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Die Biomotorik

Willkommen in der Welt der Biomotorik!

Die Biomotorik
Eine biomotorische Gesamtkörperbewegung heißt soviel wie das „Zusammenspiel aller bewegungsbestimmenden Körperteile“.
Ein vernetztes, synchronisiertes Geschehen zwischen Bewegungsanatomie und Wahrnehmung entsteht. Bewegungsempfinden und Körperbewusstsein bilden dazu die Brücken. Eine Biomotorische Bewegung ist nicht auf den Bewegungsapparat allein begrenzt – nicht nur Gelenke, Bänder und Muskeln erfahren eine positive Wirkung. Durch die Biomotorik wird die Durchblutung angeregt und innere Organe werden massiert.

So entsteht Platz und Volumen für eine freie Atmung und die Nervenbahnen können durch den Körper verlaufen, ohne beeinträchtigt zu werden.

Die Biomotorik arbeitet mit den Strukturen des Pferdes, und nicht gegen sie. Sie lässt sich leicht entwickeln und ist für jeden erlernbar.

Die Biomotorik prägt nicht nur die Lebensweise der Pferde, sondern auch die Art und Weise ihrer Gesellschaft zu Artgenossen, insbesondere zu ihrer Familien-Herde und natürlich auch seine Beziehungen zum Menschen – aber sie ist eben auch ein gutes Beispiel dafür, in welchem Maße das Pferd seinen Körper über seine Wahrnehmung formt, und wie sehr unsere Ausbildungen, die wir mit dem Pferd machen, das Produkt eines Entwicklungsprozesses im Körper sind, von der wir oft nichts wissen (oder auch nichts wissen wollen), weil auch wir für diese Beobachtung ein geschultes Auge der Wahrnehmung brauchen – das wir verloren haben.

Die Biomotorik hat die Eigenwahrnehmung als Grundlage. Und Wahrnehmung ist undiskutierbar. Wenn Sie frieren, dann frieren Sie – auch wenn jemand sagt, dass es nicht kalt ist. Es ist ihre momentane Wahrnehmung – und der momentane Zustand ihres Körpers, den sie mit der Wahrnehmung beschreiben.

Deshalb hält es die Biomotorik mit Lessing, der sagte:„Das kleinste Gramm eigener Erfahrung ist mehr wert als Millionen fremder Erfahrungen“

Bewegung und Sinnesempfindung steuern sich wechselseitig. Die Bewegung dient der Eigenwahrnehmung, und die Eigenwahrnehmung der Bewegung.

Eigentlich wissen wir ja, das das Pferd nur das bewegen kann, was es spürt, und nur spüren kann, was man auch bewegen kann. Bleibende Anspannung - also ein Starr- und Engwerden ist mit einem unangenehmen Gefühl des Körpers verbunden. Was die Rezeptoren, die sich an Muskeln, Sehnen und Gelenken befinden, in der Tiefe spüren, und wenn sie einigermaßen nach ihrem „Plan“ funktionieren können, das beeinflusst die Bewegung des Pferdes.

Es gibt eine Menge an Gründen, warum die Wahrnehmung des Pferdes eingeschränkt sein kann. Je mehr „Faktoren“ zusammenkommen, desto schlimmer ist die Wahrnehmung beeinträchtigt.

1. Gewohnheiten
schleichen sich ein, ohne dass das Pferd sie willentlich abstellen kann. Ist z.B. die linke Seite verkürzt – hat das Pferd den Impuls, diesem Spannungsmuster nachzugeben. Die Biomotorik ist so verändert, und das Pferd ist schief. Das Ganze bleibt unkorrigierbar, bis der Mensch die Biomotorik ändert.

2. Verletzungen
Sehr häufig entstehen Verspannungen als Folge von Verletzungen. Das Gewebe der der verletzten Stelle ist verhärtet und undurchlässig für Bewegungen. Die Biomotorik ist verändert.

3. Druck, Stress und Dauerbelastungen
Unter dauerhaft belastenden Anforderungen kommt das Pferd nicht aus seinen Spannungen heraus. Und wieder beginnt ein Teufelskreis. Das Pferd verharrt in seiner eingezogenen Haltung und es verändert sich seine Wahrnehmung und damit seine Bewegungen. Der Mensch muss noch mehr Druck anwenden…die Anspannung löst sich nicht mehr – auch durch Entspannung nicht. Durch die reduzierte Atmung wird das Pferd immer weniger leistungsfähig und ist gestresst.

4. Spiegelung des Menschen
Da das Pferd mit seinen Spiegelneuronen so sehr auf den Menschen reagiert, besonders auf deren Bewegungen und Haltungen ist die Fähigkeit zur Einstimmung ein zweischneidiges Schwert für das Pferd, denn es übernimmt die Spannungsmuster des Menschen und verändert die Biomotorik des Pferdes.

5. Bewegungsmangel
Nicht nur das die Muskelmasse schwindet, wenn sich das Pferd wenig bewegt, es versteift auch und wird immer unelastischer. Jede Art von Ruhigstellung ist für das Pferd schädlich, auch die inzwischen so beliebte Entspannungshaltung – die die Belastung von den großen Muskeln auf die Gliedmaßen verlagert. Das Pferd wird immer steifer, unbeweglicher, weniger selbstbewusst und schließlich krank. Auch da sind die Atemmuskeln extrem eingeschränkt.

6. Ungesunder Sport
Die Dauerspannung im Spannungsbogen widerspricht der Biomotorik. Im Namen der Gebrauchsreiterei soll die Schulter, Bauch- und Gesäßmuskulatur ständig angespannt gehalten werden. Eine feste Bauch- und Rückenmuskulatur soll den Rücken und die Wirbelkette stabilisieren. Durch dieses unsinnige Starrhalten trainiert man dem Pferd geradezu Bewegungs-und Atemeinschränkungen an.

7. Überempfindlichkeit und Übersensibilität
Verspannte Muskeln reagieren überempfindlich auf Sinneswahrnehmungen wie Kälte, Lärm usw. Schon geringe Reize lösen Verspannungen aus, die die Wahrnehmung beeinträchtigen. Das Pferd wird immer unsicherer, nervöser, hektischer und nimmt immer weniger wahr. Und das was es wahr nimmt, lässt es erschrecken und noch mehr verspannen – ein Teufelskreis.

 

Lange hat uns die Gebrauchsreiterei einzureden versucht, dass man die Wahrnehmung des Pferdes wegleugnen kann, aber dank unserer Alltagserfahrungen wissen wir, dass das nicht so stimmen kann. Und die Wissenschaft weiß es inzwischen auch. Warum uns der „Glaube“ an die Wahrnehmung verloren gegangen ist, zeigen wir Ihnen auf dieser Webseite.

Die flüchtige Wahrnehmung!

Die Wahrnehmung verflüchtigt sich sehr schnell und das Selbstverständnis der Eigenwahrnehmung kann weder im Pferdekörper noch im Menschenkörper - durch vielleicht auf den ersten Blick stimmigere und praktikablere – Deutungen des Menschen ersetzt werden.

Von der Biomotorik wissen wir heute vor allem: Sie kann nicht vermittelt werden und ist nicht von außen veränderbar - auch nicht durch eine noch so gute Technik – das heißt, wir können auch den momentanen Zustand des Pferdekörpers nicht einfach verändern,

ohne die Wahrnehmung „mitzunehmen“. Wir können aber den Körper in neue Wahrnehmungen führen, damit er sich anders wahrnehmen kann – das nennt man Wahrnehmungsverschiebung – und genau das macht das BewegungsLernen.

Beim frierenden Beispiel von oben, würde das bedeuten, dass man den frierenden Körper in die Wärme führt – der Körper wird sich allmählich anders wahrnehmen, und die Verspannungen, die der Körper als Schutz gegen die Kälte aufgebaut hat, langsam abbauen.

Mit der körpereigenen Logik der Biomotorik können Sie sich gegen die heutigen, üblichen technischen Ausbildungsmethoden abgrenzen oder die Biomotorik einfach nur dazu nutzen, das Wesen und die eigenen Fähigkeiten des Pferdes zu entdecken, zu unterstützen und zu fördern.

Aus diesem Grund lohnt es sich auch, uralte Erkenntnisse etwas genauer zu betrachten – aus einer Zeit in der Pferde noch Biomotorisch ausgebildet wurden. Im Bewegungswissen beleuchten wie sie aus der Perspektive des nun neu hinzugekommenen Bewegungsanatomischen Wissens näher.

Heute müssen WIR die inneren Orientierungshilfen, die sie in Form von der Familienherde weitervermittelter Verhaltensweisen, und auf die das junge Pferd immer zurückgreifen konnte, ersetzen, mit deren Hilfe das Pferd in der Lage ist, sich mit seinem Körper in der Welt zurecht zu finden. Die ausgeprägten Spiegelneuronen, die angeborenen Primitivreflexe und der Spieltrieb des Pferdes helfen uns dabei. Deshalb ist die innere Struktur, die durch Vernetzung die äußere Struktur formt, auch zeitlebens durch neue Lernerfahrungen veränderbar.

Aus eben diesem Grund kann das Pferd immer wieder neue Bewegungserfahrungen erwerben, sich neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen und neue körperliche Möglichkeiten für seine Weiterentwicklung erschließen. Genau das macht sich das BewegungsLernen zunutze um die körperliche Erlebniswelt des Pferdes nach den Vorstellungen des Menschen zu gestalten.

Nichts von alledem, was wir mit dem Pferd tun, war evolutionär vorprogrammiert – keine dieser Handlungen und „Leistungen“ war von Anfang an in den Pferdegehirnen und in seinem Körper in Form entsprechender Vernetzungen angelegt. All das haben wir erst im Verlauf eines langen, über viele Generationen währenden Entwicklungsprozesses entwickelt und im Pferdekörper verankert. Jetzt müssen wir erst wieder lernen, wie das geht – denn wir haben einen kleinen (200 Jahre) Umweg gemacht, bei dem unsere Pferde oft genug und vielfach auch auf schmerzhafte Weise erfahren mussten und noch müssen, dass wir uns geirrt haben. Und so sind wir heute als Suchende in Sachen „richtiger“ Bewegung unterwegs.

In reinster Form kann man die Biomotorik beim Fohlen beobachten. Spielerisch erkunden sie mit ihrer Biomotorik die Welt und finden schrittweise in ihrem Körper durch Versuch und Irrtum heraus, was wie funktioniert und welche Bewegung sich auf welche Weise als neue Bewegungserfahrung verankern lässt. Helfen können wir unseren Pferden dabei, indem wir ihnen mit dem Biomotorischen Training die für diese spielerischen Bewegungsentdeckungen, erforderliche Freiräume und Möglichkeiten bieten. Und indem wir ihnen mit unserem eigenen Wissen (Bewegungswissen) und Können (Biomotorische Trainingsseminare) dabei behilflich sind herauszufinden, wie es gehen könnte. Als Vorbilder, als Unterstützer, als Ermutiger.

Fragen wir also: Was ist Biomotorik – was ist eigentlich Bewegung für den Körper? Was zeichnet die „richtige“ Bewegung gegenüber anderen aus?

Das BewegungsLernen geht der „richtigen“ Bewegung auf den Grund. Dafür begeben wir uns an die Ursprünge – dorthin wo die Bewegung noch jung und frisch und unverstellt zutage tritt. Wir gehen mit dem Biomotorischen Training in die Kindertage des Pferdes.

Wann wird die spielerische Entwicklung für das Pferd zur Technik?

Wenn es nicht mehr selbst lernen kann. Wenn es ständig unterrichtet und gefördert, aktiviert und wiederholt wird. Wenn der Mensch zum „Spielverderber“ wird. Und vielleicht wenn der Mensch Angst vor der „Natur“ des Pferdes hat.

Wenn eine Technik oder eine Theorie dem Menschen sagt, was gut und was schlecht ist – und der Mensch auf sie hört und sich dem freiwillig unterwirft. Das heißt eigentlich ist es nicht freiwillig– denn wenn das unverdorbene Gefühl, die praktische Logik und die eigene Biomotorik durch die Umwelt, durch Medien und Berater getrübt werden oder wenn es von der Menge gefordert wird, hat die Biomotorik keine Chance zu entstehen.

Wenn der Mensch sich aber bei der Körperentwicklung des Pferdes von Techniken, der Vernunft, von Bewertungen und Strategien, von Theorien und Werkzeugen leiten lässt, ist er immer nur an ein kleines Bruchstück des „Ganzen“ gefesselt. Der Mensch bildet sich selber nur als Bruchstück aus und auch an das Pferd gibt er nur die Eintönigkeit und Monokultur von immer gleichbleibenden Bewegungen weiter. Er wird beim Pferd nie die Harmonie seines Wesens entwickeln und anstatt das Pferd mit dem wahren Gesicht seiner Natur auszuprägen, wird er es zum Abdruck einer Theorie machen.

Biomotorik bedeutet nicht, etwas was schon da ist zu verbessern –
das ist die Aufgabe der Biomechanik –
Biomotorik bedeutet, dem Körper weder zu viel
noch zu wenig Energie zuzuführen,
sodass sich das, was im Körper zusammenpasst
und zusammen arbeiten soll,
sich auch ungestört zusammenfügen und verbinden kann.

Dabei muss der Mensch dem Pferd helfen – und- er muss auch selber der Biomotorik mächtig sein. Denn auch in unserem Körper muss es so zugehen, auch dort können die körperlichen Netzwerke, Kenntnisse und Bewegungserfahrungen nur verbunden und auf eine andere neuartige Weise verknüpft werden, wenn die Energie im Körper weder zu hoch noch zu niedrig ist. Denn dann springt die zweckfreie und absichtslose Eigenwahrnehmung des Körpers an.

Deshalb kann das Pferd während seiner Fohlenzeit auch so viel lernen. Aber eben nicht, indem ihm schon früh Druck gemacht wird und ihm Leistung abverlangt wird, und erst recht nicht wenn es zum „Lernen“ gezwungen wird und ihm vorgeschrieben muss, wie es sich bewegen muss. Das Fohlen sollte sich absichtslos, zweckfrei und unbewusst, ganz von allein bewegen. Die Biologen bezeichnen diesen Vorgang als „sich selbst organisierenden Prozess“.

Mit der Biomotorik beginnen wir zu verstehen, das das Pferd nur Pferd sein kann, und sein in ihm angelegtes Potenzial zur Entfaltung bringen kann, solange es nur vielfältige Gelegenheiten bekommt, auf spielerische Weise seine Bewegungen selbst zu entdecken und zu erproben.

Wahrnehmung und Bewegung haben dabei einen ganz engen Zusammenhang und massiv wichtige Auswirkungen auf die Bewegungsentwicklung. Allerdings sind vielfältige Bewegungserfahrungen eine Grundvoraussetzung für die Biomotorik. Auch bei der Entwicklung von Bewegungen ist die Biomotorik der springende Punkt. Das Biomotorische Training ist eine Wahrnehmungsverschiebung ohne momentane Zustandsveränderung.

Mit der spielerische Ausbildungskunst des Biomotorischen Trainings können Sie das Pferd in seinem Spiel bewahren – es knüpft ein Band zwischen Mensch und Pferd und formiert zwischen Ihnen und Ihrem Pferd den Geist der Zusammengehörigkeit – und bringt so ganz nebenbei den Pferdekörper in seine angestammte Ordnung seines Organismus zurück – sogar bis hin zur spielerischen Reitkunst bei der es dem Pferd möglich ist, sich gleichzeitig verbunden und frei zu fühlen.

Deshalb scheint es nicht nur so, als wäre die Biomotorik dem Pferd ein angeborenes Bedürfnis. Und deshalb lässt sich Biomotorik auch nicht unterdrücken – vorübergehend vielleicht, aber nicht dauerhaft. Die Konsequenzen können wir sehen – das Bodywatching, die Biomotorischen Marker und die Bewegungssensitive Körperbegleitung helfen uns dabei.

Die Biomotorik im BewegungsLernen

 

Das Pferd ist in seiner Biomotorik eingeschränkt, wenn es sein Grundbedürfnis nach Sicherheit und Verbundenheit ebenso verloren hat wie das Bedürfnis nach Bewegung.

Eine Weiterentwicklung des Körpers findet aber nur dann statt, wenn das Pferd in der Lage ist, Bewegungen herauszubilden, was es bisher noch nicht hatte. Und die entstehen – wie übrigens auch alle Bewegungen und kreativen Leistungen beim Menschen – niemals unter Druck. Im Gegenteil – nur wenn das Pferd zwanglos und ohne Forderung mit seinen Körper spielen kann, wenn der Mensch nicht die Ausführung einer Handlung „verlangt“ - kann das Pferd sein körperliches Potenzial entwickeln.

„Normale“ Nerven-Bahnen werden dabei verlassen und stattdessen entstehen weitreichende neue Verknüpfungen über den ganzen Körper hinweg. Immer mehr Teile der „Aufgabenverarbeitung“ des Körpers können dann im intuitiven Modus vollzogen werden. Für das Pferd bedeutet diese im Gehirn fest verankerte Fähigkeit der Intuition eine absolute Stressreduktion, weil sie nur Informationen berücksichtigt, die nun im Körper vorhanden sind, und die dem bewussten Bewegen in seiner Kapazität haushoch überlegen sind. Deshalb braucht der Körper um intuitiv reagieren zu können, eine enorme, gut abgespeicherte Bewegungsvielfalt.

Biomotorik bedeutet nicht, etwas was schon da ist zu verbessern – das ist die Aufgabe der Biomechanik – Biomotorik bedeutet, dem Körper weder zu viel noch zu wenig Energie zuzuführen, sodass sich das, was im Körper zusammenpasst und zusammen arbeiten soll, sich auch ungestört zusammenfügen und verbinden kann.

 
 
Monika und Roland Pausch


BewegungsLernen Pausch
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