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Die „Feder“ des Achilles

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Federfuß Kopie
Die Feder des Achilles!


Die „Feder“ des Achilles


– Das Sprungbrett zur Bewegung – und Bewegungen werden federleicht.

Die Achillessehne ist eine der ersten großen „Bewegungsfedern“ beim Kontakt mit dem Boden.
Eine Feder arbeitet in sich selbst. Bewegen und pflegen wir eine Feder nicht, rosten sie, beginnt zu quietschen, arbeitet nicht. Wird sie jedoch regelmäßig gepflegt und bewegt, erleichtert sie unseren Alltag ungemein.
Eine Kraft die wir nutzen können und vor allem eine, die nicht so schnell müde wird wie unsere Muskeln.

Das Überleben vieler Tierarten ist nur durch die Ausstattung mit funktionierenden Sehnen gesichert. Besonders Fluchttiere sind darauf angewiesen, dass sie wenige Stunden nach der Geburt bereits laufen und flüchten können.
Andere, wie auch der Mensch,  wachsen langsam in der Obhut der Eltern heran, haben eine sichere Unterkunft.

Eines haben Sie jedoch gemeinsam: Egal in welchem Grad sie von ihren Sehen abhängig sind, sie nutzen die federnde Kraft ihrer Sehnen zu 100%, weil sie quasi von selbst arbeiten ohne zu ermüden und wesentlich weniger Energie verbrauchen als zum Beispiel Muskeln.

Wir Menschen sind in der glücklichen Lagen, genug Zeit zu haben, unsere Muskeln zu entwickeln. Bis es so weit ist, haben wir es jedoch oft bereits geschafft, unsere Sehnen zu erschlaffen: beispielsweise durch unbewegliche Kinderschuhe, noch bevor die Kinder überhaupt laufen können. Entstehen dann Probleme beim Laufen, werden in vielen Fällen gleich mal Einlagen verschrieben.
Vor allem in der westlichen Kultur ist es üblich, alles mit Kraft und Anstrengung zu machen. Erst bei Schmerzen oder im hohen Alter beginnen wir zu jammern und versuchen, etwas zu ändern, indem noch mehr Kraft trainiert wird.

 

Die Werkstattmentalität: Mit Tabletten und Operationen wird es schon klappen.

 

Dann heißt das Zauberwort: Kur, Entspannung, Krafttraining, Muskelaufbau…

 

Füße


Unsere Achillessehne ist wie ein Rexgummi oder eine Sprungfeder. Wenn wir den „Rexgummi“ Achillessehne ständig „entspannen“, wieder „entspannen “ und wie man so schön sagt „relaxen“ lassen, wird er seine Arbeit nicht machen können und unseren Körper nicht unterstützen. Sie wird eher einschlafen, andere Muskeln müssen die Arbeit übernehmen und werden überfordert.

Jeder einzelne Schritt beim Gehen, Laufen oder Treppensteigen würde leichter fallen, ohne Anstrengung ablaufen, wenn wir die „Sprungfeder“ in unserer Wade nützen würden.

Die Achillesfeder katapultiert unseren Fuß regelrecht vom Boden weg – wenn wie sie lassen. Der Schwung nach vorn ist dann nicht mehr aufzuhalten.

Beispiel Treppensteigen:

Wenn wir die Ferse hinter jeder einzelnen Stufe in der Luft lassen, die Ferse somit nach unten bewegen, so streckt sich die Feder Achillessehne. Je mehr sie sich streckt umso leichter kommen wir die Treppen hinauf, wenn wir die Feder sich einfach wieder zusammen ziehen lassen. Das Knie hilft mit, die Hüfte hilft mit, und schon „schweben“ wir über die Treppen!
Wie viele, auch junge Menschen, haben bereits Probleme beim Bergauf- oder Bergabgehen.

Lassen wir die Federn in unserem Körper ihre Arbeit machen, dann federn wir leicht und flockig durchs Leben.
P.S.: Mit einem Fersengang funktioniert das selbstverständlich nicht. Unsere Sportindustrie verkauft uns immer noch (für mich grenzt das an fahrlässige Körperverletzung) Schuhe mit Dämpfung. Damit ist gesundes Gehen schlicht und einfach nicht möglich. Der Fuß ist in seiner Bewegung tot. Der tote Fuß hat dann einen negativen Einfluss auf die Bewegungsabläufe der restlichen Gelenke.

Warum gibt es beim Wandern oder beim Sport so viele Verletzungen?

Oft tragen wir Schuhe, die bis über den Knöchel fest verschnürt werden, damit man „Halt“ hat und nicht umknickt. Warum gibt es dann beim Wandern und Sport so viele Verletzungen in Sprunggelenk und Knie wenn uns die Schuhe doch davor schützen?
Ganz einfach: Bis die Information „Achtung wir knicken um“ von der Fußsohle, durch den gepolsterten, verschnürten Schuh zum Gehirn kommt, das Gehirn die Information zum Ausgleichen wieder an den Fuß zurückschickt, ist es schon passiert. Vor allem, wenn wir müde sind. Und wenn mal ein Fuß umknicken will, hält das letztlich auch der Schuh nicht auf.

Wenn jedoch die kleinen, feinen Muskeln der Fußsohle gewohnt sind (dauert übrigens nur wenige Tage) zu arbeiten, wenn sie trainiert sind, wenn die Sehnen und Bänder arbeiten, die Informationen rasend schnell weiter geben, dann knickt man auch nicht in unwegsamen Gelände um und schon gar nicht auf geradem Boden.

Läufer können ein Lied davon singen:

Sehr häufig wirkt sich bei Läufern die stillgelegte Achillessehne in Krämpfen und Überlastung der Waden und Schienbeinmuskulatur aus.

 

Beispiele für eine festgehaltene Achillessehne:


Hier ein Beispiel in dem der Fuß stark nach außen gedreht ist, zwar nicht über die Zehe abrollt – aber die Achillessehne dadurch zu keiner Bewegung kommen kann!

von Roland Pausch

 

 

 

Meine persönliche Schuhempfehlung:

Barfußschuhe mit gratis Paar Zehensocken bei voycontigo

 

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