd.
Deine Hände lernen sehen
Du lernst, während des Gehens mit losgelassenen Fingern zu arbeiten und dabei selbst eine Struktur aufzubauen — damit du mit acht Fingern einzelne Sehnen, Muskeln und Faszien begleiten kannst, ohne sie zu stören oder in das bestehende Bewegungskonzept einzugreifen.
Die ersten Griffe am Pferd
Du lernst die ersten wichtigen Griffe und die Philosophie dahinter. Du wirst dir deiner eigenen Wirkung bewusst — und lernst, sie zu steuern.
Was du am Vormittag mitnimmst
- In verschiedene tiefe Muskelschichten gehen — und erkennen, in welcher Schicht du gerade bist.
- Wie leicht sich ein Nervensystem in der Bewegung austricksen lässt, im Guten wie im Schlechten. Das stammt aus der faszialen Bewegungskunst des Kung Fu — wir nutzen es für dich und das Pferd im Positiven.
- Muskeln, Sehnen, Faszien und Gelenke expandieren, kompensieren, kondensieren, kollabieren, strukturieren — und spüren, was gerade wichtig ist.
- Wie du deinen eigenen Körper am besten bewegst, um die Sensopathie ausführen zu können. Etwas, das dir auch den Alltag erleichtert, ganz ohne Pferd.
Dabei kann nichts Negatives passieren — außer, dass es keine Wirkung gibt. Und das war noch nie der Fall.
Was du am Nachmittag mitnimmst
Wir beginnen bei der Wirbelkette, den einzelnen Wirbeln und den tief liegenden Muskeln — dann Becken, Hinterhand, Schulter, Hals, Nacken. Du lernst bereits viel über die Zusammenhänge und wie du in die Tiefe vordringst: etwa bis zum ISG und zu den Muskeln im Inneren des Beckens.
Das Pferd bekommt durch dich einen Überblick über seinen eigenen Körper und kann instinktive Veränderungen vornehmen. Und du bekommst deinen ersten Überblick über den Körper des Pferdes.
Weil jeder bei den Griffen verschiedene Pferde beobachtet, siehst du etwas, das kaum jemand zu sehen bekommt: wie sehr sich Muskeln unterscheiden. Meist anders als es die statische Anatomie im Idealfall beschreibt — und die Kombination aus Muskeln, Gelenken, Sehnen und Faszien, die die Bewegung am Ende erst ausmacht, ist von Pferd zu Pferd sehr verschieden und oft chaotisch. Bewegungen, die man mit dem Auge nicht erkennen kann, mit den Fingern aber sehr wohl.
BewegungsSensopathie
Sie erfolgt während der Bewegung des Pferdes — das ist entscheidend für die Wirkung, weil Muskeln und Gelenke in der Bewegung ganz anders arbeiten als im Stand.
- Berührungen, die in die Tiefe gehen: Wie komme ich dorthin — und was steht mir und dem Pferd dabei im Weg?
- Der Wirbelkette Raum geben, sie vernetzen, und beides in verschiedenen Schichten.
- Schulter mit Hals, Nacken, Buggelenk und Ellenbogen verbinden.
- Rumpf, Wirbelkette, Rippen und Brustbein verbinden.
- Becken, Hinterhand, Hüft- und Kniegelenk verbinden.
- Und am Ende: die drei Bereiche als Ganzes vernetzen.
Jede Bewegung geht durch den gesamten Körper und wird in Bewegung umgesetzt. Passiert das in einem Gelenk nicht, entstehen Stau und Lärm.
AtemSensopathie
Sie passiert im Stand des Pferdes und ist damit die Ergänzung zur BewegungsSensopathie. Hier kommen wir den feinsten Themen auf die Spur — und lösen sie. Über die feine Bewegung des Zwerchfells lässt sich genau feststellen, wo das Pferd keinen Bezug zu sich hat: in welcher Muskelschicht, ob in Sehnen, Faszien oder Organen.
- In die Tiefe der Zwerchfellbewegung eintauchen.
- Dysbalancen lösen und integrieren — und erkennen, woher sie kommen. Wo sie auftauchen, ist selten bis nie die Ursache.
- Raum und Struktur schaffen: Ist in der Muskulatur Raum, können Blut, Nährstoffe und Nervenbahnen fließen.
- Die Bewegung des Zwerchfells in viele Körperteile bringen — Wirbelkette, Hinterhand, Hüfte, Knie, Schulter, Hals, Nacken, bis hinunter in die Hufe.
- Harmonisieren: Mensch und Pferd sind links und rechts nie gleich ausgeprägt. Auch deine rechte Hand berührt anders als deine linke. Darum gleichen wir die Bereiche gegeneinander aus.
Das bewegt nicht nur den Bewegungsapparat, sondern auch Lunge und Organe. Ein gutes Mittel gegen Husten, zur Kolik-Prävention — und um ein Trauma nach einer Kolik oder nach langem Husten zu überwinden.
Qi Gong
Du lernst, in dir selbst Ruhe zu finden — und diese Ruhe auf das Pferd zu übertragen. Du lernst, die Schwingung des Pferdes zu erkennen: ob es zu wenig Erdung hat, zu viel, oder ob der Fluss gestört ist.
Du kannst dich sichtbarer machen — und dich ebenso in dir zurückziehen und unsichtbar werden. Du wirst feiner mit dir selbst, und kannst dadurch feiner handeln. Das tut Mensch und Pferd sehr gut.
Von der Berührung zur Verbindung
In Modul 1 haben deine Hände gelernt zu hören. Jetzt kommt dazu, womit du eigentlich arbeitest: deine eigenen Faszien, deine Aufmerksamkeit, deine Intention. Und du hast inzwischen Übung — deshalb gehen wir hier deutlich weiter in die Tiefe.
Deine Faszien als Werkzeug
Du lernst, deine eigenen Faszien zu kontrollieren und bewusst einzusetzen. Mit ihnen arbeitest du dann an den Faszien des Pferdes:
- Raum geben
- Struktur geben
- Verklebungen lösen
- Vernetzen
Mehr sehen durch mehr Kanäle
Du bekommst zusätzliche Möglichkeiten, dein Pferd wahrzunehmen — und das Pferd fühlt sich auf mehreren Ebenen gesehen. Das verstärkt eure Verbindung. Und es lässt dich sehr viel klarer erkennen, wie es deinem Pferd gerade geht.
Medical Qi Gong
Blockaden und Dysbalancen lösen — punktuell, mit einer speziellen Qi-Gong-Technik. Und, was entscheidend ist: das Ergebnis anschließend über Strukturarbeit in der Bewegung speichern. Auch in den Organen.
Dazu kommt Qi Gong für das Pferd und seinen Besitzer: dich und dein Pferd über verschiedene Elemente erden — und vieles mehr.
Neurokugel
Zuerst beobachtest du die Neurokugel in dir selbst. Dann zeigt dir die Neurokugel im Pferd die feinsten Verbindungen — Vernetzung auf feinstofflicher Ebene.
KaZen — Kalibrieren und Zentrieren
Was das Nervensystem für die Mitte eines Gelenks hält, ist selten die Mitte, die das Gelenk tatsächlich hat. Solange die beiden nicht zusammenfinden, weicht das Gelenk aus — bei jedem Schritt. Über deine Hände und deine eigenen zentrierten Gelenke findet es zurück in seine Mitte, ohne dass du es dorthin bewegst.
Nie ein Gelenk allein. Es müssen immer alle mitgehen — und vor allem die gesamte Wirbelkette.
Ein Gelenk, das allein in seiner Mitte steht, während alle anderen es nicht sind, ist kein Fortschritt. Es ist ein neuer Fremdkörper. Deshalb lernst du hier von Anfang an, in Systemen zu denken statt in Einzelteilen.
Neue Griffe, größere Tiefe
Du lernst weitere Grifftechniken, mit denen du Blockaden löst und tiefer vordringst, um Disharmonien aufzulösen. Über Griffe aus dem Yan Shou Gong kommst du in die Tiefe des Körpers und findest den Ursprung eines Themas — statt nur die Stelle, an der es sich zeigt.
Berühre die Muskelfasern. Unterscheide die Faszien. Und berühre auch diese.
Muskeln, Sehnen, Faszien, Gelenke: Raum geben oder strukturieren? Du lernst zu spüren, was gerade wichtig ist. Hier gehen wir sehr viel weiter ins Detail als in Modul 1 — es gibt noch viel zu entdecken.
Über das Zwerchfell in den ganzen Körper
Durch die Atmung und die Bewegung des Zwerchfells sollte sich eigentlich der restliche Körper mitbewegen. Das ist oft nicht der Fall, weil Blockaden im Weg stehen.
Das Ziel: dass sich dein Pferd allein durch seine Atmung ständig bewegt.
Dann werden alle Gelenke, Sehnen und Faszien auf sehr sanfte Art in Bewegung gehalten und ausbalanciert — den ganzen Tag, ohne dass jemand etwas dafür tun muss.
Blockaden lösen
Über sanfte Berührungen der Sehnen und Faszien an Fesselbeinen, Röhrenbeinen und weiteren Zentren löst du Blockaden im Bewegungsapparat und in den Organen. Zuerst im Stehen, später auch im Gehen.
Das lernst du auch am Menschen — damit du die Erfahrung selbst machen kannst und besser nachvollziehst, was im Pferd passiert.
Wer hier richtig ist
- Pferdebesitzer, die ihr Pferd nicht nur versorgen, sondern verstehen wollen — und selbst etwas tun können, statt zu warten.
- Trainer, die spüren wollen, was sie sonst nur sehen — und die Ursache dort suchen, wo sie tatsächlich liegt.
- Therapeuten, Physio, Osteo, die ihre Arbeit in der Bewegung verankern wollen, damit sie hält.
- Hufpfleger, die wissen wollen, wie der ganze Körper auf ihre Arbeit reagiert.
Vorkenntnisse brauchst du keine. Was du brauchst, ist die Bereitschaft, dich auf die Bewegung einzulassen.
Der nächste Termin ist der richtige Anfang
Du bist unsicher, ob die Ausbildung zu dir passt? Ruf einfach an — das Beratungsgespräch vorab ist kostenlos und unverbindlich.
Du willst die Arbeit erst einmal an deinem eigenen Pferd erleben, bevor du sie lernst? Dann ist der Einzeltermin am Pferd der einfachere Einstieg.