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Die Körperlogik

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Was ist Körperlogik?Mensch Fuß nach aussen mit Knie Kopie

Sie wollen einen Nagel in die Wand schlagen? Halten den Nagel mit einer Hand und mit der anderen den Hammer. Nun schlagen sie so gerade wie möglich auf den Nagel. Mit jedem Schlag versinkt der Nagel weiter in der Wand.

Nun eine Herausforderung: Weil ein Leitungsrohr im Weg ist, können Sie nicht „exakt“ auf den Nagel schlagen. Es klappt, aber mit jedem Schlag verbiegt sich der Nagel etwas mehr.

Nun wird jeder Schlag schwieriger.
Schwieriger, weil man den Nagel immer schlechter trifft, man jedes Mal fester draufschlagen muss, da die meiste Energie zur Seite abrutscht.

Das Ende vom Lied ist, der Nagel sitzt schief in der Wand, und Sie mussten viel Kraft aufwenden: Kraft von Ihrem Stand am Boden, über Ihre Schultern und Arme, vom Stiel des Hammers, über seinen Kopf auf den Kopf des Nagels bis zur Spitze des Nagels. Viel Aufwand für ein unschönes Ergebnis.

Mit der Bewegung ist es genauso: Je exakter und je mehr Zugspannungen (Seilzüge) im Körper genutzt werden, desto leichter wird die Bewegung und je schöner das Ergebnis.

 Man hat unglaublich viele Möglichkeiten, eine Schneeschaufel zu schwingen.

Ist es bei Ihnen auch so? Schieben Sie auch mit einer Hand die Schaufel den Gehsteig entlang, während die andere den Schnee hochhebt? Ja?

– Wechseln Sie doch mal die Hand –

Heben Sie die Schaufel immer mit der Linken hoch und kippen dann den Schnee von der Schaufel? Haben Sie schon mal daran gedacht, dass sie dabei die rechte Hand, die hinten am Stiel ist nach unten drücken könnten?
Also, die linke Hand hebt die Schaufel nach oben und die rechte Hand drückt nach unten. Und schon halbiert sich das Gewicht. Fortgeschrittene brauchen lediglich eine Ferse in den Boden zu drücken und durch die Zugspannungen, die der Körper nach dem BewegungsLernen verinnerlicht hat, hebt sich die Hand wie von selbst. Dieses Prinzip funktioniert auch beim Laufen: Sie drücken die Ferse hinter Ihrem Körper in den Boden und der andere Fuß kommt von selbst nach vorn. Das ist BewegungsLernen – effizient und einfach.
Es gibt unzählige Beispiele, wie man eine Bewegung noch machen kann. Was am besten funktioniert hängt nicht zuletzt von der individuellen Körperlichkeit des Einzelnen ab.

Der Körper wird nicht überlastet, Sie halten bei Ihrer Tätigkeit länger durch, die Muskulatur entwickelt sich besser und vor allem ausbalanciert, die Gelenke werden geschont…

 

von Roland Pausch

 

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