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The 8 Connections – Basic Version by Roland Pausch

  1. Die Wirbelkette in der Drehung
  2. Die Wirbelkette in der Frontalbewegung
  3. Die Wirbelkette in der Seitwärtsbewegung
  4. Die Kreuzung der Kräfte – Verbindung von Wirbelkette und deinen 4 Kugelgelenken
  5. Synchronisiere dich und deine 4 Kugelgelenke – Schritt für Schritt im Gleichklang
  6. Brust- und Lendenwirbel – Beweglichkeit, Organe und Angstfreiheit
  7. Struktur in deinen Faszien
  8. Standfest Mittelpunkt stehen – symbolisiert das Gleichgewicht von Kraft und Stille

 

The 8 Connections – Basic Version by Roland Pausch

Diese Version ist eine Wiederholung der wichtigsten Übungen aus dem 2-Tages-Kurs „Reparier dich“.
Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Stufen der Arbeit mit den 8 Connections.
Für die erweiterten Versionen brauchst du ein feineres Körperbewusstsein und zusätzliche Kenntnisse in deiner inneren Wahrnehmung.
Aber schon mit dieser Basis-Version wird dein Körper – bei regelmäßiger Anwendung – einen deutlichen Sprung nach vorne machen.

  1. Die Wirbelkette in der Drehung

„Den inneren Drachen wecken“
Die Wirbelkette ist pure Kraft – dynamisch, beweglich, voller Energie. Sie ist nicht zerbrechlich, sondern gemacht, um dich zu tragen und zu bewegen. Erst wenn wir sie fixieren oder „gerade machen“, nehmen wir ihr die Lebendigkeit, die sie stark macht.
Sie ist die Basis deiner Bewegung, der Ausgangspunkt deiner inneren Dynamik.
Ideal, wenn du viele Gelenke und Knochen bewusst beobachten und in der Drehung einzeln wahrnehmen kannst, um sie dadurch im Körper zu vereinen.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt. Also: Lächle! 😊

  1. Kopf
    b. Hals
    c. Brustbein
    d. Schulter
    e. Mittlerer Oberkörper
    f. Taille
    g. Becken
    h. Oberschenkelknochen
    i. Knie
    j. Unterschenkelknochen
    k. Fußgelenk
    l. Fußsohle

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Sonntag ist der Tag der Drehung.
Mache es dir zum Ziel, dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Drehung zu fokussieren.
Aus dem Kurs kennst du bereits viele weitere Möglichkeiten.

  1. Die Wirbelkette in der Frontalbewegung

„Den Strom des Lebens heben – Aufrichtung aus dem Zentrum “
Verbinde dich nach vorn und nach oben den gesamten Körper sowie Erde und Himmel. Wie eine Schlange, die sich wundervoll in jede Richtung bewegen kann. Jede Zehe, zu der du dich bewegst und erhebst, bringt dich in die Kraft. Jede Richtung die du mit deinem Steißbein beginnst, beginnt eine neue Bewegung in dir.

Ideal, wenn du viele Gelenke und Knochen bewusst beobachten und einzeln wahrnehmen kannst, um sie dadurch im Körper zu vereinen.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Steißbein
    b. Schambein
    c. Bauch
    d. Lendenwirbel
    e. Brustwirbel
    f. Halswirbel
    g. Zehen – sie verbinden deine Tiefenmuskeln in der frontalen und lateralen Bewegung der Wirbelkette und machen sie stark und stabil.

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Montag ist der Tag des Hochkommens.
Mache es dir zum Ziel, dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung zu fokussieren.
Aus dem Kurs hast du viele weitere Möglichkeiten.

  1. Die Wirbelkette in der Seitwärtsbewegung

    „Den Körper wie Wasser fließen lassen – Balance der Seiten“
    Sie bringt Fluss zwischen links und rechts, löst alte Starre und erinnert deinen Körper an Bewegungen, die er als Kind selbstverständlich kannte und reaktiviert Bewegungsmuster, die im Alltag oft verloren gehen.

    Eine Bewegung, die unser Körper kaum noch macht – deshalb stehen viele seiner tiefen Verbindungen nicht mehr zur Verfügung.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Von oben nach unten
    b. Von unten nach oben
    c. Ohr
    d. Halswirbel
    e. Schulter
    f. Brustwirbel – kurz machen für die seitliche Biegung
    g. Becken
    h. Beine
    i. Fuß
    j. Dann wieder von unten nach oben

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Dienstag ist der Tag der seitlichen Erfrischung.
Mache es dir zum Ziel, dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung zu fokussieren.

  1. „Die Kreuzung der Kräfte – Verbindung von Wirbelkette und deinen 4 Kugelgelenken“
    Öffnet die diagonalen Energiebahnen und bringt Harmonie zwischen oben und unten. Mit einer Bewegung alle Gelenke bewegen und Verbinden.

Diese Übung vereint die wichtigsten Gelenke in der Kreuzbewegung, inklusive Schulter- und Hüftgelenken.
Im Zentrum stehen – auch wenn es zunächst nicht so scheint – die Brustwirbel.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Beginn im Mittelfinger – er leitet die Bewegung ins Handgelenk
    b. Unterarm
    c. Ellenbogen
    d. Oberarm
    e. Schlüsselbein
    f. Brustbein
    g. Brustwirbel
    h. Wieder zum Mittelfinger zurück
    i. Von den Brustwirbeln nach unten zu den Lendenwirbeln
    j. Becken
    k. Beine
    l. Fersen
    m. Von dort wieder aufsteigen – von den Fersen nach oben zu den Mittelfingern

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Mittwoch ist der Tag der Verbindung deiner Wirbelkette mit deinen vier Kugelgelenken.
Fokussiere dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung.

  1. Synchronisiere dich und deine 4 Kugelgelenke
    „Den Weg des Lebens gehen – Schritt für Schritt im Gleichgewicht“
    Integriert Bewegung in Wirbelkette, deinen 4 Kugelgelenken, Ellenbogen und Knie, Hand- und Fußgelenke im natürlichen Rhythmus und bringt dich zum „Vorwärtsgehen“

Für deine Wirbelkette, Arme, Hüften und Meridiane – eine Bewegung, die dem Gehen sehr ähnlich ist.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Die Bewegung beginnt in den Armen und fließt nach unten zur
    b. Schulter
    c. Brustwirbelsäule
    d. Lendenwirbelsäule
    e. Becken
    f. Hüfte

Geht der Arm nach hinten, geht auch die Hüfte nach hinten – und das Knie kommt nach oben.
Übe das vor einem Spiegel und achte darauf, dass die Bewegung tatsächlich so geschieht.
Ein häufiger Fehler ist, dass die Hüfte nach vorne geht, wenn der Arm zurückgeht – das führt zu einer schädlichen Beckentorsion.

Zentrum: die Wirbelkette, die deine Extremitäten über die vier nahegelegenen Kugelgelenke verbindet.

Wenn du mit deinen Händen die Innenseite deiner Arme berührst, streichelst du drei Yin-Meridiane:
den Lungen-, Herz- und Perikard-Meridian (Meister des Herzens).
Die Yin-Meridiane verlaufen auf der Innenseite des Unterarms, die Yang-Meridiane auf der Außenseite.

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Donnerstag ist der Tag der Verbindung deiner Wirbelkette mit Hüfte und Schulter beim Gehen.
Fokussiere dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung.

  1. Brust- und Lendenwirbel – Beweglichkeit, Organe und Angstfreiheit
    „Das Tor des Lebens“ und das „Meer des Qi“ öffnen
    verleiht innere Stabilität, befreit von Angst.
    Während Ming Men die Kraft des Lebens entzündet, öffnet Shanzhong den Raum des Fühlens und der Wahrnehmung. das Leben zwischen Kraft und Bewusstheit entfalten.

    In den Lendenwirbeln haben wir oft die Tendenz, ins Hohlkreuz zu gehen.
    Dadurch entsteht ein Bewegungsstopp und der Fluss kommt zum Erliegen.
    In den Brustwirbeln neigen wir dazu, strukturell zu schließen und uns in Angst zu bewegen.
    Das verursacht nicht nur strukturelle und organische Probleme, sondern kann auch emotionale Zustände wie Angst, Panik oder Bluthochdruck begünstigen.

Diese beiden Bewegungen sind eine Herausforderung – und zugleich ein Prozess.
Hier ist es besonders wichtig: Lächle, wenn du die Bewegung übst!
Habe kein Ziel – dein Ziel ist der Prozess.
Mit jeder Wiederholung reinigst du deine Leitungen und bringst deinen Körper in vernetzte Bewegung.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Wenn die Arme nach vorne gehen, bewegen sich die Wirbel nach hinten.
    b. Wenn die Wirbel nach hinten gehen, bewegen sich die Arme nach vorne.
    c. Wenn die Wirbel nach hinten gehen, entsteht in ihnen Raum.
    d. Wenn Raum entsteht, lösen sich Spannung und Angst.

    Öffnet deinen , Shanzhong (膻中, Ren Mai 17) Tor des Herzens am Brustbein. „Meer des Qi“
    Shanzhong ist das Gegenpol-Tor zum Ming Men:

  • Ming Men – Rückseite, Yin nährend, Yang entzündend
  • Shanzhong – Vorderseite, Yang lenkend, Yin verbindend

Beide bilden zusammen eine Atemachse zwischen Rücken und Brustraum
die Bewegung zwischen Hintertor und Vordertor des Lebens.

Wenn du nach einem körperlichen Pendant in der Brustwirbelsäule suchst, das strukturell und funktionell ähnlich zentral ist wie der Ming Men,
dann liegt das in der Gegend um den 7. bis 9. Brustwirbel (Th7–Th9) – also hinter dem Zwerchfellbogen, dem Übergang von Brust zu Bauch.

Dort treffen sich:

  • die Atembewegung des Zwerchfells,
  • die Rotation der Wirbelkette,
  • die Spannungslinien des Herz- und Lungenraums,
  • und die Faszienzüge nach oben zu Hals und Armen wie nach unten zu Lenden und Becken.

Man könnte also sagen:
👉 Der Bereich Th7–Th9 ist das „Tor der Wandlung“,
wo Atem zu Bewegung und Bewegung zu Empfindung wird.

Während Ming Men die Kraft des Lebens entzündet,
öffnet Shanzhong den Raum des Fühlens und der Wahrnehmung.
Hintere und vordere Mitte bilden gemeinsam die Achse,
auf der sich das Leben zwischen Kraft und Bewusstheit entfalten kann.

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Freitag ist der Tag für Raum in den Wirbeln – für Lösung, Stabilität und Freude.

  1. Struktur in deinen Faszien
    „Den Baum der Stärke nähren – Faszien in innere Schwingung und Kraft“
    Stellt Verbindung zwischen Wurzeln, Stamm und Krone her.

    Erst wenn der Körper eine innere Struktur hat, kann er sich in der Tiefe loslassen und Raum geben.
    Diese Übung stammt aus dem großartigen Yan Shou Gong und ist die erste einer Reihe verschiedener Bewegungsabläufe – mit gutem Grund.

Lächle! Lächeln schafft Raum – Denken verschließt! 😊

  1. Deine Mittelfinger drehen deine Oberarmknochen und führen deinen Körper sanft.
    b. Jede Bewegung aktiviert abwechselnd Vorder- und Rückseite unter leichter faszialer Spannung.
    c. Beobachte deine Zehenballen und Fersen.
    d. Stell dir vor, du stehst auf einem Baumstamm.
    e. Der Baum ist 200 Jahre alt.
    f. Vorn die Rinde ist „jetzt“, hinten ebenso.
    g. Bewege dein Gewicht sanft nach vorn und hinten – mit deinen Mittelfingern.
    h. Dann geh gedanklich ins Jahr 190, danach ins Jahr 180 …
    i. Wandere Jahrzehnt für Jahrzehnt durch die Zeit.
    j. Wenn du in der Mitte angekommen bist, bist du stabil und ausgerichtet.

Versuche, die Bewegung – und die Beobachtung der Bewegung – in deinen Alltag zu integrieren.
Samstag ist der Tag der Struktur – der Tag deiner Faszien.
Mache es dir zum Ziel, dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung zu fokussieren.
Jedes Mal, wenn du wartest oder stehst, greife nicht zum Telefon – strukturiere dich.
Mit etwas Übung gelingt das auch im Sitzen.

  1. Standfest im Körper und Geist

    Im Mittelpunkt stehen – Ruhe in Bewegung finden“
    symbolisiert das Gleichgewicht von Kraft und Stille

Mit dieser Übung strukturierst du nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Geist.
Sie gibt dir Sicherheit, Erdung und innere Stabilität –
eine wunderbare Übung zum Abschluss dieser Reihe.

Jeder Tag ist ein Tag, um dich zu strukturieren.
Mache es dir zum Ziel, dich mindestens 30-mal am Tag auf diese Bewegung zu fokussieren.
Immer wenn du wartest oder stehst, nimm dir einen Moment für dich –
ohne Telefon, ohne Ablenkung.
Diese Übung kannst du überall und unbemerkt ausführen.


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Das Tor des Lebens und das Tor des Bewusstseins

In der daoistischen Lehre wird der Punkt Ming Men – das Tor des Lebens – auf Höhe des zweiten Lendenwirbels beschrieben.
Er steht für die ursprüngliche Lebenskraft, die Wärme, das Feuer, das uns von innen nährt und antreibt.
Von hier aus strömt die Lebensenergie in alle Richtungen – nach oben, nach unten, nach innen und außen.

Wenn wir in der Bewegung den Bereich des Ming Men öffnen,
beginnt sich der Körper von innen heraus zu organisieren.
Atmung, Becken und Wirbelkette finden in einen gemeinsamen Rhythmus.

Doch jedes Tor hat auch ein Gegenstück.
Vorne, auf Höhe des vierten bis achten Brustwirbels, liegt das energetische Gegenfeld:
das Tor des Bewusstseins, in der chinesischen Medizin bekannt als Shanzhong (Ren Mai 17) – das Meer des Qi.

Hier treffen sich Atmung, Herzraum und die feine Bewegung des Zwerchfells.
Während Ming Men die Kraft des Lebens entzündet,
öffnet Shanzhong den Raum des Fühlens und der Wahrnehmung.
Hintere und vordere Mitte bilden gemeinsam die Achse,
auf der sich das Leben zwischen Kraft und Bewusstheit entfalten kann.

Strukturell liegt diese Verbindung im Bereich der Brustwirbel Th7 bis Th9
dort, wo das Zwerchfell wie eine Brücke den Atem mit der Bewegung verknüpft.
Es ist der Ort, an dem Bewegung zu Gefühl und Gefühl zu Bewegung wird.

Wenn Ming Men das Tor des Lebens ist,
dann ist dieser Bereich – Shanzhong, Th7 bis Th9 – das Tor des Bewusstseins.
Beide zusammen bilden den lebendigen Fluss zwischen Innen und Außen,
zwischen Tun und Sein,
zwischen Kraft und Stille.

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