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die Bandscheibenmassage

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Wirbelkette seitlich

Die Bandscheibenmassage

 

Die Wirbelkette ermöglicht zum einen Stabilität und Haltunggleichgewicht, zum anderen aber auch die nötige Beweglichkeit, sie spielt eine ganz entscheidende Rolle in der Bewegung. Der ganze Verbund des Rückens trägt dazu bei, auftretende Belastungen so weit es geht aufzuheben: die Wirbelkörper, die Gelenke, die Bandscheiben sowie Muskeln und Bänder.

 

Mit zunehmendem Alter oder durch die Belastungsvorgänge des Reitens kann es bei allen zu Veränderungen kommen. Prozesse, die mikroskopisch klein anfangen, verändern die Funktionalität, bieten aber auch ein hohes Verletzungsrisiko. Ist der feine Austausch, das wechselseitige aufeinander-reagieren dieser Strukturen aber aus dem Gleichgewicht gebracht, kommt es zum Verlust des Haltungsgleichgewichtes des Pferdes.

Auch beim Pferdekörper hat die Wiederherstellung des Haltungsgleichgewichtes Vorrang vor den vom Reiter gewollten Bewegungen.

 

Die Bandscheibenmassage ist eine Aktivierung der Wirbelkettenmuskulatur

Dabei werden die Rücken-und Nackenstrecker aktiviert, denn die aktivierte tiefe Rückenstreckmuskulatur kann die Belastungen der Bandscheiben und der Wirbelkörper verringern.

Muskelverspannungen, Muskelschwächen oder Bewegungsstörungen und Bewegungseinschränkungen können verbessert werden, weil Bänder, Gelenke und Wirbel sensibilisiert werden. Die Bandscheibenmassage minimiert die störenden mechanischen Belastungen des Reitens auf die Wirbelkette und optimiert damit die Körperbalance.

 

Eine exzessive Dehnung schädigt die Bandscheibe – eine forcierte Überstreckung der Wirbelkette schädigt die Wirbelkörper. Eine Dehnung mit Last( Reiter!) kann zu einer Bandscheibenschädigung führen, und eine Kombination von Dehnung und gleichzeitiger Verdrehung (Seitengänge!) und Last ist am ungünstigsten, weil sich die Belastung im Wirbelgelenk konzentriert, und die belasteten Lendenwirbel auch bei stabilisierter Wirbelmuskulatur nur 1-2° Drehung zulassen.

Mit der Bandscheibenmassage findet die Wirbelkette die Normalposition wieder.

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Der Rücken und seine Bandscheiben

Bewegung ist ein Grundprinzip des menschlichen Lebens, aber auch

Wirbelkette front

das des Pferdes – denn der Organismus von beiden kommt nie zur Ruhe – selbst im Schlaf nicht.

Das Hochleistungssystem Körper – von Mensch und Pferd – hat allerdings einen Nachteil: es funktioniert auf Dauer nur, wenn es immer wieder gefordert wird. So bestimmt die Beweglichkeit des Rückens das Bewegungsverhalten, die Gesundheit und die Ausgeglichenheit eines Körpers.

Das „Erfolgsmodell“  Wirbelkette hat sich seit Jahrmillionen von Jahren nur unwesentlich verändert. Die spezielle Form als Federstab ermöglicht dem Menschen den Aufrechten Gang und dämpft damit Stöße. Beim Vierbeiner nimmt es die Stauchung- und Kompressionskräfte der Bewegung auf. Auf diese Weise wird das Gehirn vor Erschütterungen, die beim Gehen entstehen, bewahrt.

Bei der Bewegung der Wirbelkette bestimmen Wirbelbogengelenke die Bewegungsrichtung, während Bandscheiben und Wirbelkettenbänder den Bewegungsumfang begrenzen. Je elastischer die Bandscheiben und Wirbelkettenbänder ( Tiefenmuskulatur ) sind, desto mehr Bewegung kann die Wirbelkette ausführen.

Die Bandscheibenmassage – Feinarbeit für den Rücken

Die Bandscheibenmassage entlastet die Wirbelkette sofort, und verteilt den Kompressionsstress gleichmäßig auf alle Bandscheiben. Mäßige wiederholte Belastungen haben weiterhin einen Aufbaueffekt auf Muskeln, Sehnen, Knochen und Knorpel, denn die Wirbelkette kann sich sehr gut nach dem Prinzip „use it or loos it“ an Belastungen anpassen.

Durch die Ziehharmonika-ähnlichen Bewegungen der Bandscheibenmassage verändert die Wirbelkette leicht ihre physiologisch normalen Krümmungen und erweckt die Bandscheiben mit den pumpenden Bewegungen zu Leben. Außerdem wird die Körperbeweglichkeit durch die Bandscheibenmassage sofort erhöht.

Sobald  die Wirbelkette die neue Beweglichkeit erlernt hat, und den Selbststabilisierungsmechanismus aufgehoben hat, federt sie nur noch leicht in die Bewegung hinein.

Tiefenmuskulatur

Die feinen Muskeln der Tiefenmuskulatur sind eines der wichtigsten Muskeln im Körper überhaupt – und eine der unbeobachtesten. Tief an der Wirbelkette verbinden sie die einzelnen Wirbel miteinander, und bearbeiten somit mit ihrer Eigenbewegung die Bandscheiben. Erstaunlich, dass die einzelnen Wirbel eine relativ kleine Beweglichkeit haben. Erst in der Summe der ganzen Wirbelkette zeigen sie ihre Wirkung, denn die wichtigsten Muskelgruppen der Fortbewegung stehen mit ihr in Verbindung.

Sehr häufig wird die Tiefenmuskulatur als Stabilisierung der Wirbelkette angesehen. Durch den Selbststabilisierungsmechanismus des Körpers hat sie tatsächlich einen stabilisierenden Effekt, der aber zur Gesunderhaltung des Organismus aufgehoben werden muss.

Körperhaltung

Die Körperhaltung des Pferdes beeinflusst die Ausrichtung der Wirbel und somit die Elastizität der Bandscheiben. Bei anhaltender Extension ( Streckung) oder sogar einer Hyperextension ( Überstreckung) werden die Wirbelbögen u. Umständen schmerzhaft näher zusammen gebracht. In dieser Position können auch die Dornfortsätze geschädigt werden. Bei Flexion ( Dehnung) oder Hyperflexion ( Überdehnung) kommt es zu einer hohen Druckbelastung der Bandscheibe. Eine Kombination von Dehnung nach vorne und gleichzeitiger Verdrehung ist am ungünstigsten. ( Seitengänge sollten nur in einer gesammelten Körperhaltung ausgeführt werden)

Bandscheiben leben von Bewegung. Eine monotone Körperhaltung beraubt die Wirbelkette und ihre Bandscheiben den Reizen, für die sie gebaut ist – nämlich zur Bewegung. Eine monotone Körperhaltung führt wie bei allen Geweben auch bei der Bandscheibe zu einer Verhärtung und Athropie. Zusammen mit dynamischer Belastung zur Überbelastung. Denn, schon kleinste Unbeweglichkeiten in den Gelenken der Wirbelsäule verändern den Informationsfluss im Nervensystem und damit die Funktion aller Körpersysteme.

Die Wirbelkette des Pferdes wird, wenn sie federn darf, die aufrechte und schonende Körperhaltung einnehmen, die nötig ist, um mit den Stauchungskräften der bewegenden Gliedmaßen umgehen zu können.

Das gilt übrigens auch für den Reiter. Deshalb ist der häufige Hinweis „ sitz gerade“ genauso falsch, wie das Pferd mit Zügeln und Hilfszügeln geradezu zu befestigen.

Schädigungen der Bandscheibe

Zusätzlich bewirkt die Last des Reiters eine hohe Muskelanspannung an der Wirbelkette. Das automatische aber auch mechanisch herbeigeführte Hochnehmen des Pferdekopfes bedeutet eine enorme Streckung der Wirbelkette.  Auch kurze Belastungen in dieser Belastungskombination reichen aus, um die Bandscheibe zu schädigen.

Und obwohl verteilte Belastungen für die Aufrechterhaltung von Stärke und Gesundheit der Wirbelkette unabdingbar sind, können sich auch wiederholte kleine Schäden summieren und zu einem Ermüdungsbruch führen, da sich die Bandscheiben nur langsam erholen können.

Im Alter verliert die Bandscheibe Wasser und damit die Fähigkeit, Belastung zu verteilen. Als Folge davon, konzentriert sich die Belastung auf eine kleine Fläche, vergleichbar einem Stein im Schuh. Außer – wenn das blutarme Gewebe der Bandscheibe bis ins Alter hin elastisch gehalten wird, so wie mit der Bandscheibenmassage. So hängt auch die Verteilung der Belastungskräfte auf die Lendenwirbelkette ebenso von der Körperhaltung wie vom Ausmaß der Bandscheibendegeneration ab.

Was schadet der Wirbelkette?

  • Schlaffe Körperhaltung – Flexion (Dehnung) belastet die Bandscheibe
  • Gespannte Körperhaltung – Extension (Streckung) belastet die Wirbelbögen
  • Monotone Körperhaltung
  • Unergonomische und große Bewegungen
  • Stabilisierung durch den Selbststabilisierungsmechanismus
  • Verdrehungen der Wirbelkette ( Bei den meisten Pferden ist der erste Halswirbel leicht verrenkt – auch eine Folge des Selbststabilisierungsmechanismus)
  • Ungleichseitige Beckenbewegung, Trittlängen, Fußsetzungen ( auch eine Folge des Selbststabilisierungsmechanismus )
  • Die Degeneration des Alters
  • Die zusätzliche Last des Reiters
  • Belastungskombinationen –  Schlaffe Körperhaltung, Last und Verdrehungen ( z.B. in zu frühen Seitengängen)
  • Ein mechanisches „Festhalten“

 

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