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Das Biomotorische Trainingsseminar

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Das Biomotorische Trainingsseminar

Das Biomotorische Training –  eine Gleichgewichts- und Koordinationsschulung für die Selbsthaltung des Pferdes

Der erste Tag: Das Reiterrückenseminar – unterstützen sie die Bewegungen ihres Pferdes mit ihren
biomotorischen Bewegungen – die passende Körperschulung und Einstimmung für den Menschen.

Als Pferdebesitzer möchten Sie natürlich, dass ihr Pferd zufrieden und gesund durch Leben geht. Sie möchten auch dass sich ihr Pferd unter Ihnen schön und harmonisch bewegt. Und die Bewegungen weich, rund, sicher gut koordiniert und im Gleichgewicht sind.  Dieses Seminar ist deshalb sehr gut geeignet,  wenn man die Motorik des Pferdes verbessern oder verändern und dabei trotzdem eine direkte Beeinflussung der Bewegungsentwicklung des Pferdes vermeiden möchte.

Mit den Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers können Sie sehr viel dazu beitragen. Denn vor allem anderen, beeinflusst die Art und Weise, wie SIE ihren Körper beherrschen, wie „verlässlich“ sich dann die Beziehung zum Pferd gestaltet. Der Teilnehmer dieses Seminares ist deshalb gerne bereit, bei sich und seinem Körper anzufangen, denn er weiß, dass das Pferd den Mensch als Vorbild braucht, aber er weiß auch, inwieweit die Bewegungsentwicklung des Pferdes von ihm und den Bedingungen seines Körpers abhängt, damit er selbst angemessen auf die körperlichen Signale des Pferdes
reagieren kann.

Der Teilnehmer weiß, das er nur mit der Qualität der gemeinsamen körperlichen Verbindung, das Pferd durch seine Entwicklungsstufen begleiten kann, und das das spielerische Erreichen der biologischen Bewegungsgrundlagen  für eine tragfähige Beziehung viel besser dazu geeignet ist, als das erzieherische Erlernen von künstlichen Bewegungen, bei der das Pferd zu Leistungen getrieben wird, die es nur unsicher, mit falscher Koordination und nur auf Initiative des Menschen durchzuführen fähig ist

„Bewegen lässt sich nicht befehlen, aber miteinander teilen“.

Sie entdecken durch die Bewegungsvielfalt des Reiterrückenseminares das Wesentliche der menschlichen Bewegungskoordination, um ihre körperlichen Fähigkeiten zu einer biologischen Bewegung zu entwickeln, bei der Sie  so viel mehr Gestaltungspielraum ihres Körpers erhalten. Aber Sie werden auch sehen, wie sie diese Körperschulung – auch wenn es eigentlich eine  Einstimmung
für dieses Seminar ist – überall sonst mit „Erfolg“ einsetzen und damit auch alltägliche Belastungen müheloser bewältigen können, ohne sich auf eine aktive, mechanische Muskelkraft verlassen zu müssen.

Ihr Körperausdruck – die Grundlage für Orientierung und Vertrauen

Im Reiterrückenseminar geht es vor allem um die Entwicklung ihres Körperausdrucks – und vor allem der ihrer Hände. Sie werden feststellen, wie eingeschränkt ihre Möglichkeiten bisher waren und verstehen damit ihr Pferd besser, wenn es SIE bisher nicht verstanden hat. Sie erweitern damit ihre persönlichen körperlichen Voraussetzungen und zusammen mit ihren bisherigen Bewegungserfahrungen erweitert sich ihr Körperausdruck. Und – sie bekommen einen „Überblick“ über die vielen körperlichen Möglichkeiten, die in ihnen angelegt sind und nur darauf warten, um die vier Grundbedürfnisse des Pferdes wahrnehmen zu können.

Der zweite Tag: Zurück zu den Wurzeln – die biologischen Grundlagen zur Bewegung

An drei Tagen zeigt ihnen das Seminar ganz konkret mit seinen vielen praktischen Anregungen,  Unterweisungen und dem nötigen körperlichen Rüstzeug, wie sie mit den Leitlinien des Biomotorischen Trainings,  das Pferd durch seine Entwicklungsstufen hindurch in die Biologischen Grundlagen seiner Bewegung begleiten können – bei der es um die Qualität seiner Bewegungen, ihre Tiefe, und die Koordination von groß- und feinmotorischen Bewegungen geht. Sie freuen sich über  entstehende Bewegungsdetails und schaffen die Bedingungen zum Üben dieser Bewegungen.

Mit den neuen Möglichkeiten ihres Körpers muss das Biomotorische Training nicht direkt in Bewegungsentwicklung des Pferdes eingreifen, sondern kann  dem Pferd konsequent eine FREIE BEWEGUNG ermöglichen. Indem die Teilnehmer die Initiative des Pferdes respektieren, entwickelt sich ein anderes Verständnis und Geduld, und  jene Ruhe und Gelassenheit, die dem Menschen einerseits
Selbstsicherheit ohne Angst und Drängen ermöglicht, und andererseits klare Grenzen setzen lässt, da, wo es für das Sicherheitsempfinden und die Bewegungsentwicklung des Pferdes notwendig ist.

Bedingungen, die „freie*“ entbundene Bewegungen ermöglichen

Der Teilnehmer lernt dabei vor allem, wie er auch bei den unscheinbarsten Handlungen des Pferdes, das „Bereitsein“ des Pferdes abwarten muss, damit das Pferd in seine Biomotorik kommen kann. Manchmal erscheint diese Zeit, die wir dem Pferd zugestehen, bis es biomotorisch – also mit seiner Eigenwahrnehmung – verstanden hat, was wir von ihm möchten, ungewöhnlich lang, und doch ist sie kurz im Vergleich zu der Zeit, die wir aufwenden müssen, wenn wir gegen den Willen des Pferdes etwas erreichen wollen. Die Beziehung zum Pferd vertieft sich so von selbst, wenn das Pferd durch entsprechende „Aufgaben“ Lust an seinen eigenen Bewegungen bekommt.

Die „freie*“ Bewegung erlaubt dem Pferd nicht nur ein freies-sich-Bewegen in Eigenwahrnehmung, sondern vermitteln durch die gleichzeitigen Begrenzungen auch Schutz und Geborgenheit: das heißt, eine Welt die überschaubar ist – und mit der es sich auf seine Bewegungen konzentrieren kann. Das zeigt sich an der spontanen, selbstständig ausgeübten Aktivität. bei der die Bewegung von Kopf,
Hals, Gliedmaßen und Rumpf immer freier wird.

Deshalb wird dem Pferd im Biomotorischen Training ermöglicht, das der Mensch weder „regelt“ in welche Position das Pferd kommt, und sich darin bewegen soll, noch in seine Symmetrie korrigierend eingreift und damit die Bewegungsfreiheit verhindert. Biomotorische Bewegungen können sich nur entwickeln, wenn wir fortwährend für freie* Bewegungsmöglichkeiten sorgen und damit die Bewegungslust des Pferdes erhalten. Die Richtungswechsel, die eine freie Bewegung des Genicks benötigen, sind wertvolle, die Rumpfmuskulatur und den Gleichgewichtssinn entwickelnde Übungen. Es wäre daher nicht richtig, sie zu verhindern.

Beobachtung und Verständigung

Im selben Maße, wie der Teilnehmer die Empfindungen des Pferdes beobachtet und wahrnimmt, lernt er die vier Grundbedürfnisse des Pferdes immer besser kennen. Das Pferd wird ermutigt, sich zunehmend differenzierter mit und durch seine Körper mitzuteilen. Mit der „biomotorischen Grundeinstellung“ des Menschen, geht deshalb der biomotorische Umgang weit über die Bewegungsentwicklung von biologischen Bewegungen hinaus.

Die biomotorischen Bewegungen bewähren sich auch bei Pferden, die sich bis dahin kaum normal entwickeln konnten, vielleicht sehr verletzungsanfällig sind oder bei denen wir erkennen müssen, dass ihre Ausdrucksfähigkeit verkümmert ist.  Oder auch, wenn künstlich erlernte Bewegungen unselbstständige, ungeschickte, bewegungs- und haltungsgestörte und meistens leider auch Verhaltensgestörte Pferde aus ihnen gemacht haben.

Der dritte Tag: der körperliche Prozess des natürlichen Bewegungsverhaltens beginnt
– die Gleichgewichts- und Koordinationsschulung

Das Seminar  regt an, bisher wenig beobachtete Bewegungsabläufe eingehender zu beobachten,  und ermöglicht es dem Teilnehmer die Signale aus der Perspektive des Pferdes richtig zu deuten, um die Vielfalt und Variationen von biologischen und nicht- biologischen Bewegungen kennen zu lernen, und um rechtzeitig bemerken zu können, was dem Pferd noch schwer fällt. Im Verlauf des
Bewegungsprozesses eignet sich das Pferd neue Bewegungsformen stufenweise an, während es alte Bewegungsformen stufenweise weglässt.

Beobachtungen ohne Interpretationen

Wie bewegt sich ein Pferd über seinen Rumpf? Wie versucht es sein Gleichgewicht zu finden? Wie wichtig ist der Bauch dazu? Welche Voraussetzungen braucht das Pferd um nicht einseitig zu laufen? Mit welchen unscheinbaren Bewegungen bereitet das Pferd sein Gleichgewicht vor und welche Voraussetzungen braucht es zu Gleichgewicht und Koordination? Hat das Pferd Einschränkungen
in den alltäglichen Bewegungsabläufen, durch Ausweichsmuskulaturen, Genickbelastung, Starrheit des Rumpfes, eine Stabilisierung der großen Gelenke etc.

Die geringste Schwerpunktverschiebung stellt für das Pferd eine Gleichgewichtsaufgabe dar. Wir beobachten, wie das Pferd in allen Positionen sein Gleichgewicht übt, und wie wir das Pferd dabei unterstützen können. Anfangs wird sich das Pferd dabei nur selten aus seiner „Haltung“ trauen. Mit zunehmendem Vertrauen zum Menschen aber  immer häufiger und erst wenn sich das Pferd sicher fühlt, spielt es in allen Positionen mit seinem Körper und entwickelt dabei seine Koordination – dieFläche des Rumpfes, auf die sich das Pferd während der Bewegungen „stützen“ muss, wird dabei immer kleiner – und die „Stütze“ der Gliedmaßen immer weniger.

Das Pferd erreicht diese Sicherheit umso leichter, je ungestörter es sein Genick bewegen kann. Deshalb lenkt das Seminar das Augenmerk immer wieder auf die Genickentlastung und wie sie sich auf die Bewegungsmöglichkeiten auswirkt, oder ob das Pferd in einer statischen Position verharren muss. Die Teilnehmer machen die Erfahrung, dass das Pferd diese Entwicklungsschritte zwar selbstständig – also ohne zu frühes Eingreifen oder korrigieren der Entwicklungsvorgänge – durchlaufen muss, das sie dem Pferd aber die benötigte Zeit mit der richtigen Unterstützung dazu gewähren müssen.

Für das Pferd bedeutet das, eine Bewegung so lange auszuprobieren zu dürfen, bis es sich von selbst etwas Neues zutraut. Vermutlich braucht es längere Zeit dazu, als wir ihm bisher zugestanden haben, aber es erfährt seine Koordination nur durch seine Fähigkeiten, aber auch  durch die Grenzen seiner Möglichkeiten und zwar bei jedem Pferd entsprechend seines jeweiligen Entwicklungs- und reiterlichen Ausbildungsniveaus – das ist Biomotorik.

Nicht wann eine Bewegung erreicht ist, wird wesentlich, sonder in welcher Qualität die Bewegung für das Pferd ist. Die Zufriedenheit, der Forschungseifer und die Geschicklichkeit der Pferde lassen die Wichtigkeit einer selbstständigen, angstfreien, biomotorischen Bewegungsentwicklung erkennen. Das Pferd lernt damit die Freude und die Zufriedenheit über seinen Körper und über seine Bewegungen kennen. Damit  kann das Pferd auch  in allen Reiterlichen Bewegungen mit seinen Bewegungsmöglichkeiten experimentieren und auch Schwierigkeiten überwinden.

Der Teilnehmer lernt in diesem Seminar eindrücklich, das Bewegungen, aber auch die Persönlichkeit des Pferdes im Wesentlichen auf der biologischen Grundlage der Bewegungsentwicklung beruhen. Aber auch, was das für das Pferde in seinem Pferdealltag bedeutet und wie wichtig es für den Menschen ist, der selbstständigen Bewegungsfähigkeit des Pferdes zu vertrauen und mit dem Biomotorischen Training dem Pferd zu helfen, diese angemessen zu begleiten.

Inhalte im Überblick:

  • Einführung in die biologische Motorik des Pferdes
  • Die wichtigsten Merkmale der Biomotorik
  • Die bedeutungsvolle Entlastung des Genicks
  • Das Nutzungsverhalten des Pferdes im Wandel und die Auswirkungen
  • Wie Biomotorik mit dem Menschen funktioniert – von der Manipulation zur gemeinsamen Abstimmung
  • Wie sie dem Kampf gegen die eigene Anspannung und Unsicherheit entkommen
  • Von der biomotorischen Führung des Pferdes bis zur Begleitung
  • Wie die Biomotorik des Pferdes auch Sie beeinflusst

Themen-Überblick:

  • Hände und Augen schaffen Kontakt (die Biomotorik lebt von dem Zusammenspiel von Körper, Augen und Händen)
  • Handeln statt wirken – Kontakt im Pferdemaul mit Rückverbindung
  • Sie erweitern ihre Handlungsmöglichkeiten – nur wirken wollen, reicht eben nicht.
  • Wie gehe ich mit Widerstand des Pferdes um? Sie lernen mit „Widerständen“ und Emotionen des Pferdes umzugehen.
  • Wie kann ich den Einsatz meiner Hände und Finger noch besser gestalten?
  • Wie kann ich lernen, dem Pferd immer besser sanfte Grenzen zu setzen
  • Wie kann ich sicher sein, dass die Biomotorik ankommt und Bewegungen biomotorisch angenommen werden?
  • Welche „Haltung“ brauche ich? Wo sind meine Stolpersteine, Hürden und Blockaden?
  • Ihre Verständigung und Abstimmung wird klarer, lesbarer und motivierender
  • Wie kann ich das Erlernte schnell im meinen Alltag integrieren
  • Hilfreiche Tipps aus der Praxis für die Praxis

Sie können das Reiterrückenseminar am Freitag einzeln oder das Biomotorische Trainingsseminar als 3-tägige Kombination buchen

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