fbpx

BewegungsLernen.com

Bewegte Bewegung

Print Friendly, PDF & Email

241565_453875814666414_1961926518_oAus GEO kompakt:

Als die Menschen noch nicht zwischen Wissenschaft und Mythos unterschieden, als Erkenntnis und Wunderglaube noch eins waren, konnten sie noch träumen. Unter anderem suchten die Alchemisten des Mittelalters nach einem universellen Heilmittel, nach einer Arznei, mit der sich jeder Krankheit besiegen und das Leben verlängern ließe. Vergebens. Das ersehnte All-Heilmittel blieb eine Sehnsucht.

Denn die Welt scheint zu komplex für eine derart simple Lösung – die Körper der Menschen sind zu unterschiedlich, die Krankheiten zu vielfältig.

Und doch: Seit wenigen Jahren beginnen Wissenschaftler zu verstehen, dass es etwas gibt, was dem alchemistischen Wunschtraum erstaunlich nahekommt. Etwas, von dem eigentlich jeder weiß, dass es Leib und Seele guttut: Bewegung

…….und doch ist nicht jede Bewegung gesunderhaltend für den Körper. Denn Bewegung ist nicht gleich  Bewegung.

IMG_7396

Wie viel kann man – wie viel muss man einen Körper belasten? Und wann ist eine Belastung – Überlastung?

Belastung! – Use it or lose it!

Belasten ist in unserer heutigen Zeit ein Un-Wort!

Keiner will belastet sein, und jeder  will entspannt sein – und kaum einer ist es.  Wir entwickeln Maschinen, Computer, neue Ideen und Technologien um uns zu „entlasten“ und  um uns das Leben so angenehm und „belastungsfrei“  wie möglich zu machen.

„Arbeiten“ hat einen negativen Beigeschmack. Alles soll ganz easy gehen und die Belastbarkeit soll gar nicht auf die Probe gestellt werden. Und doch, weil wir brav gelernt haben, dass Sport gesund ist, gehen wir in unserer „Freizeit“ ins Fitnessstudio oder machen Sport. Je extremer desto besser. Was weh tut, ist gut! –  da gehen wir oft bis an die Belastungsgrenze. Dieses Denken übertragen wir sogar auf andere Lebewesen, die uns umgeben. Und da das Pferd unsere Bewegungen teilen muss, muss es  selbstverständlich auch diese „Lässigkeit“ (oder körperliche Nachlässigkeit) mit übernehmen.

So entspannen wir auch Pferde entweder zu Tode, oder wir züchtigen sie beim sportlichen Denken zu extremen, extrem belastenden Bewegungen. Nur – Die besten Medikamente können eine schlappe Rückenmuskulatur nicht ersetzen…..

So hat der Körper verlernt zu funktionieren! So elementar einfache, ursprüngliche Dinge wie Stehen, Gehen oder Laufen bekommen wir nicht mehr so hin, ohne das es für den Körper zu einer „Belastung“ wird. Und da das Pferd in unserer Obhut ist, bekommt es das Pferd auch nicht mehr hin.

Wie der Körper lernen kann, und wie das im BewegungsLernen umsetzt wird, lesen Sie in „Formen des BewegungsLernens“

Und doch muss der Organismus eines Lebewesens 24 Stunden arbeiten um zu funktionieren. Sein Verbündeter ist dabei das Stresssystem des Körpers, dass alle Organsysteme hochfahren kann. Muskeln, Stoffwechsel und natürlich das Gehirn aktivieren kann. Denn bei allem gilt: Use ist or lose it!

Belastbarkeit beschreibt die Balance zwischen Aktivität und Regeneration, ohne Anzeichen von Überbelastung zu entwickeln. Denn der Körper steht immer unter einem gewissen Stress, ohne den die Lebensvorgänge erlöschen würden. So sprechen Forscher sprechen nicht mehr von positiven und negativem Stress, sondern von kontrolliertem und unkontrolliertem Stress.

Wie schön, leicht und einfach wäre es, den Körper beim einfachen Stehen, Gehen und Laufen zu trainieren. Sich in der Alltagshandlung leicht zu bewegen. Dem Körper so belastungsfrei zu belasten um ihm zu  ermöglichen, dass er 24 Stunden am Tag belastungsfrei funktionieren kann. Den Alltag mit dem Studio vertauschen? Ja, das geht…..

Der Mensch und das Pferd kann Bewegung wieder lernen. Bewegungen die im Alltag stattfinden.

Denn dann hat der Körper  bei Belastung eine ganz besondere Überraschung parat.: Ein eingebautes Reparaturset für Muskeln und Gelenke, durch das der Körper selber sogar einen geschädigten Organismus in den Griff bekommen kann. Wie? – durch Belastung.

Bei der Frage warum das so ist, werden wir von der neurobiologischen Forschung tatkräftig unterstützt.

Sobald Muskelfasern in Bewegung kommen, schicken sie Tausende von Stoffen aus, die anderen Organen, Geweben und Zellen Befehle übermitteln. So fordern die Muskeln den ganzen Körper heraus – und treiben ihn dazu, sich permanent zu erneuern.

Jede Bewegung stimuliert die Muskeln selbst, sich zu verändern und unter dem Einfluss ihrer Botenstoffe werden sie im Training größer und stärker  – damit verändert sich die Gestalt des gesamten Bewegungsapparates.

Weiterhin wirken die Muskeln über die Sehnen auf die Knochen ein. Das stabilisiert die Stützen des Körpers und macht sie wiederstandsfähig um nicht allzu leicht zu zerbersten. Denn wie die Muskulatur werden Knochen aus Zellen gebildet – und die repariert und erneuert der Körper, sobald sie belastet werden.

Bewegung bewirkt, das das schützende Polster in den Gelenken erhalten bleibt. Das Spiel der Muskeln dafür das Gewebe zu stärken, das die Gelenke umhüllt. Sie können sogar Schmerzen in den Gelenken und rheumatische Entzündungen lindern. So beugt die richtige Bewegung für ein gesundes Altern vor.

Wie Gelenke, wenn sie richtig belastet werden sogar regenerieren können, lesen sie unter „Gelenken“

 

Alles verbinden

So muss der heutige Körper von Wirbeltier“ Mensch und  Wirbeltier Pferd seine größte evolutionäre Errungenschaft – seine Wirbelkette – erst wieder lernen, so biegsam einzusetzen, das „alle“ Bewegungen mit der „Mutter der Bewegung“vernetzt werden. Und so die Belastung für einzelne Regionen, Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder verteilt werden –  Für ein belastungsfreies Bewegen, das leicht und schwungvoll ist.

Das BewegungsLernen  lehrt:

  • den Menschen wie aus alltäglichen Killerbewegungen, wie Treppensteigen oder Kistentragen mit Bewegungsfreude sehen kann.
  • den Pferdekörper, wie aus der ungesunden Überbelastung Mensch eine gesunderhaltende Belastbarkeit wird.
  • Und er lehrt den Reiter, das nur aus dem Erlernen der spannungskontrollierten Alltagshaltung  aus dem belastenden „Killersitz“ der Reitersitzhaltung ein „Körpergespräch“ mit dem Pferd entstehen  kann.

Dann werden auch sportliche Unternehmungen, und sogar extreme Turniere, oder Wettbewerbe für Mensch und Pferd zur Herausforderung an denen der Körper wachsen kann.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Wie der Körper lernen kann, und wie das im BewegungsLernen umsetzt wird, lesen Sie in „Formen des BewegungsLernens“

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.