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BewegungsLernen.com

Reiterrückenseminar Teil I

Reiterrückenseminar Teil 1 ist im Biomotorischen Training Teil 1 enthalten

Beim Reiterrückenseminar begleitet Ihren Körper mit neuen Bewegungsimpulsen zum Biomotorischen Training zur Becken-und Wirbelkettenbewegung, Schultern und Nacken verkörpern.

Als roter Faden zieht sich durch alle Seminare für
den Menschen die Betonung der Wirbelkette durch.

Der Schwerpunkte im ersten Teil liegen bei:

• der Freiheit für Ihre Schultern und
• der Balance in ihrem Nacken
•  Aufbau des inneren Rückgrates

Die Wichtigkeit Ihrer Schulter

Ihre Hand kann dem Pferd Halt geben, Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Wie das Kind, das sich vertrauensvoll in die Hand des Erwachsenen schmiegt, der es mit fester, ruhiger Hand führt. Wenn das Pferd unsicher ist, ist es dankbar, wenn es der Mensch an die Hand nimmt.

Nur die Hand, die selbst intensiv spürt, kann auf das Pferd individuell eingehen. Die Bewegung der Hand ist dabei minimal und kaum sichtbar. Was wir mit der Hand tun, tut und spürt das ganze Pferd. Deshalb brauchen wir Ihre Schulter. Die Schulter ist deshalb oft festgehalten, weil man den Arm nicht aus der Schulter bewegt.  Ohne es zu wollen und ohne es zu merken, hält man einen Teil der Schultermuskeln und die Körpermuskeln, die die Arme bewegen, in Dauerkontraktion und schließt sie damit aus der Bewegung aus. Bewegt man dagegen den Arm aus dem Körper, bedient man sich der großen, starken Muskeln im Körper.

 
 
Das schlägt sich nicht nur in Rumpf und Nacken nieder, sondern auch in Dauerspannungen  der Hand – und Armmuskulatur. Eine Muss-Bewegung von Hand und Arm kommt weniger aus dem Körper als eine Möchte-Bewegung. Die großen, kräftigen Körpermuskeln werden in Erstarrung stillgelegt, was die kleineren Muskeln an den Armen und Händen überfordert.

Außerdem wird mit schnellen, kurzen, automatisierten Bewegungen aus Hand oder Unterarm, alles übrige festgehalten. Unter Konzentration und Anstrengung spannen wir vor allem die Hand- und Fingermuskeln an – und zwar viel mehr als wir in Bewegung umsetzen können. Dadurch bleibt eine Dauerspannung in den Armen. Die Anspannung ist zur unbemerkten, eingefleischten Gewohnheit geworden, die sich nicht mehr so einfach abstellen lässt.

Durch Anstrengung spannt man die Hand-und Armmuskeln besonders stark an und hält sie angespannt. Diese Anspannung überträgt sich auf die Schulter- und Oberkörpermuskulatur. Wenn man so die Arme bewegt, bewegt man nur im Schultergelenk, hält Schulter und Oberkörper ganz fest. Damit ruinieren wir unsere Muskeln und in der Folge unsere Gelenke.

Eine andere Variante der unnötigen und schädlichen Anstrengung ist die Gewohnheit, bei gebeugten Fingern zu fest zuzudrücken – das wird natürlich beim Reiten ein Problem, gegen den sich das Pferd wiederum mit Spannung im Maul wehrt. Man klammert umso mehr, je mehr man erreichen möchte, und hält dabei auch gleich den Bauch angespannt. Der Klammergriff setzt sich als unnötige Anspannung in den ganzen Körper fort.

Viele halten die Arme seitlich vom Körper abgespreizt. Was als Bewegung guttut, ist als Haltung eine üble Angewohnheit. Das führt auf Dauer zu Versteifungen, denn in dieser Position muss man die Arme gegen die Schwerkraft halten, was ihr Pferd wieder durch ihre Hände bemerkt. Ihre Hände sind viel „weicher“ wenn die Oberarme einfach neben dem Körper hängen. Auch nach vorne ausgestreckte Arme führen zu Überlastungen in den Arm- und Schultermuskeln.

Jetzt wissen Sie warum wir uns so eindringlich um Ihre Schultern kümmern. Ihre Bewegungseinschränkungen an Schultern, Armen und Händen stellen ein Handicap für die Biomotorik dar.  Das wird uns übrigens in Teil 2 auch begleiten, das können Sie dann umsetzen bis in den Teil 3 – wo wir genau diese Fähigkeiten der Hand und Schulter zum biomotorischen Reiten brauchen.

Die Balance in Ihrem Nacken

Am meisten verbreitet sind allerdings die hochgezogenen Schultern. Hochgezogene Schultern sind per se unbeweglich, denn die Trapezmuskeln und die Schulterblattheber sind eingeschränkt. Beide ziehen die Schultern Richtung Ohren – dabei hält man gleichzeitig die Luft an und zieht die Schultern nach vorn. Da die oberen Schultermuskeln die Schultern mit dem Nacken bzw. mit dem Kopf verbinden, kommt es dadurch zum festgehaltenen Nacken.

Wenn ein Nacken festgehalten ist, ist eine Versteifung der Wirbelkette vorprogrammiert. Wir brauchen aber für die Biomotorik des Pferdes einen lockereren einen Rücken der ständig in der Lage ist, sich in seinen Wirbel zu bewegen und nicht einen der in seinen Rückenmuskeln ständig angespannt ist. Eine nach vorn gebeugte Haltung, geht nicht auf eine Schwäche der Rückseite sondern auf eine Verspannung der Vorderseite. Halten wir die Muskeln ständig angespannt können wir viel weniger gut balancieren und werden steif. Für das Pferd eine Falschaussage Ihres Körpers.
 
 
 
von Monika Pausch

Aufbau des inneren Rückgrates

Die Becken-und Wirbelkettenbeweglichkeit begleitet uns durch alle drei Teile des Biomotorischen Trainingsseminares.

Zum Aufgerichtet sein  des Menschen  braucht es ein feines Spiel Ihrer tiefen Muskeln um den Körper in dieser Position zu balancieren – beim Gehen, beim Bewegen – aber eben auch beim Reiten.

Die Wirbelkette und die feine Rückenmuskulatur verändern den ganzen Ausdruck Ihres Körpers, und dadurch die Interaktion mit dem Pferd - eine steife Schulter behindert Sie dagegen genauso wie ein festgehaltenes Becken und mach Sie undeutlich und unklar.

Am zweiten Tag können Sie Ihre neuen Körpererfahrungen in die Biomotorik des Pferdes mit einbringen. Sie werden sehen, wie Ihr Pferd auf Ihr neues Körperbewusstsein mit seinem Körper antwortet. Diese verblüffende Spiegelung ist die perfekte Einstimmung auf das Pferd.

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