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Zeit für Veränderungen

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Zeit für Veränderungen – die Dehnungshaltung

Manche Reitausbilder, halten immer noch eisern an dem Wunschglauben und der Vorstellung fest, dem Pferd bei der Dehnungshaltung oder dem Vorwärts-Abwärts was Gutes zu tun. Gut ist sie einzig und allein für den Reiter – denn indem wichtige „statische“, also Muskeln, die das Pferd dringend zum Aufrichten braucht, bewusst weich gemacht werden ( oder wie es genannt wird „Entspannt“ werden – denn das hört sich doch gleich viel netter an – impliziert es dem Reiter, dass er dem Pferd etwas Gutes tut) wird das Pferd bewusst in eine abhängige Haltung an den Menschen geformt, und dem Pferd damit jegliches körperliches Selbstbestimmungs- Recht genommen.

 

Wie konnte es dazu kommen?

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Foto aus Feine Hilfen 01 – Artikel Körperlogik von Monika Buhl

Diese „Ausbildung“ bei der das Pferd seine Sinne nicht mehr nutzen darf, macht eines – es macht das Pferd für den Reiter hilf-und willenlos.

Deshalb ist der Beliebtheitsgrad der Dehnungshaltung bei unerfahrenen Reitern und Reitanfängern extrem hoch, und trotz gesundheitlicher Schädigungen ungebrochen. Ein Pferd in dieser Haltung hat den Status eines Hundes angenommen, mit dem man Kunststückchen machen kann, und den Menschen damit zufrieden stellt.

Aber auch professionelle Reiter, die ein Pferd „anpacken“ können, wissen es zu schätzen, wenn das Pferd so wenig wie möglich Widerstand gegen die Praktik, den Hals des Pferdes am 7. Halswirbel hochzubiegen, entgegenbringt.

Dieses hochbiegen – die mechanische Methode um ein Pferd in eine perfide Art der Aufrichtung zu bekommen – ist eine festgehaltene „Haltung“, daher der Name. Alles was im Körper festgehalten ist, ist verspannt – und nicht, wie der Reiter gerne glauben würde -entspannt. Der Mensch pfuscht wieder einmal in das Wunderwerk der wechselseitigen Muskelkontraktionen hinein, und stört das empfindliche Gleichgewicht und damit die Balance des Pferdes. Von Entspannen keine Spur.

Das Pferd entspannt ca. 23 ½ Std. am Tag in dieser „entspannten“ Haltung, dem „passiven Tragesystem“, mit dem es frisst, schläft und auch in langsamen stockenden Fressbewegungen über die Wiese geht.

Zum Menschen tragen ist das passive Tragesystem untauglich, der Pferdekörper muss für die neuen Bewegungsreize systematisch vorbereitet werden, denn der Pferdekörper ist von seiner Bauweise nicht als Lastenträger (Reiter!) geschaffen worden.

Also muss der Reiter, wenn er sein Pferd mit Gewicht belasten möchte, die entsprechenden statischen Muskelformationen schaffen – das „aktive Tragesystem“.

Bildnachweis (9)
Ramener in Reinkultur von Ludwig Koch – Der Mensch herrscht über das Pferd, er richtet das Pferd über dem 7. Halswirbel manuell auf – er biegt den Hals hoch, das geht nur wenn die Halsbasis „weich“ ist.

Etikettenschwindel

Den Pferdekörper so umzuformen, dass die Muskeln ein anderes Bewegungsmuster bekommen, das das Pferd sich in sich selbst aufrichten kann, was nichts anderes heißt als das die Muskeln das Skelett langsam in eine andere Form bringen, und das Pferd sich „tragen“ kann – das dauert. Und deshalb haben Ausbildungen früher auch Jahre gebraucht. Das ist mit der heutigen Methode, in der die Pferde schon 3 oder 4 jährig geritten! vor Prüfkommissionen vorgeführt werden, nicht vereinbar.

Der Mensch erleichtert und verkürzt sich die schonende Ausbildungszeit, zwingt das Pferd in eine gesundheitsschädigende „Haltung“ und nennt es „Entspannung“.

Wie die unterschiedlichen „Aufrichtungen“ entstanden sind, lesen sie in Rassembler gegen Ramener.

 

 

 

 

 

von Monika Pausch

 

Deutschland: Monika und Roland Pausch • Schlossstrasse 9 • D- 74889 Sinsheim/Ehrstädt • Tel.: 0049 7266 911 740 • Mobil: 0049 151 619 58 339 • Mail: info@bbewegungsausbildung.de
Österreich: Firmenanschrift: Pausch & Buhl Körperlogik Gnbr • Monika und Roland Pausch • Radau 47 • A- 5356 St. Wolfgang im Salzkammergut • Tel.: 0049 151 619 58 339 • Mail: r.pausch@gmx.at • ATU68157200

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