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und Sensopathie von Roland Pausch

Der Gleichgewichtssitz in Fakten

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 Fakten über den Gleichgewichtssitz

 

Fakt : Rückentätigkeit – der auf –und abgewölbte Rücken

Fakt : die Wichtigkeit des Sitzes

Fakt:  Zu Gast auf dem Rücken des Pferdes

Fakt : Der Unterschiedliche Sitz im Ramener und im Rassembler

Fakt : Gleichgewichtssitz

Fakt : Sitz des Reiters

Fakt : Das Becken bewegt sich

Fakt : Hand und Becken

Fakt : Die Rückenentlastung durch den Reiter

Fakt : Die Aufgabe der Hand

Fakt : Selbstversuch Gebiss

Fakt : Das Gebiss für Gebisslos-Reiter

Fakt : Die richtige Wirkung des Maules mit Gebiss

Fakt : die Hand

Fakt : Individuelle Sitzhilfe

Fakt : Der feste Sitz

Fakt : untersetzende Hinterbeine

 

Fakt : Rückentätigkeit – der auf –und abgewölbte Rücken

Der Rücken der keine Rückentätigkeit aufweisen kann, kann auch nicht über die Wirbelmuskulatur hochkommen (aufwölben). Er ist dauernd der schädigenden, niederdrückenden Wirkung des Sitzes ausgesetzt. Ist das Pferd auseinandergefallen, ist die Last des Reiters am größten (Reiten am Kappzaum – Gebisslos)

Ein Pferd dagegen mit einem tätigen Rücken hat gelernt, den Rücken auch unter der Reiterlast aufzuwölben und sich aus der Beckenbewegung des Reiters, neue Impulse für den schwungvollen Schub aus der Hinterhand zu holen.

 Fakt : die Wichtigkeit des Sitzes

Ist das Pferd an dem Punkt der Rückentätigkeit angelangt, können sich alle aktiven Hilfen auf den Sitz konzentrieren.

Vom stärksten bis zum kürzesten Galopp – vom starken Trab bis zur Passage hängt der Schwung des Pferdes von der Beckenbewegung des Reiters ab, der sich in die Beckenbewegung hineinfühlen kann.

So bildet sich das Pferd unter dem Reiter am spielendsten und sichersten weiter.

Durch steigende Belastung der Hinterhand bekommen die Gelenke der Hinterbeine immer mehr Arbeit und erweitern dadurch Dauer und Grad der Trage –und Schwungfähigkeit.

Fakt:  Zu Gast auf dem Rücken des Pferdes

Auf den ursprünglichen Pferderücken wirkt die Belastung durch den Reiter erst mal senkend. Sie verhindert oder erschwert die Rückentätigkeit, aber auch das Untertreten der Beine.

Deshalb muss der Reiter immer die Entlastung des Rückens durch die Stärkung der Wirbelmuskulatur anstreben.

Denn sonst stellen wir zwei entgegenlaufende Forderungen an das Pferd: Wir fordern das Pferd zum Untersetzen der Hinterhand auf und verhindern sie gleichzeitig durch die niederdrückende Einwirkung auf den Rücken durch die Reiterlast

 Fakt : Der Unterschiedliche Sitz im Ramener und im Rassembler

Für den derzeit vorherrschenden Ramener- Reitstil der das Pferd aktiv beizäumt, im passiven Tragesystem. Dem Reiter der durch diese Beizäumung das Pferd in einem Gleichgewicht zu halten versucht, ist der Gegenhalt – das „Kreuzanspannen“ und das „Halten“ des Maules natürlich sehr wichtig.

Daraus entsteht ein Reiter in „Haltung“ in einer festgehaltenen Form, mit der ein Eingehen in die Bewegung nicht möglich ist. Die Zügel und das Gebiss des Reiters sind beim Ramener extrem wichtig, denn der Reiter muss in jedem Moment sein Pferd in der Aufrichtung kontrollieren können. Je höher die Anforderungen an das Pferd sind, desto mehr Widerstand dagegen wird das Pferd aufbringen und desto kraftaufwendiger ist das natürlich für den Reiter. Aus diesem Grunde ist eine Auswahl an beizäumenden Gebissen und Hilfszügeln entstanden, die das Pferd in der Beizäumung halten sollen. Die Auswahl an scharfen Gebissen, Kandaren und anderen Zwangsmaßnahmen ist riesengroß. Aber – jede stärkere Maßnahme wird das Pferd mit einem Hochnehmen des Kopfes oder einer Störung der gleichmäßigen Körperbewegung negativ quittieren.

 Ist das Pferd im Rassembler geritten, schwingt der Reiter mit seiner Beckenbewegung nicht nur in die Beckenbewegung des Pferdes mit ein, nein, er reitet es mit der Bewegung des Beckens, mit dem Körper als Sitzhilfe. Dabei braucht er die Zügel, am Ende der Ausbildung fast nicht mehr – das Pferd befindet sich in einer Selbsthaltung – die Zügel haben lediglich einen leichten, aber konstanten Kontakt zum Pferdemaul. Der seidene Zügel entsteht.

Fakt : Gleichgewichtssitz

Im Gleichgewichtssitz finden sich alle Hilfen, die der Reiter braucht. Wenn man aus dem Sitz den Schwerpunkt verlagert vor, zurück, rechts, links – dann ändert sich auch der Schwerpunkt für das Kräftesystem Reiter – Pferd im gleichen Sinne, und das Pferd verstärkt, verkürzt seinen Gang, wendet recht wendet links.

Die Gewichtshilfen kommen beim Gleichgewichtssitz an erster Stelle, weil sie vom Pferd instinktiv befolgt werden können.

Grundprinzip ist aber, das das Pferd mit seinen vier Beinen ausbalanciert ist, das es nicht etwa das Gewicht seines Rumpfes vom Zügel tragen lässt.

Das Hauptziel ist die Rückentätigkeit des Pferdes, bei der sich das Pferd ruhig und losgelassen unter dem Reiter bewegen kann und der Reiter im Schwerpunkt sitzen kann, mit einem Gleichgewichtssitz der unabhängig von der Hand ist.

 Fakt : Sitz des Reiters

Die einzige naturgemäße und darum wichtigste Reiterhilfe ist die Sitzhilfe.

Deshalb findet das Pferd unter dem ruhigen Gleichgewichtssitz des Reiters das Pferd seine losgelassene Balance wieder. Es kann mit beweglichem Rücken und schwungvollem Nachtreten der Hinterbeine leicht zusammengeschoben werden. der gute Reiter sitzt ruhig, fast untätig auf dem Pferde, man sieht dem scheinbar stillen, in Wahrheit äußerst wirkungsvollen Sitz nicht an, das auch der Reiter seine losgelassene Balance gefunden hat.

Die anmutigsten Bewegungen sind eben am schwersten zu erlernen.

Fakt : Das Becken bewegt sich

Der Gleichgewichtssitz entsteht aus der Beckenbewegung des Reiters – mit der Beckenbewegung kann er den Oberkörper immer wieder in den Schwerpunkt bringen. Jede Abweichung der Schwerpunktlinie bedeutet eine Störung für das Pferd. Das kann auch eine so kleine Bewegung wie das Kinnvorstrecken, die eine Ausgleichbewegung für eine runde oder unbewegliche Brustwirbelkette ist, sein.

Die feinen unmerklichen durch das Becken vermittelten Schwerpunktpendelungen bringen das sogenannte „Mitgehen des Reiters“ mit dem Pferde zuwege. Damit wird das Reiterbecken zum wichtigsten Regulator des Ganges.

 Hält also der Reiter mit der stehenden Hand das Pferd im Tempo fest, verändert sich durch die Wirkung des Systemes Reiter-Pferd der Schwerpunkt nach rückwärts. Die „ursprüngliche“ Haltung und Aufrichtung wird nicht verändert, sondern das Verhältnis der Belastung von Vorhand und Hinterhand ändert sich. Die Reaktion auf solche Einwirkungen ist eine naturgemäße, allerdings nur wenn der Pferdekörper sich zwanglos und losgelassen hingibt.

Fakt : Hand und Becken

Das Becken fixiert die Spannung und die Balance des Rückens und der Hinterhand, wie die Hand des Reiters in gleicher Weise  die Vorhand.

Beide vereint in ihrer Tätigkeit halten das Pferd in der Versammlung.

 Solange das Pferd derart elastisch eingerahmt ist, sollte der Reiter auch geschmeidig und weich, dem Tempo und dem Spannungsgrad entsprechenden Druck, aufnehmen und einsitzen.

 In starken Gangarten muss der Reiter mit mehr Beckenbewegung weich federn. Ist der Druck an der Hand in durch einen geringen Gang ( z.B. Piaffe ) weniger, so kann auch die Beckenbewegung geringer sein, bis sie schließlich in minimalster Spannung gleichsam auf der Lauer liegt.

 So kann das Becken je nach gegebener Situation seine Wirkung verändern. Durch diese Fähigkeit wird die Beckenbewegung zum wichtigsten Regulator des Ganges.

 Fakt : die Rückenentlastung durch den Reiter

Bis die Rückentätigkeit beim Pferd entstanden ist, also bis die Muskeln der Kronenlinie miteinander arbeiten, muss man unbedingt das direkte Bohren mit dem Sitz vermeiden. Um den Rücken des Pferdes frei zu machen, muss das Becken des Reiters gleichseitig sehr betont in seiner Kippung sein. Die heutigen Tiefsitzersättel lassen diese elastische Beckenbewegung oft nicht zu – ein bohrendes Einsitzen mit angespanntem Rücken entsteht.

Fakt : Die Aufgabe der Hand

Das Pferd benutzt die Hand nur zum Abstoßen

Die Hand des Reiters und das Gebiss bekommen eine vollkommen neue Aufgabe und Sinn.

Schon bei der Bandscheibenmassage vom Boden aus fällt allerdings den meisten Reitern die neue Aufgabe der Hand – nämlich nichts zu tun, sehr schwer. Die Hand mit dem Gebiss steht einfach da, und gibt der Rückenlinie einen Rahmen.

 Bei passiver Hand und völlig überlassener Halsstellung wird sich das Pferd um so leichter auf die Hand einstellen, je weniger wir das Maul manipulieren und die Nase heranziehen wollen.

 Jedes Zusammenziehen auf der Vorhand (Beizäumen) – jedes Zusammenstellen in die Tiefe – jedes absichtlich in der Vorhand, Richtung Schulter zu tief belastete Pferd, jede Behinderung des Maules durch Riemen verschlechtert die Versammlungsfähigkeit ( Balance) und damit das erforderliche Maß des auf- und abwölbenden beweglichen Rückens.

 Fakt : Die Hand tut nichts, absolut nichts – die Finger tun

Erst die ruhige, gegenstehende Hand erlaubt die gleichseitige Beckenbewegung, die dann das Hochkommen des Rückens und das Untersetzen der Hinterbeine erzeugen können.

Der Reiter bekommt mit seiner ruhig und leicht getragenen Hand eine bessere Fühlung mit dem Maul (verbessertes Herantreten an den Zügel) der Unterkiefer wird sich an den Hals leicht anlehnen, wobei die zwischenliegende Ohrspeicheldrüse zur Speichelabsonderung gereizt wird, was ein natürliches Kauen im Pferde erweckt. ( Beginn des Sich-Abstoßens)

Die Eigenbewegung der Reitershand reicht zur elastischen Reglosigkeit. Die Finger können klimpern um die Verbindung immer weich aufrecht zu erhalten.

Somit ist die Passivität der Hand das A und O

 Fakt : Selbstversuch Gebiss

Legen sie ein aufgestelltes Messer in Höhe eines dem waagrechten Arm entsprechenden Regales. Und legen sie die Finger locker auf den Messerrücken.

 In den ersten fünf Minuten werden Sie versuchen die ungewohnte Stellung durch Verschiebung und Schiefstellung des Körpers zu tragen, aber der Schmerz des Unterarms, wird, wenn man diesen zur Stütze fest auf das Messer legt, noch größer, sehr bald aber wird der Schmerz in den Muskeln so groß, daß Sie willig das Messer in die Finger bohren lassen, weil es der geringere Schmerz ist, und weil sie sonst den Arm nicht mehr halten können. Sie stützen sich ab.

 Wenn das Pferd keine Tragemuskulatur des Halses hat, benutzt es auch relativ schnell das Gebiss als Stütze. Wenn es sich nicht „tragen“ kann, braucht es diesen Abstützpunkt. Das Gebiss wird sich in die Maulspalte drücken.

Das Pferd wird das Maul öffnen, um diesem Druck auszuweichen. Der Sperriemen verhindert zwar das reinbohren, aber das Pferd kann dem Druck noch nicht mal mehr ausweichen. Es muss sich mit dem anhaltenden drückenden Schmerz arrangieren. Das Pferd schützt sein Maul, und macht sich fest.

Je tiefer die Halsstellung des Pferdes ist, desto weniger Rumpfträgermuskulatur hat es entwickelt, und desto weniger kann das Pferd dem bohrenden Druck entgegenhalten.

 Ich glaube, das Beispiel macht deutlich, wie unendlich wichtig es für das Wohlbefinden des Pferdes ist, seinen Hals zum Tragen vorzubereiten.

 Fakt : Das Gebiss für Gebisslos-Reiter

Beim Selbstversuch Gebiss haben wir gesehen, wie wichtig es ist dem Pferd in seiner Reit-Ausbildung einen tragfähigen Hals auszuformen, und aus dem passiven Tragesystem herauszuholen. Das geschieht durch das Anheben der gesamten Rückenlinie, aber auch durch die Entwicklung der Rumpfträgermuskulatur . Das heißt, wenn wir von einem tragfähigen Hals sprechen, muss die ganze Obermuskulatur miteinander verknüpft sein.

Das geht aber nur wenn alle Wirbel elastisch sind, ganz besonders aber die Begrenzungen – also die Genickwirbel und das Kreuzbein.

 Eine Gebisslose Zäumung erzeugt keine Beckenkippung, das Pferd bleibt im passiven Tragesystem – und somit kann es die Rumpftägermuskeln nicht entwickeln. Ein Pferd kann erst wenn es in das aktive Tragesystem gebracht worden ist, Gebisslos geritten werden, ohne mit Schädigungen zu rechnen.

 Viele Reiter reiten ihr Pferd Gebisslos ohne dem Pferdekörper die Möglichkeit der  Tragfähigkeit gegeben zu haben. Die Reiterlast und die Überlastung der Muskeln wird zu einer mehrfachen Überbelastung des Pferdekörpers. Zu sehen, an herausstehender Wirbelkette, angespannten Iliosacralgelenke, verklebten Schulterblättern und scharfer Kruppe.

 Die „Schonung“ des Pferdemaules hat zu hohe Konsequenzen für das Pferd.

 Wichtig: Die Ramener Beizäumung arbeitet in erster Linie mit dem Maul. Deshalb ist mir die Reaktion mit einer Gebisslosen Zäumung verständlich. Mit dem BewegungsLernen gibt es eine Alternative ohne die Nebenwirkungen für den Körper und Psyche.

 Fakt : Die richtige Wirkung des Maules mit Gebiss

Kann das Pferd seine Wirbeln und Bandscheiben mehr Raum geben, wird das Pferd mit dem einfachen Trensengebiss im Maul es ganz natürlich finden sich leicht an das Gebiss anzulehnen. Wenn dann ein leichter momentaner Widerstand mit dem Gebiss ausgeübt wird, wird es sich verkürzen, denn mit dem Zustand des tätigen Rückens ist das Pferd für die leichtesten, nur andeutenden Zeichen zugänglich.

 Der Reiter kann also durch ein leicht vermehrtes Spannen der Finger dem Pferd ein momentanes Zeichen geben, den Gang zu verkürzen, ohne den Hals als Hebel benutzt zu haben. Ist der Erfolg da, spannen sich die Finger wieder ab und der Hals lehnt sich wieder leicht an das Gebiss an.

 Wenn der Reiter nun noch leicht mit dem Schenkel treibt, wird das Pferd verkürzt aber schwungvoller treten, der Schwung ist nach vorne durch das Gebiss eingefangen und wirkt nach aufwärts, denn zugleich wird die Last mehr von der Hinterhand aufgenommen. Nach einiger Zeit hält das Pferd die neue, mehr rückwärtige Belastung als seine natürliche – die Bewegung hat sich verändert.

 Dabei bleibt das Gleichgewicht der Beine erhalten, und die Losgelassenheit wird bewahrt, zugleich werden das schwungvolle Vorwärtsgehen und das biegsame Aufnehmen der Hinterhand durch die Förderung der Federkraft des Hinterbeines stetig verbessert.

 Fakt : die Hand

Das Pferd verlangt Zeit, die Muskeln der Vorhand selbstständig zu formen. Wird es durch zu starke, seinem Empfindungsvermögen nicht angepasste „Zügelhilfen“ in eine „Haltung“ hineingedrängt, so entsteht aus der angespannten Halsmuskulatur Schmerz, der bei temperamentlosen Pferden Auflümmeln auf die Hand und krampfhaftes Festhalten des Gebisses erzeugt, bei temperamentvollen Pferden ein zurückschrecken vor der Anlehnung, aber auch Aufregung und Verzweiflung vor allem wenn das Maul durch zusätzliche Riemen zugemacht wird.

 Auch ein aktives Lösen des Genicks würde dieselben Auswirkungen im Maul hervorrufen. Bei ungelösten Halsmuskeln darf die Hand nie wirklich gegenhalten. Im Gegenteil, solange das Pferd die Halsmuskulatur nicht freiwillig aufwärts ausbreitet, abspannt und sie an der aus eigenem Entschluss aufgesuchten Hand selbsttätig formt, muss sie durch Sitzhilfen, untertreibenden Hilfen, bzw. auch den Sporn ersetzt werden.

Auch wenn die Hand momentan zurückdrückt, weil das Pferd statt unterzutreten, zu viel vorwärts schieb muss sie nach eingetretenem Erfolg in den Fingern entspannen und sofort die Halsmuskeln wieder sich selbst überlassen.

 Bei allem was die Hand macht, gilt: je weniger die Muskeln und dadurch die Wirbel und Bandscheiben zusammengepresst werden, desto besser.

Das gewährleistet die leichte hohe Hand, weil sie die ganze Wirbelkette durch die Sitzhilfen nicht gegen oder gar über sie hinweggeschoben wird.

Man könnte fast sagen, je höher die Hand und je weniger sie auf das Maul drückt, desto eher kann sich der Hals ausbreiten.

 Fakt : Individuelle Sitzhilfe

Es ist eine absolute Notwendigkeit auch den Sitz und die Sitzhilfen individuell auf das Pferd und seinen körperlichen Zustand zu wählen.

 Beispiel: bei einem Pferd mit aktiver Rückentätigkeit, kann ein leichtes Zurückneigen des elastischen Reiterkörpers zu einem vermehrten Untersetzen der Hinterbeine animieren, denn beim frei beweglichen Rücken kommt die Bewegung bis zum Becken an, und das Pferd wird durch die kleine Belastungsveränderung das Becken aktiver in die Bewegung kippen. Durch die Verlegung des Schwerpunktes nach rückwärts haben wir dem Pferd erlaubt, die Mehrbelastung der Hinterhand durch das entspannte Auseinandergehen der Genick -und Halswirbel auszugleichen. So haben wir jetzt die Muskulatur des Pferdes in einer viel günstigeren Zusammenfügung, als wenn wir den Hals als Hebel benutzt hätten.

 Bei einem Pferd mit einem starren Rücken dagegen wird sich dieselbe Belastungsveränderung vorwärtstreibend auswirken und das Pferd wird mit festem Maul gegen die Hand stürmen..

 Fakt : der feste Sitz

Ist für das Auge oft ganz gut anschaubar – lässt aber die Pferde fest werden. Der Reiter sitzt mit toten, fest in den Bügeln geklemmten Unterschenkeln, fest in der Lende, unbeweglich im Becken und deshalb scharf und bohrend einsitzend.

Dieses Gesäss erstickt jeden Versuch einer Rückentätigkeit im Pferd. Es kann nur gegen diesen festen Sitz treten (die Beckenbewegung des Pferdes wird gehemmt und gebremst),  und nicht unter den Sitz treten und wird wegstürmen.

Gegen dieses Wegstürmen wird die Hand mit dem Gebiss gegensteuern. Aber auch die Reiterhand wird fest sein, weil die festgehaltene Lende wenig Bewegung der Schulterblätter zu lässt. Zu den Verspannungen im Rücken wird das Pferd nun auch Verspannungen im Maul-Genick Bereich haben, und wird von Tag zu Tag fester…

Auch diese Pferde bilden ein Loch hinter dem Widerrist.

 Das Pferd wird die HH hochmachen oder energielos hinterherschlappen.

 Fakt : untersetzende Hinterbeine

Wenn die Bewegung über die Wirbel das Becken erreicht, treten zuerst die Hinterbeine des Pferdes unter die Last des Reiters. Durch diese Belastungsimpulse werden sie zu mehr und mehr zentrierter Lastaufnahme und dadurch Biegsamkeit animiert.

Und je mehr der Reiter in mäßigen Druck belastet, je williger wird das Pferd die verstärkte Biegung annehmen. Und je mehr die Gelenke zentriert belastet werden, desto sicherer federn die Gelenke der untersetzenden Hinterhand. – die begehrte Hankenbeugung kann entstehen.

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