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Das Biomotorische Trainingsseminar

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Das Biomotorische Training bedeutet für das Pferd die angeborenen Wurzeln seiner Bewegung freizulegen und damit „sinnlose“ Bewegungseinschränkungen des Pferdekörpers zu beheben. Dieses Seminar wird ihren Umgang mit dem Pferd verändern, denn Sie erfahren darin, welche Bewegungen die Bewegungseinschränkungen in ihrem Pferd fixieren und wie sie sich von ihnen lösen können…

Das Biomotorische Trainingsseminar

Mit dem Biomotorische Training die Bewegungseinschränkungen des Pferdes beheben

Die Aufgabenstellung des Biomotorischen Trainingsseminares besteht darin, die Belastung des Pferdes in der Obhut des Menschen so gering wie möglich zu gestalten, damit das Pferd sich in vollem Umfang seiner Bewegungsfähigkeit und der Entstehung seiner Selbsthaltung widmen kann, und die Bewegungsunfähigkeit des Menschen nicht noch mit seinen Bewegungen ausgleichen muss.

Der Körper des Pferdes steckt voller Überraschungen: Das Seminar lässt uns eintauchen in eine bisher kaum ergründete Welt der körperlichen Eigenwahrnehmung des Pferdes und zeigt das faszinierende Wechselspiel zwischen Biomotorik, Bewegungen, Bewegungseinschränkungen und wie  sich alle gegenseitig beeinflussen. Und auch was passiert, wenn das fein austarierte Biotop des Pferdekörpers aus dem Lot gerät.

Mit der Sichtweise der Biomotorik, die auf der Grundlage von ursprünglichen, vererbten Bewegungsfähigkeiten des Pferdes fußt, sehen wir die Welt der Pferdebewegungen mit völlig neuen Augen. Sie erstreckt sich auf das ganze Bewegungssystem des Pferdes. Mit dem Biomotorischen Training – das in diesem Seminar gezeigt wird, können wir auf erstaunlich einfache Weise das nutzen,
was die Natur dem Pferd geschenkt hat.

Wieso Bewegungseinschränkungen das ganze Pferd „lahmlegen“ können?

Vor 200 Jahren wäre kein Reitmeister auf die Idee gekommen, sich auf ein Pferd mit einer gebundenen Schulter oder einem festgehaltenen Becken- und Hüftbereich zu setzen und es zu reiten, geschweige denn, die Bewegungseinschränkungen durch zusätzlichen Muskelaufbau im Körper zu „behalten“ und durch Muskelzüge zu binden. Heute tun wir genau das!

Mit aus diesem Grund haben erschreckend viele Pferde Bewegungseinschränkungen. Das beunruhigende ist dabei, das der Mensch diese Bewegungseinschränkungen gar nicht mehr erkennt und das Pferd trotzdem weiterhin sorglos nutzt. Und das, obwohl das Pferd dadurch schwerwiegende Funktionseinschränkungen hat – schädigende Bewegungen sind dadurch zur Normalität geworden.

Bewegungseinschränkungen sichtbar machen – das Erkennen von belastenden Bewegungen

Deshalb ist es uns im Seminar wichtig, dass die Bewegungseinschränkungen des Pferdes für den Teilnehmer sichtbar werden –  möglichst bevor sie im Pferdekörper durch Muskultur verankert werden. Und natürlich auch dass der Teilnehmer erlernen kann, das man die einschränkenden Körperprozesse auch wieder zum großen Teil rückläufig machen kann, und wie man dazu das Pferd
über seine Sinne und seine Eigenwahrnehmung mit seinen Körper und der Umwelt vernetzt. Das alles beinhalten die biomotorischen Übungen des Biomotorischen Trainings.

Für die Bewegungsfähigkeit des Pferdes kann der Mensch sehr viel tun

Die meisten Bewegungsbehinderungen hängen mit den falschen Reaktionen der „Zuliefersysteme“- der Nervenleitungen und des Gehirnes zusammen. Die Störungen beeinträchtigen immer das ganze Bewegungssystem. Das löst Schutzmechanismen aus, die sich in Veränderungen der ursprünglichen Motorik, und mit den Auswirkungen in  der Ausweichmuskulatur oder den immer stärker einbindenden Muskelzügen, zeigt. Diese schleichenden, schädigenden Vorgänge im Körper erkannte sogar schon der Leibarzt des Kaisers Marcus Aurelius – Claudius Galenus, im zweiten Jahrhundert nach Chr. Und nannte sie „Functio laesa“.

Einfache Übungen vermitteln eine neue Perspektive des Zusammenseins mit dem Pferd

Dauerhaft verkürzte, und dadurch fehlbeanspruchte Muskeln schränken die Gelenk- und letztendlich die Wirbelsäulenbeweglichkeit durch eine asymmetrische Belastung massiv ein. Überspannung der Muskulatur ist ein Energiefresser, Unterspannung führt zu Fehlleistungen. Die „richtige“ Grundspannung  entwickelt sich aber nur aus dem totalen Einsatz des ganzen Instrumentariums des Körpers.

Dazu wurde das Biomotorische Training entwickelt, das dem Pferd wieder die optimalsten Bedingungen zur Bewegung verschafft und gerade in unserer künstlichen Welt das nutzt, was die Natur uns schenkt.

Der Erste Tag: Freitag – der Tag des Menschen

Die entstandenen Einseitigkeiten in den Bewegungen des Pferdes wieder neu auszubalancieren, verlangt von Pferd und Mensch buchstäblich Bewegungsfähigkeit, also Durchlässigkeit. Das heißt aber auch sich von lieb gewonnenen Gewohnheiten und von nicht so lieben Bewegungseinschränkungen zu trennen. Allein mit unserer Bewegungsfähigkeit können wir vieles im Pferd in einer gesunden Weise regulieren und ausgleichen, denn wir sind gleichzeitig mit uns selbst und mit dem Pferd verbunden. Das macht uns immer sensibler für die Bedürfnisse, aber auch für die Bewegungseinschränkungen des Pferdes.

Es ist unmöglich die Hände korrekt zu „bedienen“ wenn das eigene Gleichgewicht gestört ist, oder sich immer wieder von allem möglichen – zum Beispiel von den eigenen Bewegungseinschränkungen – stören lässt. Natürlich ist so ein ständiger weicher, fühlender Kontakt zum Pferd  nicht möglich, genauso wenig wie die Wahrnehmung von Bewegungen, die der eigene Körper nicht kennt – deshalb geht der Einstieg in das 3-tägige Seminar über die Körperschulung für den Menschen.

Der zweite Tag: die Bewegungseinschränkungen des Pferdes versus Biomotorik

Teil 1.  Bewegungseinschränkungen sichtbar machen, Störungen erkennen und Beeinflussungen vermeiden

Erst wenn Einschränkungen für den Menschen sichtbar werden, können sie auch vom Menschen erfolgreich gelöst werden. Oft ist sich der Mensch den einbindenden Bewegungen, der Beeinflussungen und Störungen gar nicht bewusst, denen er das Pferd aussetzt. Deshalb ist es wichtig,  dass der Mensch sie erkennt und zusätzliche Belastungen und Einschränkungen in Zukunft vermeidet.

Wenn man dem Pferd bei seinen Bewegungseinschränkungen helfen will, muss man eine Idee davon haben, was wo und an welcher Stelle schiefläuft. Man braucht einen wahrnehmenden Blick für das angeborene emotionale Verhalten des Pferdes, mit dem man die jetzige Bewegungssituation (Biomechanik)besser erfassen kann, die auch die individuelle Bewegungsbiografie  dabei berücksichtigt. Aber natürlich muss man auch wissen wo das Bewegungssystem des Pferdes beeinflussbar und veränderbar ist.

Teil 2.  Biomotorik – um Bewegungseinschränkungen zu beheben,  braucht das Pferd seine körperliche Eigenwahrnehmung

Anders als bei dem „traditionellen Umgang“ der das Pferd zielbezogen beeinflusst, ist das Biomotorische Training eine „situative Führung“ bei der der Mensch nicht nur agiert, sondern reagiert. Wir treffen auf Vorhandenes und passen uns an. So entsteht ein „von-innen-nach-außen-Handeln“, immer mit Blick auf die Beziehungspflege mit dem Pferd. Gemeint ist damit, das eigene Verhalten dem körperlichen „Entwicklungsgrad“ des Pferdes anzupassen.

Die überragende Wichtigkeit der Biomotorik

Ohne Vernetzung mit der Umwelt kann das Pferd nicht überleben, denn nichts geschieht im Körper ohne die Arbeit des Nervensystems. Folglich: wir brauchen die verfeinerten Sinneswahrnehmungen des Pferdes, die nur über die körperliche Eigenwahrnehmung mit dem Körper vernetzt werden können. Allein das Wollen des Menschen reicht dabei nicht aus um das Körpersystem des Pferdes zu verändern – das Körpersystem des Pferdes muss es auch wollen – und dazu braucht das Pferd seine Eigenwahrnehmung, seine Biomotorik.

Die Biomotorik – die Vernetzung im Körper

Für den Ausstieg aus den Bewegungseinschränkungen muss der Mensch deshalb zuerst Zugang zu den Sinneswahrnehmungen des Pferdes finden. Nur dann erfolgen die  Anpassungen  behutsam, weil sie global die Gesamtheit des Organismus erfassen. Ein Pferd das mit seinem durchlässigen Körper seine eigenen positiven Körper- und Bewegungserfahrungen machen kann, ist dann auch aufnahmefähig für die Körperinformationen und die Körperwirkungen des Menschen. Ein Kontakt mit dem Pferd ist also erst dann „sinn“- und wirkungsvoll, wenn das Pferd es mit seinen Sinnen erfassen, verkraften und auch umsetzen kann.

Nun ist das „situative Führen“ im Biomotorischen Training sicher auch ein bisschen „Handwerk“, und die Feinmotorik ihrer Hand entscheidend über die „Qualität“. Aber eigentlich ist das Biomotorische Training eher ein Hand-„Gespräch“ und geht daher weit über das Handwerkliche hinaus. Erst wenn der Kontakt zum Pferd – ob mit der Hand oder dem Schenkel und vom Boden oder vom Pferd aus,  gar nicht mehr vom Menschen auszugehen scheint, sondern wirklich nur noch aus den gemeinsamen Bewegungen und dem Kontakt miteinander besteht, kann Biomotorik entstehen.

Teil 3. Neue Körperinformationen – Durchlässigkeit – und Bewegungen neu aushandeln

Wir brauchen für die inneren Prozesse des Pferdes die gleiche Aufmerksamkeit wie für äußere Bewegungen. Bewegungseinschränkungen wirken nach innen und nach außen. Das körperliche Ziel, dass wir mit diesem Tag des Seminares erreichen möchten ist das Fließgleichgewicht im Körper des Pferdes herzustellen. Die Durchlässigkeit im Körper muss gewährleistet sein, damit die Körperinformationen als „freie Energie“ und nicht als „ gebundene Energie“ dem Körper zur Verfügung stehen. Belastend für das Funktionieren des Fließgleichgewichtes ist jede Bewegungseinschränkung, Beeinflussung des Menschen und das „Steckenbleiben“ von Bewegungen im Körper.

So regen beispielsweise die mechanischen Zugreize der Muskeln und Sehnen, die vermehrte Bildung von Ausweichsmuskulatur an, während die biomotorischen Ganzkörperverbindungen und kurzen „Anreger“ der Gliedmaßen den Bildungsreiz für die Regeneration des Knorpels bilden und der rhythmische Wechsel von Druck und Zug in den Gelenken, die perfekte Mischung für die Sehnenbildung bildet. Bei den „Richtungswechseln“ bei denen der Rippenkörper verkürzt und verlängert wird, ist das gewährleistet und damit eine perfekte Gleichgewichts- und Koordinationsschulung.

Der dritte Tag: Endlich – der Bewegungsaufbau auf der richtigen Grundlage

Teil 1. Das biomotorische Erlernen von Bewegungen bedeutet eine Verankerung im Körper

Die Bewegungen des Pferdes müssen in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Eine unerbittliche Logik des Körpers beherrscht dabei diese Strukturumwandlung. Wenn man die versteht, weiß man, dass erst die Bewegungseinschränkungen behoben sein müssen, bevor ein gesunder Bewegungs- und damit Muskelaufbau entstehen kann.Jetzt ist der Mensch gefordert. Deshalb geht es im Biomotorischen Training auch darum, um dem Menschen eine Bewegungsfähigkeit beizubringen, die ihn flexibel und angemessen reagieren lässt, aber bei der er auch den Mut aufbringen kann, sich angemessen vom Pferd abzugrenzen. Das natürlich alles mit sanften Übergängen und abgestimmt auf die äußere Situation.

Die Grundlage sind gelöste, entbundene Bewegungen

Die Selbsthaltung des Pferdes, darf dabei niemals als statischer Zustand gesehen werden – das wäre für den Menschen viel zu verführerisch, sie auch genauso statisch zu erhalten. Die biomotorische Selbsthaltung des Pferdes muss IMMER als dynamischer und vor allem organischer Prozess des Pferdekörpers gesehen und auch so ausgeführt werden. Das Ergebnis teilt uns das Pferd über sein Gangverhalten mit.

Gleichgewichts- und Koordinationsschulung

Für die Integration der neuen Bewegungen in das System des Körpers sind allerdings immer die Einflüsse der Spinalreflexe durch die Primitivreflexe erforderlich. Die Bewegungseinschränkungen und die neuen Bewegungen gehen ineinander über, und es entsteht ein Prozess der organischen Bewegungsgestaltung – das heißt, von innen nach außen und zurück zu den ursprünglichen, angeborenen Bewegungsfähigkeiten des Pferdes. Der „Bildungsreiz“ von Knorpel und Muskeln geht dabei auf die neuen „Spielregeln“ des Menschen zurück, wie der Mensch nun mit den Bewegungen des Pferdes umgeht. Fohlenspiele zum Beispiel, die die Seiten verlängern und verkürzen richten das Pferd aus und bringen es aus seiner Einseitigkeit in sein Gleichgewicht.

Teil 2. Bewegungen markern – die neuen Bewegungen integrieren sich in das vorhandene Bewegungsschema

Sie erlernen im Biomotorische Training die Bewegungen des Pferdes organisch zu entwickeln, das heißt buchstäblich, von innen heraus. Technik spielt dabei keine Rolle, denn das Biomotorische Training ist nicht zum Auswendiglernen von Bewegungen gedacht. Es sind die eigenen

Bewegungserfahrungen die das Pferd in gelöste Bewegungen bringt. Für den Teilnehmer dient das Seminar als Anregung auch den eigenen Körper und seine Auswirkungen ernster zu nehmen, damit wir dem Pferd sein Leben erleichtern können.

Die Bewegungsfähigkeit kann das Pferd über die Selbsthaltung durch alle Entwicklungsstufen hinweg erhalten. Das Biomotorische Training gibt als zweiter Bildungsweg den Auslöser dazu gegeben und prägt in Zukunft den Körper aus. Das heißt, alle Bewegungen, die buchstäblich „schief“ gelaufen sind, und sogar wenn sich die Strukturen festgefahren haben, können sie durch die Biomotorik wieder neu geprägt werden.

Das BewegungsLernen

Das BewegungsLernen unterstützt ihre Suche nach Bewegungsfähigkeit auch auf der Webseite mit vielen interessanten Berichten und Studien aber auch mit Hinweisen zur Sichtbarkeit von Bewegungseinschränkungen. So kommt demnächst auf unserer Webseite www.bewegungslernen.com  ein großer Bericht über die Wichtigkeit der „entbundene Schulter“ des Pferdes.

…aber natürlich in den Seminaren, wie in dem vorliegenden dann auch mit den passenden „Lösungsvorschlägen“, um den Hinderungen des Pferdes praktisch Abhilfe zu schaffen. Es geht um Vorgänge und Prozesse in der Tiefe des Körpers und das macht diese Seminare so einmalig.  Zusammen mit ihrer Bewegungsfähigkeit, die sie sich in den Körperschulungen aneignen, bilden sie das praktische Rüstzeug zu ihrer gemeinsamen Bewegungsentwicklung.

Das vorliegende Seminar bereitet einen ganzen Teppich aus, um funktionelle Bewegungsstörungen beim Pferd zu beheben. Wer aber auf der Suche nach mehr Verständnis für die Bewegungen des Pferdes ist und die Zusammenhänge im Körper des Pferdes besser verstehen will, dem können wir mit dem Biomotorischen Training nicht nur die Sichtbarkeit vermitteln, sondern auch das praktische Umsetzen zur Lösung der Einschränkungen bieten, und damit auch die Beantwortung vieler bisher ungelöster Fragen mitgeben.

Mit dieser biomotorischen Vorbereitung wird das Pferd auch geritten -also mit der Belastung des Reiters – seinen weichen, durchlässigen Bewegungsfluss beibehalten können und sich auch weiterhin im Einklang mit seinem Skelett- und Muskelsystem bewegen können.

Es geht dabei nicht um richtige oder falsche Bewegungen, sondern darum neue biologische Möglichkeiten der Bewegung zu finden, sich über Sinneswahrnehmungen mit dem Körper zu vernetzen, sich die Natur zu Nutze machen und sich damit den natürlichen Rhythmen der Bewegung
anzuvertrauen. Keiner Bewegung auszuweichen, aber auch nicht „sinnlos“ belasten – das ist dabei das Ziel.

 

     Das Biomotorische Training
– von Bewegungseinschränkungen weg und hin zur Selbsthaltung des Pferdes

Im Biomotorischen Training befasst sich das BewegungsLernen mit den Bewegungseinschränkungen des Pferdes. Das Besondere an dem dreitägigen Seminar ist, dass die Teilnehmer erlernen können, die bewegungsmechanischen Defizite des Pferdes durch die Biomotorik, durch Primitivreflexe, angeborene Primärbewegungen und das Notpaket der Sensopathie zu lösen und Pferde damit in ihren eigenen Rhythmus, in die bestmögliche Koordination ihrer Gliedmaßen und natürlich in ein feinsinniges Gleichgewicht ihres Körpers führen zu können.

Die nötigen Kenntnisse werden Ihnen in diesem Seminar vermittelt, wie wichtig die sind, den Teilnehmern noch besser bewusst, denn gebundene Körperpartien sind mit Schmerzen verbunden, mit Unwohlsein, mit unkoordinierten Bewegungen, mit unnatürlichen Spannungen und – und das darf man nicht vergessen – letzten Endes auch mit der Unzufriedenheit des Menschen. Und das Paradoxe ist dabei, je mehr sich das Pferd „anstrengt“, desto mehr nehmen die Spannungen der Gebundenheit zu.

Deshalb ist es wichtig, dass sie über diese so wichtiges Verständnis verfügen, um ihr Pferd richtig beobachten zu können und die Hinweise und körperlichen Signale wahrnehmen, die ihr Pferd ihnen gibt. Nur mit dem Wissen und den Erkenntnissen um die körperlichen, und damit bewegungsmechanischen Einschränkungen können sie dann auch entsprechend reagieren und das Pferd in der Fortsetzung seiner Bewegungsentwicklung begleiten.

Das BewegungsLernen unterstützt Sie immer wieder gerne mit Hinweisen, aber natürlich in den verschiedenen Seminaren auch mit den passenden „Lösungsvorschlägen“ um den Hinderungen des Pferdes Abhilfe zu schaffen. Zusammen mit ihrem körperlichen Können, dass sie sich in der vorangehenden Körperschulung aneignen, bilden wir das praktische Rüstzeug, mit dessen Hilfe sie das Pferd nicht nur irgendwie „reiten“ können, sondern dabei auch seine individuelle Entwicklung fördern können. Was – finden wir – das höchste Ziel für den Menschen sein sollte.

„Der Mensch nimmt sich zwar das Recht heraus, bedenkenlos über oft gewaltige körperliche eigene Mängel und Fehler hinwegzugehen, dafür wägt er die kleinen Mängel des Pferdes in der Reiterei mit der Apothekerwaage – nur, als Hinweise und ernst zu nehmendes Signale nutzt er sie nicht“. Kurt Abrecht

Das Biomotorische Training – die körperliche, biologische Grundausbildung des Pferdes

Wenn ein unvorbereiteter Organismus in eine Belastung kommt, wird er sehr bald an die eng gezogenen Grenzen des Körpers stoßen. Jedes Überschreiten dieser Grenzen hat auch früher oder später Folgen für den Pferdekörper. Ein leider sehr hoher Prozentsatz der Pferde weist deshalb Bewegungsdefizite auf. Da können sogar schon kleine reiterliche „Auslöser“ zu ernsthaften Konflikten im Pferdekörper kommen.

Erkennen von belastenden Bewegungen

Durch seine Eigenwahrnehmung – die Biomotorik des Pferdekörpers kann der Körper sich selber wieder regulieren und ausgleichen. Und Sie können ihr Pferd dabei unterstützen, wenn – ja wenn Sie die Ursachen erkennen, an denen sich falsche Bewegungen oder Umweltfaktoren entzünden können, und ihnen damit auch richtig begegnen.

Dieses Seminar bietet Ihnen die Möglichkeit, den biomotorischen Entwicklungsweg und die Entwicklungsstufen des Pferdes, kennen zu lernen, nach denen wir uns bei der Ausbildung eines Pferdes richten müssen, um „innerhalb der Grenzen zu bleiben“. Die Bewegungsfähigkeit des Pferdkörpers ist dabei immer die Grundlage, nach der wir uns orientieren müssen. Die Bewegungsfähigkeit des Pferdes – aus der dann auch die Selbsthaltung des Pferdes entsteht – ist somit der wichtigste Faktor zu einer gesunderhaltenden Bewegung in seinen ursprünglichen Strukturen.

Raum für gesunde Bewegungen schaffen

Im Seminar zeigen wir ihnen Wege, um die Schulter, das Genick und das Becken von schädigenden Muskelzügen zu entbinden und die Grundbedürfnisse, die das Pferd zur Bewegung hat, neu kennenzulernen. In diesem Seminar machen wir Ihnen alte Bewegungsmuster sichtbar, die auf Dauer jede Bewegung kaputt machen, und ein lebendiges Bewegungswachstum verhindern. Es ist so unendlich wichtig und wertvoll, dass der Mensch auch dahin schauen kann, wo die Ursachen entstehen und dann besser erkennen und verstehen kann, was im Pferdekörper eigentlich abläuft.

Die Selbsthaltung des Pferdes finden

Nicht ob eine Bewegung dann ausgeführt wird, ist dann wesentlich, sondern wie die Bewegung entstanden ist, und wie sich die Bewegung für das Pferd anfühlt. Die Zufriedenheit, die Bewegungsfähigkeit und die Neugierde der Pferde an neuen Bewegungen lassen die Wichtigkeit einer freiwilligen, angstfreien, biomotorischen Bewegungsentwicklung erkennen. Das Pferd lernt damit seinen Körper, seine Bewegungen und seine Bewegungslust kennen. Damit kann das Pferd auch in allen Reiterlichen Bewegungen mit seinen Bewegungsmöglichkeiten experimentieren und natürlich auch Schwierigkeiten selbstständig überwinden.

Das Trainingsseminar

Damit  das Pferd seine eigenen körperlichen Fähigkeiten entwickeln kann, die es so dringend für eine gesunde Körperentwicklung und eine biologische Motorik braucht, ist die Sensibilisierung der Sinneswahrnehmungsorgane die erste Voraussetzung. Das  Biomotorische Training, das sie in diesem Seminar erlernen, gibt ihnen als Gleichgewichts- und Koordinationsschulung für das Pferd, die Möglichkeiten dazu. Warum die Biomotorik – die Eigenwahrnehmung des Pferdes, für das Pferd dabei so wichtig ist, lesen sie unter https://www.bewegungslernen.com/warum-braucht-das-pferd-die-biomotorik-die-biomotorik-und-das-pferd/

Mit dem Biomotorischen Trainingsseminar können Sie in eine neue Ära der Pferdausbildung einsteigen, bei der es ausschließlich um den Körper des Pferdes, um seine körperliche Eigenwahrnehmung, um die Entwicklung von Bewegungen, und um seine körperlichen Entwicklungsstufen geht, und darum, das die Bewegungen des Pferdes in der Obhut des Pferdes NIEMALS gegen den Körper gerichtet sein dürfen.

Wie das Pferd seine Bewegungen  durch spielerische Dynamik entdeckt

Es geht in diesem Seminar darum, wie Sie auf der Grundlage der Biomotorik – der körperlichen Eigenwahrnehmung des Pferdes, zusammen mit dem Pferd, die Selbsthaltung eines Pferdes entwickeln können. Die Selbsthaltung des Pferdes, darf niemals als statischer Zustand gesehen werden, das wäre für den Menschen viel zu verführerisch, sie auch genauso statisch zu erhalten. Die biomotorische Selbsthaltung des Pferdes muss IMMER als dynamischer und vor allem organischer Prozess des Pferdekörpers gesehen und auch so ausgeführt werden.

Um die Vorgänge und Prozesse in der Tiefe des Pferdekörpers geht es deshalb in diesem Seminar und das macht auch dieses Seminar so einmalig. Mit dieser biomotorischen Vorbereitung wird das Pferd auch unter dem Reiter seinen weichen, durchlässigen Bewegungsfluss  wiederfinden und sich auch weiterhin im Einklang mit seinem Skelett- und Muskelsystem bewegen können. Denn nur ein Pferd das mit seinem durchlässigen Körper erstmal seine eigene positiven Körper- und Bewegungserfahrungen machen konnte, ist dann auch aufnahmefähig für die Körperinformationen und die Körperwirkungen des Menschen.

Das biomotorische Erlernen von Bewegungen bedeutet eine Verankerung im Körper

Sie erlernen im Biomotorische Training die Bewegungen des Pferdes organisch zu entwickeln, das heißt buchstäblich, von innen heraus. Technik spielt dabei eine untergeordnete Rolle, denn im Wesentlichen sind es ja die eigenen Bewegungserfahrungen des Pferdes die das Pferd in seine Biomotorik bringen. Der Teilnehmer erlernt, wie er ein Pferd in seine biomotorische Bewegung begleiten kann – bei der es in erster Linie um die organische Tiefe, das eigene Gleichgewicht und die Koordination von groß- und feinmotorischen Bewegungen geht.

Das Erlernen von Bewegungen ist für das Pferd immer ein wechselseitiger Prozess mit dem Menschen

Für das Pferd bedeutet die Biomotorik, das seine eigenen Bewegungserfahrungen machen kann, zwar begleitet vom Menschen, aber nicht gesteuert und ohne das der Mensch die Bewegungsfreiheit des Pferdes einschränkt.  Das Pferd empfindet den Menschen damit als Unterstützung, der Mensch wird zum „Freund“ und nicht zum Lehrer, was für die gemeinsame Beziehung und die Vertrauensbildung eine gewaltige Rolle spielt. Das Pferd kann bei den biomotorischen Übungen, in sicherer Atmosphäre und ständigem Kontakt mit dem Menschen, seine Fähigkeiten, aber auch die Grenzen seiner Bewegungen neugierig  erforschen und erweitern.

Der ständige Kontakt zwischen Pferd und Mensch wird im Seminar von Anfang an entwickelt, und trägt zu einer mentalen und emotionalen Orientierung des Pferdes bei. Gleichzeitig wirkt diese körperlich geprägte Vertrauensbildung auch auf die Bindung zum Menschen – und somit auch das Verhalten des Pferdes in der jeweiligen Umgebung, ein. Damit ersetzt das Biomotorische Training die sonst übliche dominierende Rolle des Menschen und seine daraus resultierende Kontrollfunktion.

Im Biomotorische Training geht es um fünf grundlegende Bereiche für das Pferd – die Biomotorik ist die Voraussetzung und gleichzeitig Grundlage, um diese körperlichen Prozesse zu aktivieren.

  1. Selbsthaltung – die Auf- und Ausrichtung des Skeletts in beiden Richtungen ausgehend von den Brustwirbeln
  2. Durchlässigkeit – entbundene Bewegungen mit minimaler Muskelarbeit und gesteigerter Sehnenarbeit
  3. Gleichgewichtsfähigkeit in den verschiedenen Ebenen des Körper
  4. Koordinationsfähigkeit – Autonomie der verschiedenen Körperbereiche in Bewegung
  5. Bewegungsfähigkeit und Bewegungsfluss – die Durchlässigkeit für Körperinformationen

 „Bewegen lässt sich nicht befehlen, aber miteinander teilen“.

  1. Selbsthaltung – die Aufrichtung des Skeletts in beiden Richtungen ausgehend von den Brustwirbeln

Damit das Pferd eine Selbsthaltung  überhaupt einnehmen kann, muss das Genick entlastet, das Maul ohne Spannungen, die Schultern von unnatürlichen Zugspannungen entbunden, und das Becken für Körperinformationen „geöffnet“ sein. Diese Vorgänge und körperlichen Prozesse werden im Seminar erlernt. Zusammen mit dem Auslösen der Primitivreflexe (ererbte Reflexe), und der Anwendung der Sensopathie, erlebt das Pferd sofort und direkt andere Möglichkeiten in seinem Körper.

Je ungestörter das Pferd sein Genick bewegen kann, desto feiner sind seine Sinneswahrnehmungen und damit die Bewegungsmöglichkeiten des Pferdes.  Deshalb lenkt das Seminar das Augenmerk immer wieder auf die Genickentlastung und wie sie sich auswirkt. Die Teilnehmer machen dabei die Erfahrung, dass man zur Biomotorik das „Bereitsein“ des Pferdes abwarten muss, damit das Pferd diese Entwicklungsschritte zwar selbstständig – also ohne zu frühes Eingreifen oder eine Korrektur  – aber immer in Begleitung und engen Kontakt des Menschen durchlaufen kann. Durch ganz einfache körperliche „Aufgaben“ bekommt das Pferd immer mehr Lust an seinen eigenen Bewegungen.

  1. Durchlässigkeit – entbundene Bewegungen mit minimaler Muskelarbeit und gesteigerter Sehnenarbeit

Nur die Durchlässigkeit im Körper und die damit langsam zu erreichende Fähigkeit des Pferdes, Kopf und Hals selbst tragen zu können, kann die Überbelastung der Gliedmaßen mit der Zeit beheben, die Schulter freier machen und die Hinterbeine durch die Beckenfreiheit gelenkiger unter den Körper treten lassen(echte Hankenbeugung)  Auch die Rückenmuskeln haben dabei nicht die Aufgabe das Ungleichgewicht des Reiters auszugleichen, sondern gehen eine Wechselwirkung mit dem Rippenkorb ein und sind damit ausschlaggebend für die Atmung.

  1. Gleichgewichtsfähigkeit in den verschiedenen Ebenen des Körper

Biomotorische Bewegungen im eigenen Gleichgewicht können sich nur entwickeln, wenn wir fortwährend für freie(im Körper entbunden) Bewegungsmöglichkeiten sorgen, dem Pferdekörper entsprechende Bewegungsfreiheit geben und damit auch die Bewegungslust des Pferdes erhalten.

Im Zick-Zack gewinkelte Gelenke wie das Schulter- und Ellbogengelenk an den Vorderbeinen oder Hüftgelenk und Knie an den Hinterbeinen und wirken beim Auffußen wie Stoßdämpfer, denn die Stoßkräfte müssen von den Pferdebeinen absorbiert werden und sind für das eigene Gleichgewicht enorm wichtig. Und nur über diese „Federkraft“ ist dem Pferd eine sichere „Gleichgewichtsfindung“ möglich. Dazu müssen die Gelenke – auch die „großen Gelenke“ – allerdings „entbunden“ sein.

Die Richtungswechsel, die eine freie Bewegung des Genicks benötigen, sind wertvolle, die Rumpfmuskulatur und den Gleichgewichtssinn entwickelnde Übungen, die das Pferd aus der „Starrheit des Rumpfes und damit aus der„Schiefe“ bringen. Es wäre daher nicht richtig, sie zu verhindern.

  1. Koordinationsfähigkeit – Autonomie der verschiedenen Körperbereiche in Bewegung

Die geringste Schwerpunktverschiebung stellt für den Pferdkörper eine große Gleichgewichtsaufgabe dar, die er immer „entspannter“ lösen kann, je besser er sich selber wahrnimmt.  Im Biomotorischen Training bekommt das Pferd dazu immer wieder die Rückmeldung von seinem Körper, ob sich Bewegungen „richtig anfühlen“, dabei entwickelt sich die Koordination seines Körpers. Die Fläche des Rumpfes, auf die sich das Pferd während der Bewegungen „stützen“ muss, wird immer kleiner – und die benötigte „Stütze“ der Gliedmaßen immer weniger – das Pferd beginnt in den Gelenken zu federn.

Wir beobachten im Seminar, wie das Pferd in allen Positionen sein Gleichgewicht voller Hingabe übt, und wie wir das Pferd dabei unterstützen können ohne es zu stören. Anfangs wird sich das Pferd dabei nur selten aus seiner „Haltung“ trauen. Mit zunehmendem Vertrauen zum Menschen, fühlt sich das Pferd aber immer sicherer, spielt in allen Positionen und Bewegungen mit seinem Körper und verbessert dabei ständig seine Koordination. Für das Pferd bedeutet das, eine Bewegung so lange auszuprobieren zu dürfen, bis es sich von selbst etwas Neues zutraut.

Im Biomotorischen Training geht es nicht um Technik oder eine virtuose Ausführung, deshalb kann es auch keine richtigen oder falschen Bewegungen geben, das Pferd „lernt“ seine Bewegungen über seine Bewegungserfahrungen. Dabei wird immer wieder der Gleichgewichtssinn angesprochen mit dem sich das Pferd dann in Selbsthaltung begeben kann.

  1. Bewegungsfähigkeit und Bewegungsfluss – die Durchlässigkeit für Körperinformationen

Die Bewegungsfähigkeit geht Hand in Hand mit der Gleichgewichtsfähigkeit und Koordinationsfähigkeit des Körpers, deshalb ist das durchlässige Pferd unser Ziel. Die freie Bewegung des Pferdes ist eine entbundene Bewegung, nicht losgelassen, sondern durchlässig. Und erlaubt so dem Pferd das es sich auf seine Bewegungen fokussieren kann, die aber zunehmend intuitiv ausgeführt werden.  Das zeigt sich an der spontanen, selbstständig ausgeübten Aktivität. bei der die Bewegung von Kopf, Hals, Gliedmaßen und Rumpf immer freier und entbundener werden.

Das durchlässige Pferd hat aber auch eine erhöhte Aufmerksamkeit dem Menschen gegenüber, weil die Informationen durch den Körper gehen können (im Vergleich zum losgelassenen Pferd (ist nur selber losgelassen) aber nicht empfangsbereit für Informationen) – das Pferd wird bereit für gemeinsame Bewegungen, die es früher vielleicht überfordert hätten.

Zurück zu den Wurzeln – mit dem Biomotorischen Training in die biologischen Grundlagen zur Bewegung
An drei Tagen zeigt ihnen das Seminar ganz konkret mit seinen vielen praktischen Anregungen, Unterweisungen und dem nötigen eigenen, körperlichen Rüstzeug, wie sie mit den Leitlinien des Biomotorischen Trainings, das Pferd durch seine Entwicklungsstufen hindurch in die Biologischen Grundlagen seiner Bewegung begleiten können.

Ihr Körperausdruck wird die Grundlage für die Orientierung und das Vertrauen des Pferdes

Vor allem der ihrer Hände. Sie werden feststellen, wie eingeschränkt und undurchlässig ihr Körper bisher war, oder das ihr Fokus bisher auf andere Dinge gerichtet war. Sie verstehen damit immer besser, warum das Pferd sie nicht verstehen konnte und bekommen aber auch  einen Eindruck davon, welche Fähigkeiten noch in ihnen „schlummern“ um sich dem Pferd verständlich zu machen und quasi nur darauf warten, um die Grundbedürfnisse des Pferdes wahrnehmen zu können.

Indem die Teilnehmer immer wieder die Initiative und Bewegungslust des Pferdes beobachten, entwickelt sich automatisch ein anderes Verständnis für das Pferd und seine Bewegungen. Aber auch Geduld, Ruhe und Gelassenheit, die dem Menschen einerseits Selbstsicherheit ohne Angst und Drängen ermöglicht, und andererseits da, wo es für das Sicherheitsempfinden und die Bewegungsentwicklung des Pferdes notwendig ist, auch klare Grenzen setzen lässt.

Das Seminar regt an, bisher wenig beobachtete Bewegungsabläufe eingehender zu beobachten, und ermöglicht es dem Teilnehmer die Signale aus der Perspektive des Pferdes richtig zu deuten, um die Vielfalt und Variationen von biologischen und nicht- biologischen Bewegungen kennen zu lernen, und um rechtzeitig bemerken zu können, was dem Pferd noch schwer fällt. Im Verlauf des Bewegungsprozesses eignet sich das Pferd neue Bewegungsformen stufenweise an, während es alte Bewegungsformen stufenweise weglässt.

Was ist, wenn das Pferd zu Hause Bewegungs-Schwierigkeiten hat?

Durch die gezielten biomotorischen Übungen werden die Bewegungs- und Entwicklungsschwierigkeiten des Pferdes für den Menschen sichtbar, aber sie ermöglichen auch, die Bewegungsanhängigen Defizite und ihre Auswirkungen zu beheben.

Die biomotorischen Bewegungen bewähren sich daher auch bei Pferden, bei denen die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, die sich bis dahin vielleicht kaum normal entwickeln konnten, möglicherweise sehr verletzungsanfällig geworden sind oder Pferde sind, bei denen wir erkennen müssen, dass ihre Biomotorik verkümmert ist. Aber auch, wenn künstlich erlernte Bewegungen unselbstständige, ungeschickte, bewegungs- und haltungsgestörte und meistens leider auch Verhaltensgestörte Pferde aus ihnen gemacht haben.

 

Für manche Teilnehmer ist es interessant die Biomotorik des Pferdes in unserer Begleitung zu beginnen. Deshalb können Sie wie immer, nach dem Seminarwochenende auch Einzeltermine bei ihnen zu Hause, mit uns vereinbaren. Bitte melden Sie sich rechtzeitig dafür an.

 

Zurück zu den Wurzeln der Bewegung –
das Biomotorische Trainingsseminar

Mit den neuen Möglichkeiten ihres Körpers muss das Biomotorische Training nicht direkt in Bewegungsentwicklung des Pferdes eingreifen, sondern kann  dem Pferd konsequent eine FREIE BEWEGUNG ermöglichen. Indem die Teilnehmer die Initiative des Pferdes respektieren, entwickelt sich ein anderes Verständnis und Geduld, und  jene Ruhe und Gelassenheit, die dem Menschen einerseits
Selbstsicherheit ohne Angst und Drängen ermöglicht, und andererseits klare Grenzen setzen lässt, da, wo es für das Sicherheitsempfinden und die Bewegungsentwicklung des Pferdes notwendig ist.

Bedingungen, die „freie*“ entbundene Bewegungen ermöglichen

Der Teilnehmer lernt dabei vor allem, wie er auch bei den unscheinbarsten Handlungen des Pferdes, das „Bereitsein“ des Pferdes abwarten muss, damit das Pferd in seine Biomotorik kommen kann. Manchmal erscheint diese Zeit, die wir dem Pferd zugestehen, bis es biomotorisch – also mit seiner Eigenwahrnehmung – verstanden hat, was wir von ihm möchten, ungewöhnlich lang, und doch ist sie kurz im Vergleich zu der Zeit, die wir aufwenden müssen, wenn wir gegen den Willen des Pferdes etwas erreichen wollen. Die Beziehung zum Pferd vertieft sich so von selbst, wenn das Pferd durch entsprechende „Aufgaben“ Lust an seinen eigenen Bewegungen bekommt.

Die „freie*“ Bewegung erlaubt dem Pferd nicht nur ein freies-sich-Bewegen in Eigenwahrnehmung, sondern vermitteln durch die gleichzeitigen Begrenzungen auch Schutz und Geborgenheit: das heißt, eine Welt die überschaubar ist – und mit der es sich auf seine Bewegungen konzentrieren kann. Das zeigt sich an der spontanen, selbstständig ausgeübten Aktivität. bei der die Bewegung von Kopf,
Hals, Gliedmaßen und Rumpf immer freier wird.

Deshalb wird dem Pferd im Biomotorischen Training ermöglicht, das der Mensch weder „regelt“ in welche Position das Pferd kommt, und sich darin bewegen soll, noch in seine Symmetrie korrigierend eingreift und damit die Bewegungsfreiheit verhindert. Biomotorische Bewegungen können sich nur entwickeln, wenn wir fortwährend für freie* Bewegungsmöglichkeiten sorgen und damit die Bewegungslust des Pferdes erhalten. Die Richtungswechsel, die eine freie Bewegung des Genicks benötigen, sind wertvolle, die Rumpfmuskulatur und den Gleichgewichtssinn entwickelnde Übungen. Es wäre daher nicht richtig, sie zu verhindern.

Beobachtung und Verständigung

Im selben Maße, wie der Teilnehmer die Empfindungen des Pferdes beobachtet und wahrnimmt, lernt er die vier Grundbedürfnisse des Pferdes immer besser kennen. Das Pferd wird ermutigt, sich zunehmend differenzierter mit und durch seine Körper mitzuteilen. Mit der „biomotorischen Grundeinstellung“ des Menschen, geht deshalb der biomotorische Umgang weit über die Bewegungsentwicklung von biologischen Bewegungen hinaus.

Die biomotorischen Bewegungen bewähren sich auch bei Pferden, die sich bis dahin kaum normal entwickeln konnten, vielleicht sehr verletzungsanfällig sind oder bei denen wir erkennen müssen, dass ihre Ausdrucksfähigkeit verkümmert ist.  Oder auch, wenn künstlich erlernte Bewegungen unselbstständige, ungeschickte, bewegungs- und haltungsgestörte und meistens leider auch Verhaltensgestörte Pferde aus ihnen gemacht haben.

Die Gleichgewichts- und Koordinationsschulung

Das Seminar  regt an, bisher wenig beobachtete Bewegungsabläufe eingehender zu beobachten,  und ermöglicht es dem Teilnehmer die Signale aus der Perspektive des Pferdes richtig zu deuten, um die Vielfalt und Variationen von biologischen und nicht- biologischen Bewegungen kennen zu lernen, und um rechtzeitig bemerken zu können, was dem Pferd noch schwer fällt. Im Verlauf des
Bewegungsprozesses eignet sich das Pferd neue Bewegungsformen stufenweise an, während es alte Bewegungsformen stufenweise weglässt.

Beobachtungen ohne Interpretationen

Wie bewegt sich ein Pferd über seinen Rumpf? Wie versucht es sein Gleichgewicht zu finden? Wie wichtig ist der Bauch dazu? Welche Voraussetzungen braucht das Pferd um nicht einseitig zu laufen? Mit welchen unscheinbaren Bewegungen bereitet das Pferd sein Gleichgewicht vor und welche Voraussetzungen braucht es zu Gleichgewicht und Koordination? Hat das Pferd Einschränkungen
in den alltäglichen Bewegungsabläufen, durch Ausweichsmuskulaturen, Genickbelastung, Starrheit des Rumpfes, eine Stabilisierung der großen Gelenke etc.

Die geringste Schwerpunktverschiebung stellt für das Pferd eine Gleichgewichtsaufgabe dar. Wir beobachten, wie das Pferd in allen Positionen sein Gleichgewicht übt, und wie wir das Pferd dabei unterstützen können. Anfangs wird sich das Pferd dabei nur selten aus seiner „Haltung“ trauen. Mit zunehmendem Vertrauen zum Menschen aber  immer häufiger und erst wenn sich das Pferd sicher fühlt, spielt es in allen Positionen mit seinem Körper und entwickelt dabei seine Koordination – dieFläche des Rumpfes, auf die sich das Pferd während der Bewegungen „stützen“ muss, wird dabei immer kleiner – und die „Stütze“ der Gliedmaßen immer weniger.

Das Pferd erreicht diese Sicherheit umso leichter, je ungestörter es sein Genick bewegen kann. Deshalb lenkt das Seminar das Augenmerk immer wieder auf die Genickentlastung und wie sie sich auf die Bewegungsmöglichkeiten auswirkt, oder ob das Pferd in einer statischen Position verharren muss. Die Teilnehmer machen die Erfahrung, dass das Pferd diese Entwicklungsschritte zwar selbstständig – also ohne zu frühes Eingreifen oder korrigieren der Entwicklungsvorgänge – durchlaufen muss, das sie dem Pferd aber die benötigte Zeit mit der richtigen Unterstützung dazu gewähren müssen.

Für das Pferd bedeutet das, eine Bewegung so lange auszuprobieren zu dürfen, bis es sich von selbst etwas Neues zutraut. Vermutlich braucht es längere Zeit dazu, als wir ihm bisher zugestanden haben, aber es erfährt seine Koordination nur durch seine Fähigkeiten, aber auch  durch die Grenzen seiner Möglichkeiten und zwar bei jedem Pferd entsprechend seines jeweiligen Entwicklungs- und reiterlichen Ausbildungsniveaus – das ist Biomotorik.

Nicht wann eine Bewegung erreicht ist, wird wesentlich, sonder in welcher Qualität die Bewegung für das Pferd ist. Die Zufriedenheit, der Forschungseifer und die Geschicklichkeit der Pferde lassen die Wichtigkeit einer selbstständigen, angstfreien, biomotorischen Bewegungsentwicklung erkennen. Das Pferd lernt damit die Freude und die Zufriedenheit über seinen Körper und über seine Bewegungen kennen. Damit  kann das Pferd auch  in allen Reiterlichen Bewegungen mit seinen Bewegungsmöglichkeiten experimentieren und auch Schwierigkeiten überwinden.

Der Teilnehmer lernt in diesem Seminar eindrücklich, das Bewegungen, aber auch die Persönlichkeit des Pferdes im Wesentlichen auf der biologischen Grundlage der Bewegungsentwicklung beruhen. Aber auch, was das für das Pferde in seinem Pferdealltag bedeutet und wie wichtig es für den Menschen ist, der selbstständigen Bewegungsfähigkeit des Pferdes zu vertrauen und mit dem Biomotorischen Training dem Pferd zu helfen, diese angemessen zu begleiten.

Inhalte im Überblick:

  • Einführung in die biologische Motorik des Pferdes
  • Die wichtigsten Merkmale der Biomotorik
  • Die bedeutungsvolle Entlastung des Genicks
  • Das Nutzungsverhalten des Pferdes im Wandel und die Auswirkungen
  • Wie Biomotorik mit dem Menschen funktioniert – von der Manipulation zur gemeinsamen Abstimmung
  • Wie sie dem Kampf gegen die eigene Anspannung und Unsicherheit entkommen
  • Von der biomotorischen Führung des Pferdes bis zur Begleitung
  • Wie die Biomotorik des Pferdes auch Sie beeinflusst

Themen-Überblick:

  • Hände und Augen schaffen Kontakt (die Biomotorik lebt von dem Zusammenspiel von Körper, Augen und Händen)
  • Handeln statt wirken – Kontakt im Pferdemaul mit Rückverbindung
  • Sie erweitern ihre Handlungsmöglichkeiten – nur wirken wollen, reicht eben nicht.
  • Wie gehe ich mit Widerstand des Pferdes um? Sie lernen mit „Widerständen“ und Emotionen des Pferdes umzugehen.
  • Wie kann ich den Einsatz meiner Hände und Finger noch besser gestalten?
  • Wie kann ich lernen, dem Pferd immer besser sanfte Grenzen zu setzen
  • Wie kann ich sicher sein, dass die Biomotorik ankommt und Bewegungen biomotorisch angenommen werden?
  • Welche „Haltung“ brauche ich? Wo sind meine Stolpersteine, Hürden und Blockaden?
  • Ihre Verständigung und Abstimmung wird klarer, lesbarer und motivierender
  • Wie kann ich das Erlernte schnell im meinen Alltag integrieren
  • Hilfreiche Tipps aus der Praxis für die Praxis

Sie können das Reiterrückenseminar am Freitag einzeln oder das Biomotorische Trainingsseminar als 3-tägige Kombination buchen

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