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Die Unterschiede zwischen Biomotorik und Biomechanik

.... und warum wir zur Bewegung beides brauchen

Biomotorik bedeutet:

  • Eigenbewegung
  • Tiefe Bewegung
  • Gibt dem Körper wichtige Bewegungsinformationen (intuitive Bewegungen)
  • Wirbelmuskulatur ( ein Sehnengeflecht, das den Wirbeln und Bandscheiben Raum gibt)
  • Aufrichtemuskulatur (die Muskulatur die das Pferd vom Becken her aufrichtet – dazu gehört Psoasmuskulatur, Wirbelmuskulatur, Tragemuskulatur)
  • Rippenatmung
  • Beckenfederung
  • Eigenwahrnehmung
  • Langsamkeit
  • Gleichgewichtssinn
  • Koordination der Gliedmaßen
  • Betrachtet das „Innenleben“ des Pferdes
  • Bewegen mit allen Sinnen
  • Belastungen werden durch Raum in den Wirbeln und Gelenken aufgelöst
  • Lösungen von Störungen durch Änderung des Bewegungsmusters
  • Ganz wichtig für die Biomotorik des Pferdes ist die Interaktion mit dem Menschen

Man könnte auch sagen, Biomotorik ist die Software für den Körper. die Biomotorik unterstützt das Pferd von innen so, das es sich richtiger bewegen kann. Der Lösungsansatz der Biomotorik liegt deshalb im veränderten Bewegungsverhalten.

 

 

 

Biomechanik bedeutet:

  • Funktionen und Strukturen des Bewegungsapparates
  • Bewegungsabläufe
  • Die Anatomie als wichtiger Bestandteil der Biomechanik
  • Zusammenspiel von Knochen, Gelenken und Weichteilen ( Muskeln, Bänder, Sehnen)
  • Lösung von Störungen durch Entspannung oder Dehnung
  • Belastungen werden auf andere Gelenke und Weichteile verteilt
  • Schwung durch schnelle Bewegungen
  • Da sich die Biomechanik auf das Zusammenspiel von Skelett und Weichteilen konzentriert, ist die Interaktion mit dem Menschen untergeordnet: der Mensch kann seine Handlungen durch Technik ersetzen.

Man könnte auch sagen, Biomechanik ist die Hardware für den Körper. Die Biomechanik beobachtet OB sich das Pferd  richtig bewegen kann. Die biomechanische Erklärung von Bewegungsdefiziten kann richtig oder falsch sein, da die Interpretationsmöglichkeiten sehr groß sind, und weil man auch von außen einwirken kann. Der Lösungsansatz der Biomechanik liegt deshalb im veränderten Muskelspiel.

Was wir machen können:
Die Primitivreflexe der Natur mit den Prägereflexen nachspielen, damit der Körper seine Biomechanik selbst korrigieren kann(Primitivreflexe: Bei den Einwirkungen von außen nehmen die Prägereflexe eine Sonderfunktion  ein, die man zwar auch von außen auslösen kann, die aber nur biomechanisch nach der Funktionsweise des einzelnen Körpers wirken, ohne den Umweg über die Muskulatur zu gehen. Sie können dem Körperskelett  eine Position geben, dass er nicht als Ganzes entspannt oder schlaff wird, sondern, dass nur die tiefe Muskulatur und die Bandscheiben entspannt und somit entlastet arbeiten können)

Ein Pferd muss sich problemlos mach oben strecken - nach unten beugen und sich lateral in seinen Rippen bewegen können – sonst müssen wir von einer Bewegungseinschränkung reden.

Das Biomotorische Training bildet das Bewegungsgerüst für das Pferd und ist deshalb nicht nur eine körperliche Unterstützung und Verbesserung. Da der Mensch das Pferd  in seinem Bewegungsverhalten begleitet, kann sich das Pferd Fähigkeiten, Fertigkeiten, Motivation, Wahrnehmung, Gleichgewicht und Koordination leichter aneignen da es sich enger mit dem Menschen verbunden fühlt. Wichtige Bewegungslernverhalten und Entwicklungsprozesse des Pferdes bestimmt deshalb der Mensch mit seinem Körper.

Das Pferd aufs Spiel gesetzt: Das Biomotorische Training soll den Blick schärfen für die körperlichen Bedürfnisse allgemein und insbesondere die des individuellen Pferdes. Es will deutlich machen, welche Entwicklungsräume das individuelle Pferd für seine Bewegung benötigt und dem Pferd die „Freiheit“ geben um eigene Bewegungserfahrungen zu machen.

Der Mensch ermöglicht dem Pferd wieder möglichst viel zu spüren und wahr zu nehmen – das was in den genetisch angelegten Möglichkeiten  in seinem Körper bereits vorhanden ist, und was es mit seiner Sicherheit aus Fohlentagen verbinden kann. So werden die biomotorischen Bewegungen des Pferdes zu Wurzeln, die den übrigen „Aufbau“ des Körpers bestimmen und auf denen sich das Pferd mit seinen Fähigkeiten entfalten kann.

Erkennen wo es fehlt: Biomotorische Marker
Als biomotorischen Marker bezeichnet man in der Biomotorik eindeutig identifizierbare Körperbereiche deren Störungen im Organismus von außen leicht zu erkennen sind. Sie sind Hinweise auf bewegungstechnische Veränderungen im Inneren des Körpers, die sonst gern übersehen werden.

Beobachten ohne zu bewerten: was arbeitet wie?
Dabei können wir herausfinden, wo die Bewegungen im Körper steckenbleiben. Und  wenn wir Beginn, Ursprung und Verlauf einer Bewegung kennen, können wir damit beginnen sie zu verbessern oder Störungen zu beheben.

Und das Tolle ist: am Zustand der Aufrichtungsmuskulatur können wir beobachten, welche Biomotorische Ausnutzung der Körper hat.

Denn: was in der Biomotorik versäumt wird, muss in Therapien und Behandlungen nachgeholt werden.

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