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Die Zeichen falscher Körpernutzung

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→ Einführung 
→ Gebisse etc.
→ Beurteilung falscher Körpernutzung
→ Zeichen falscher Körpernutzung
→ Auf die ungünstige körperliche Situation des Pferdes setzt sich nun der Reiter
→ Das „Stellen“ – „Durchstellen“ – Weichmachen im Genick
→ Einschneidende Veränderungen der Bewegungsmechanik

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„Foto aus dem Buch von Ulrike Thiel – Geritten werden, so erlebt es das Pferd“ – Zeichen falscher Körpernutzung

 

Einführung

Mechanische Perfektion bedeutet wenig, wenn sie unter Zwang erreicht wird.  Riegler

Die Bilder von Rollkur, blauer Zunge, verspannten Pferden etc. haben wir alle im Kopf.

Aber wie sehen die Zeichen falscher Körpernutzung im „normalen Pferdealltag“ aus. Das heißt, wo kann der „normale“ Reiter in seinen Verbesserungen ansetzen?

Bildnachweis (9)
Bild von Ludwig Koch – Zeichen falscher Körpernutzung

Immer wieder hört man vom „guten Sitz“ – aber wie sieht eigentlich der „schlechte Sitz“aus?

Und – wenn wir hinter den Spiegel schauen – wie kommt der „schlechte Sitz“ beim Pferd an?

Welche Auswirkungen und Konsequenzen auf Körper und Psyche hat z.B. das jahrelange Ziehen (Stellen) am inneren Zügel?

Möchte der Reiter aus dem Pferd ein Reitpferd machen hat er zwei Aufgaben. 1. die Exterieurmängel des Pferdes in der Ausbildung auszugleichen, denn unglücklicherweise summieren sich Fehlstellungen oder Schiefen im Körper. Und 2. der Last, die der Reiter mit sich selbst in den Sattel bringt, und den Muskel-Organismus Verbund des Pferdes durcheinander bringt, vorzubeugen und so das Pferd auf ihre zukünftige Last vorbereiten.

Ein Widerstand des Pferdes, ist immer ein nicht-können des Körpers. Und ein Zeichen dafür, dass der Körper des Pferdes nicht gut genug vom Menschen vorbereitet war. Die nicht mit Hilfszügeln, und mechanischen Einwirkungen ausgeglichen werden können.

Bildnachweis (9)
Zeichnung von Ludwig Koch – Zeichen falscher Körpernutzung

Das Hauptangriffsziel des Reiters ist das Maul. Mit der Verspannung des Maules kriselt es von Kopf bis Fuss. Und weil der Kauapparat des Kiefers über Muskeln und Nerven mit Gehirn und Wirbelkette verknüpft ist, beeinflusst der mechanische Zwang die gesamte Körperstatik.

Und nicht nur die des Pferdes. Es ist kaum vorstellbar dass ein Reiterkörper dessen Hände mit rhythmisch abspielen, riegeln, dagegen ziehen, runterbinden und durchstellen beschäftigt ist, und dessen unruhige Schenkel klopfen und treiben, eine ruhige Beckenbewegung hinbekommen kann.

Und so beginnt die Wechselwirkung Pferd und Reiter. Und deshalb ist der Indikator, ob ein Pferd gut oder schlecht geht, wie sein Reiter sitzen kann, d,h. wie beweglich sein Becken in die Beckenbewegung des Pferdes eingeht.

Sich als Reiter selbst was vormachen ist billig zu haben, kommt dem Reiter und dem Pferd aber teuer zu stehen. Und so werden die Reiter nicht müde zu betonen, dass sie „alles von hinten“ erarbeitet haben. Dass das Pferd Anlehnung sucht, das die Hand nie rückwärts wirkt, dass man das Pferd im Genick zum nachgeben bringen(zwingen!) muss, dass man keine Ahnung hat, wo die blaue Zunge herkommt, wo doch der Zwangsriemen und das dreifach unterlegte Reithalfter „so“ locker geschnallt ist, wo die Rollkur eine Gymastizierung und die Dehnungshaltung selber vom Pferd gewollt ist.

Der Reiter sollte Gast auf dem Rücken des Pferdes sein, und vielleicht um sein schlechtes Gewissen zu kompensieren, hat er das Vorwärts-Abwärts und die Dehnungshaltung „erfunden“.

Was diese wundersame Haltung, die das Pferd eigentlich nur zum ruhen und zum fressen einnimmt, alles bewirken soll. Haben Sie schon einmal ihre Muskeln beim Fernsehabend in der Couchhaltung trainiert. Eben – geht nicht. Auch beim Pferd nicht.

 Gebisse etc.

Dazu möchte ich an dieser Stelle zu den endlosen Diskussionen um Gebisse, Gebisslos, Halsring, Kappzaum, Westernsättel etc. bemerken:

Das Kriterium und Indikator für die Wahl der „Maulbearbeitung“ muss der bewegliche Rücken mit seinem Einfluss auf die axiale Beckenkippung sein. Diese Überprüfung sollte jeder verantwortliche Pferdehalter seinem Pferd zugestehen und seine persönlichen Vorlieben dahinter anstehen lassen. Wenn diese Beweglichkeit gegeben ist, und sich Tragemuskulatur gebildet hat, werden diese Diskussionen eh unnötig.

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das aktive Tragesystem – in sich aufgerichtet
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das passive Tragesystem – mit dem vorwärts geneigten Körper

 

 

 

 

 

 

 

 

Beurteilung falscher Körpernutzung

  •  Hat das Pferd Tragemuskulatur am Hals aufgebaut?

Der Halsteil der Rumpfträger zeigt uns so zuverlässig wie kein anderer Muskel das Reitsystem eines Pferdes. Er ist der Indikator dafür, ob ein Pferd im aktiven oder passiven Tragesystem geritten ist. Er zeigt an, ob ein Pferd über den Rücken geritten ist oder mit abgesenkter Rückenlinie auf der Vorhand läuft. Der Grund dafür ist, dass die Rumpfträger des Halsteiles nur arbeiten können, oder trainiert werden können, wenn das Pferd seine Halsbasis und seine Rückenlinie anheben kann.

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Die Beurteilungspunkte ob ein Pferd im aktiven oder passiven Tragesystem geht – Die Hals- und Rumpfträger und das Iliosakralgelenk

Der Hals des vorderlastigen Pferdes weist vor dem Widerrist ein „Loch“ auf, das durch die Untätigkeit des degenerierten Muskelns entsteht. Das BewegungsLerenen nennt es auch das Vorwärts- Abwärts Loch. Je mehr das Pferd mit einem beweglichen Rücken gearbeitet wird, desto mehr füllt sich dieses Loch durch arbeitenden Zuwachs dieses Muskels auf.

Weitere  wichtige Beurteilungspunkte:

  • Ist es aus dem passiven Tragesystem in das aktive Tragesystem gekommen?
  • Kann das Pferd das Becken kippen? (unter dem Sattel ist das das Kriterium für einen losgelassenen Rücken)
  • Sind die Iliosakralgelenke überlastet?( Sieht man an den herausstehenden Hüfthöckern)
  • Hat das Pferd seine natürliche Abwärtsneigung, die zu einer Überlastung der Vorhand führt, durch Training der Schulterblätter aufgegeben?

 

Zeichen falscher Körpernutzung

 (Zur Beachtung – die Fotos zeigen Momentaufnahmen – sie sind zur Bewertung gestellt worden)

IMG_7693Das Foto zeigt ein Pferd im Vorwärts-Abwärts, in der Dehnungshaltung. Es wird im passiven Tragesystem bewegt.

• Die natürliche passive Tragesystem-Haltung kennzeichnet sich mit einer  vorne abwärts geneigten Rückenlinie.

• Das heißt, der Rücken ist starr und unbeweglich. Die Wirbelkette berührt  sich zwar nicht in den Wirbelbögen, aber die Bandscheiben auf der  Unterseite der Wirbelkette werden gequetscht.

  •  • Durch diese Bandscheibenkompression kommt die Bewegung nicht bis    zum Becken durch.
  •  • Das Becken ist in einer permanenten Rückwärtskippung.
  •   •Durch den lang gedehnten Zug des Nackenbandes an den      Beckenschaufeln sind die Iliosakralgelenke in einer Dauerspannung.
  • Hinter dem Widerrist ist das Vorwärts-Abwärts-Loch erkennbar.
  • Ohne Tragemuskulatur am Hals wirkt der Hals wie aufgesetzt – ohne Verbund mir dem übrigen Körper.
  • Am Genick drückt durch die gesenkte Haltung das gedehnte (dadurch unelastische) Nackenband auf den ersten und zweiten Halswirbel.
  • Alle vier Gliedmaßen sind steif und federn nicht in den Gelenken.
  • Der Schwerpunkt der Belastung ist an den Hufen ganz weit hinten, es geht quasi im „Fersengang“. Das heißt, jeder Aufprall des Hufes geht ungefedert in den Körper.
  • Die vier Gliedmaßen sind energielos – das Pferd „latscht“ auf der Vorhand.
  • Das Schulterblatt ist verklebt und unbeweglich.
  • Die Hinterhand wird nachgeschleppt.
  • Das Pferd wirkt teilnahmslos, fällt auseinander und macht keinen glücklichen Eindruck

 

 

Auf die ungünstige körperliche Situation des Pferdes setzt sich nun der Reiter

Reiterliche Ein-und Auswirkungen:

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  • Durch die Reiterlast sind die Iliosakralgelenke des starren Rückens in einer noch stärkeren Spannung, einerExtremspannung (sichtbar durch die spitze Erhöhung auf der Kruppe)
  • Die Spannung betrifft auch das Kreuzbein (sichtbar an der Abflachung vor der Schweifrübe)
  • Der starre Rücken hat keine Auf-und Abwölbung, deshalb sitzt die Reiterin nicht im Pferd, sondern auf dem Pferd. Im Traben wird die Reiterin sich in das Leichttraben retten, weil man auf dem festgehaltenen geraden Rücken kaum aussitzen kann.
  • In dieser unbequemen Sitzposition hält sich die Reiterin im Lendenbereich fest, damit ist die Möglichkeit genommen, in eine gemeinsame Beckenbewegung zu kommen.
  • Ohne Beckenkippung schützt die Reiterin sich vor der harten, stoßenden Bewegung des Pferdes, indem sie Lendenbereich und Brustwirbelkette rund macht. Dadurch rutschen automatisch die Beine hoch.
  • Die Beine nutzen ihr jetzt nicht, um sich losgelassen im Sattel auszubalancieren deshalb hat sie die Steigbügeln zu kurz.
  • Die Reiterin trägt die Hände nicht, deshalb ist sie in den Schulterblättern fest, oder andersrum gesagt: weil die Schulterblätter fest sind, kann die Reiterin die Hände nicht tragen.
  • Die festgehaltene Arm-Hand-Schulter-Partie puffert die Eigenbewegung der Reiterin nicht ab, die ungefiltert in das Maul geht.
  •  Durch die fehlende Tragemuskulatur des Halses legt das Pferd sich schwer auf die Hand, dem Pferd wird diese Verspannung des Maul/Kiefers noch „erleichtert“ durch den Sperriemen und das Reithalfter. Es hat gar keine Möglichkeit die Verspannung durch Öffnen des Maules zu lösen.
  • Da das Genick nicht der höchste Punkt ist, kann sich das Pferd nicht ausbalancieren – der starre, unbewegliche Hals ist ihm auch keine Hilfe. Unsicher und unglücklich tapst das Pferd ohne sich koordinierend ausgleichen zu können.
  • Läsionen, Verengung der Nervenkanäle, Verwachsungen in den Wirbelbögen und Quetschungen in den Bandscheiben sind die Konsequenz.
  • eingeschränkte Atmung durch Brustkorbverengung, die Schulterblätter, die lose am Brustkorb aufgehängt sind – sind sehr eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit,
  • durch Muskelverspannungen und die eingeschränkte Atmung eine schlechte Herztätigkeit,
  • Stellungsveränderungen der vorderen Gliedmaßen die eine veränderte Hufabnutzung zur Folge haben.
  • Durch den verengten Brustkorb werden Organe gequetscht.
  • Zusammen mit der eingeschränkten Atmung sind die Stoffwechselfunktionen und alle anderen Funktionskreisläufe nicht mehr voll funktionsfähig.
  • Die Wirbelkette ist weiterhin starr – Bewegungen die vorne stattfinden kommen nicht bei der Hinterhand an.
  • Durch die Unbeweglichkeit des Beckens, kommt die Bewegung der Hinterhand aus der Lende und nicht aus den Beckenmuskeln, die inaktiv ist. Die Hinterbeine werden nachgezogen, oder wenn sie „aktiviert“ worden sind, steif wie ein Pendel unter den Körper geschwungen.
  • Daraus entsteht ein wechselseitiges Heranholen der Hinterfüße mit der Hüfte – was wir als Monroe-Gang bezeichnen, und die Kniegelenke extemst überbelastet.
  • Das Pferd muss unter ständiger Kontrolle der Hand gehen. Es ist ein Kampf um das Gleichgewicht von Pferd und Reiter.
  • Auch die Reiterin ist nicht aufgerichtet. Auch sie ist nicht im Gleichgewicht, sind fällt mit ihrem Gewicht noch zusätzlich auf die belastete Vorhand. Ihre Nackenmuskeln sind verspannt.

Der Reiter verstärkt seine „Hilfen“ der Zügel und des Beines – weil er ja merkt, dass sie beim Pferd nicht ankommen. Dabei stabilisiert er sich unmerklich – hält sich in den Schulterblättern fest, spannt die Beine an und wird unbeweglich in der Lende.

Mittlerweile hat sich der Reiter so auf seine „Hilfen“ fokussiert, dass er die Losgelassenheit des eigenen Körpers vergisst. Das Pferd spürt nun keine Beckenbewegung des Reiters mehr – die einzige „Hilfe“ die es zu einem entspannten Reiten animieren könnte.

 

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der „schwache“ Reiter wird nun – weil der Druck zu groß geworden ist, die Zügel loslass

Der „schwache“ Reiter wird spätestens in diesem Moment die Zügel lang lassen, weil er seinem Pferd nicht weh tun möchte.

Das Pferd fällt auseinander, sackt im Brustkorb zusammen, weil die unterentwickelten Rumpfträger das Pferd nicht aufrichten können. Es beginnt regelrecht zu latschen, ohne körperliche Sicherheit, wie Menschen an einem Rollator.

Die Koordination der Gliedmaßen, ist – weil der Reiter nur unter Handkontrolle geritten hat, gestört. Das Pferd auf dem Foto greift sich sogar in die Hufe.

Nachdem das Festhalten des Maules weg ist, ist der Handlungsspielraum der Hinterhand größer geworden. Sie schwingen wie ein starres Pendel nach vorne und belasten damit den Lendenbereich – aber vor allem die Iliosakralgelenke über.

das Becken fällt in einen „Marilyn Monroe“ oder „Enten Gang“ der Reiter wird immer schwerer im Rücken.

Der „starke“ Reiter wird sein Pferd noch mehr unter „Kontrolle“ bringen. Noch mehr Kontrolle bedeutet noch mehr Druck im Maul und noch mehr „mit der Hand aufgerichtete“ Aufrichtung – und noch mehr treiben.

 Das „Stellen“ – „Durchstellen“ – Weichmachen im Genick

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auf dem Foto sieht man, wie sich die reiterliche Aktion des beliebten Stellens im Genick auf das Pferd auswirkt

Das „Stellen“ oder „Durchstellen“ im Genick

Vielen Reitern ist gar nicht bewusst welche körperlichen Konsequenzen das „Stellen“ im Pferdekörper nach sich führt

Die Beckenbewegung ist ein frontales, ein gleichmäßiges Wiegen in den Iliosakralgelenken.

Hüftwackeln oder einseitiges Belasten eines Beines verändert die Statik.

Das Pferd verhält sich in seiner Beckenbewegung – ist gehemmt in seiner Bewegung. Die Schiefe verstärkt sich.

Das Pferd muss die einseitige Bewegung im Maul ausgleichen – es verhält sich im Kiefer, macht sich fest.

Der Reiter „treibt“ einseitig mit den Beinen, durch seine ungleiche Beckenstellung. Die Sitzhilfe ist komplett gestört, und für das Pferd unverständlich.

 

Einschneidende Veränderungen der Bewegungsmechanik

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Der Monroe-Gang – die „Hüften“ werden wechselseitig in die Bewegung gebracht

Durch die Versteifung des Rückens, und vor allem der festgestellten Lende werden die Nervenaustrittskanäle im gesamten Wirbelkettenbereich verengt. Auch Nerven brauchen Platz, die Verspannungen quetschen das Nervenbett (Interface). Die Überstreckung im Lendenbereich mit der Dauerspannung auf den Iliosakralgelenken ist eine Folge davon. –

Das Becken ist festgehalten, bewegt sich nicht mehr, oder vielleicht nur einseitig (Schiefe). Es kann nicht mehr kippend in die Bewegung eingehen, das Pferd wird abwechselnd die Hüfte links und rechts in die Bewegung bringen (Monroe-Gang) – Der Lendenbereich und die Lendenwirbel bekommen eine falsche Drehung. Die Lendenwirbel die eh nur einen kleinen Bewegungsradius haben, dafür die größten Wirbel sind, verwirbeln sich. Manchmal spürbar an herausstehenden Wirbeln.

Durch die Versteifung der Wirbelkette leiden leiden die Bandscheiben, die durch die Quetschung an Höhe verlieren. Besonders belastet sind die Bandscheiben im Bereich des Sattels und im Bereich des 7. Halswirbels, wo die Halswirbelkette im Ramener mechanisch aufgerichtet wird. Durch diese Aufrichtung haben wiederum die Rippen nicht genug Raum.

 

Der Aufbau der Tiefenmuskulatur ist nur möglich wenn die Wirbelkörper eine normale Gelenkbeweglichkeit haben. Durch die Unbeweglichkeit in den Gelenken reagiert immer auch das umgebende Weichteilgewebe. Und natürlich auch die Oberflächenmuskulatur. Die ineinanderarbeitenden Muskelverkettungen sind gestört – es gibt Verspannungsherde.

Eine Muskeldehnung oder Massage ist eine Erleichterung – aber da die Unbeweglichkeit anhält, kommt die Verspannung immer wieder.

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links der Monroe-Gang – rechts die Kippbewegung des Beckens und die zunächst kleine, aber zentrierte Fußsetzung

Die Rezeptoren der Muskelenden geben Rückmeldung über die Verspannungspunkte (Triggerpunkte) – das Gelenk ist gezwungen falsch zu arbeiten, was zu Abrieb (Arthrosen, Arthritis, Spat, Hufrolle etc. führt)

Das Pferd muss bei unbeweglichen Gelenken, den zur Bewegung benötigten Schub aus einer aus Kraft entwickelten Pendelbewegung der Beine erzeugen. Das Pferd macht größere Schritte, im Vergleich zu federnden, elastischen Tritten die mit Beteiligung aller Gelenke gemacht werden.

Bei den harten, großen Schritten geht der Aufprall über die „Ferse“ des Hufes bis ins Gehirn und ist für alle beteiligten Gelenke und den Stützapparat ausgesprochen schädlich.

 

Wenn das Iliosakralgelenk instabil ist (durch Schiefen bedingt, auch einseitig) kompensiert es das Becken, indem es sich nach vorne schiebt. Dadurch verspannen sich Hinterhand, Kruppen- und Rückenmuskeln und die Tiefenmuskulatur wird inaktiv. Durch das Festhalten des Beckens, kann sich der Brustkorb nicht richtig aufrichten, Blockaden in der Brustwirbelkette entstehen und der Brustkorb selber wird zusammengedrückt.

 

 von Monika Pausch

 

Monika Pausch • Schlossstrasse 9 • D- 74889 Sinsheim/Ehrstädt • Tel.: 0049 7266 911 740 • Mobil: 0049 151 619 58 339 • Mail: info@bbewegungsausbildung.de

 

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